UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
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”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  VANDEN PLAS-Interview

Date:  10.05.1994 (created), 30.07.2021 (revisited), 30.07.2021 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

VANDEN PLAS waren wohl die Band, die ich so hautnah wie keine andere verfolgen konnte. Schlie├člich lernte ich die Band fr├╝hzeitig kennen, da Gitarrist Stephan ein Schulkollege von mir war.

Daher war es erfreulich, da├č wir mit dieser Story die Band bei einem wichtigen Karriereschritt erlebten: den ├ťbergang vom Demostadium zum ersten Album. Dementsprechend war die Story auch dreiteilig gestaltet: Die erste Seite stand unter der ├ťberschrift "Jesus & Rocky Horror...", wo vor allem die damals schon gestartete Karriere an diversen Opernh├Ąusern thematisiert wurde. Interessant sind dabei vor allem, da├č ich im Hinblick auf die kommende Karriere als Rockmusical-Erschaffer einige sozusagen hellseherische Fragen gestellt hatte.

Die zweite Seite mit der ├ťberschrift "...und in der Zwischenzeit" wurde besprochen, was sich bei VANDEN PLAS seit dem Interview in UNDERGROUND EMPIRE 1 abseits des Theaters abgespielt hatte. Au├čerdem befand sich auf dieser Seite am unteren Ende das Photo, bei dem es sich in jeder Auflage um ein Livephoto handelte; leider sollten jedoch beide in der gedruckten Schwarzwei├čversion nicht besonders toll aussehen. Ergo: Die Online-Version hat klare Vorteile, da die Photos besser aussehen.

Auf der dritten Seite waren wir dann "Zu Besuch im Colour Temple": Es ging um das anstehende erste Album, das die Band in Eigenregie aufnahm. Nicht wenig stolz k├Ânnen wir verk├╝nden, da├č im Booklet ein UNDERGROUND EMPIRE-Flyer abgedruckt war. Daf├╝r hatte die Band im Tausch eine Seite Anzeige erhalten. ├ťbrigens gab es von ┬╗Colour Temple┬ź eine zweite Auflage, die die Band ver├Âffentlicht hatte, bevor dann der Deal mit DREAM CIRCLE RECORDS respektive CNR MUSIC in Frankreich und FAR EAST METAL SYNDICATE in Japan Wirklichkeit wurde. Ihr k├Ânnt die Erstauflage ├╝brigens an dem UNDERGROUND EMPIR-Flyer erkennen, da er in der zweiten Auflage nicht mehr auftauchte.

├ťber jeder Seite war eine Kombination des Logos und des dar├╝bergelegten Titels zu sehen. Als weiteres optisches Element haben wir die Figur vom Cover auf der ersten Seite und der dritten Seite unter den Text gelegt - und zwar im zweiten Fall in der invertierten Version. Sah irgendwie schick aus, diese komplette Story.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

VANDEN PLAS-Logo

VANDEN PLAS-Headline 1

Dreigeteilt pr├Ąsentiert sich die Story ├╝ber die Band VANDEN PLAS, weil sich bei ihnen so viel ereignet hat, da├č man den Interviewmarathon mit Andy (v), Stephan (g) und Thorsten (b) von fast drei Stunden in einzelne Etappen unterteilen mu├č. Er├Âffnet durch eine eher als Gag gedachte Frage f├╝hrte eben diese uns mitten in den ersten Themenblock hinein, der auch Klarheit ├╝ber obigen Titel verschafft. Dazu als Erkl├Ąrung vorausgeschickt, mu├č gesagt werden, da├č VANDEN PLAS in der letzten Zeit Engagements bei Rockmusicals hatten.

Was hat es zu bedeuten, da├č drei der VANDEN PLAS-Musiker sich pl├Âtzlich B├Ąrte wachsen lassen?

Stephan: "Der Kleine Horrorladen", bei dem wir derzeit am Pfalztheater in Kaiserslautern mitwirken, spielt in der Pennerszenerie der F├╝nfziger Jahre, und die Band sollte dabei in die B├╝hne mitintegriert werden. Daher sollten wir in zerlumpten Klamotten mit einem angeklebten Bart auftreten, was uns tierisch gest├Ârt hat. Daher haben wir die Klamotten gleich mal ganz boykottiert, und statt vor jedem Auftritt in die Maske zu rennen, haben wir uns einfach B├Ąrte wachsen lassen.

Optimal! Damit sind wir direkt beim Thema. Wie kommt man als Metal-Band dazu, bei einem Rockmusical mitzuspielen, was zweifelsohne mehr als ungew├Âhnlich ist?

Andy: Letztendlich hat es schon vor vier Jahren am Pfalztheater in Kaiserslautern angefangen. Ich hatte guten Kontakt zum Intendanten und zu einem der Hauptdarsteller der "Rocky Horror Show", so da├č ich die Chance kriegte mitzuspielen. Der Punkt ist, wenn man einmal im Theater etwas gemacht hat und einigerma├čen gut war, dann hat man die Chance, immer wieder reinzukommen. Etwa zwei Jahre sp├Ąter hatte ich die Idee, mal wieder etwas ├Ąhnliches zu probieren. So erfuhr ich durch die Person, die mir schon den Job am Pfalztheater besorgt hatte, da├č am Staatstheater Saarbr├╝cken, wo er nun t├Ątig war, "Jesus Christ Superstar" gespielt wird. Ich wollte mich ohnehin schon in Saarbr├╝cken bewerben, hatte aber das Entr├ę nicht, ohne das nichts laufen konnte. Ich h├Ątte beispielsweise k├Ânnen zehnmal besser sein, aber ohne das Entr├ę h├Ątte ich noch nicht mal ein Vorsingen gekriegt. So aber kriegte ich ein Vorsingen und wurde genommen. Ich konnte dann VANDEN PLAS mitreinziehen, da noch eine Band gesucht wurde, die live mitspielt. In Kaiserslautern lief es ├Ąhnlich, und dank der Lorbeeren, die wir in Saarbr├╝cken abgesahnt hatten, war es nun ganz einfach. Ich erfuhr, da├č "Der Kleine Horrorladen" in Planung war, und darauf hatte ich schon immer Bock, weil ich den entsprechenden Film so genial fand. Also ging ich frech zum Intendanten, um anzufragen, ob er schon eine Pflanze (im ┬╗Kleinen Horrorladen┬ź spielt eine fleischfressende Pflanze eine entscheidende Rolle - Red.) habe und - siehe da - es fehlten ihm sowohl eine Pflanze als auch eine Band. Er hat dann vermutlich in Saarbr├╝cken ├╝ber uns nachgehorcht, und ohne gro├čartig etwas von uns geh├Ârt zu haben, engagierte er uns. Wie man sieht, geht es in dieser Branche fast nur auf Empfehlung. So habe ich gerade einen Anruf aus Wiesbaden gekriegt, die mich f├╝r zwei Vorstellungen als Pflanze haben wollen. W├Ąre ich einfach so nach Wiesbaden gegangen, h├Ątte ich mit Sicherheit noch nicht mal ein Vorsingen gekriegt! Wenn man da also mal drin ist und Leistung bringt, hat man es viel leichter!

Stephan: Vielleicht noch ganz witzig zu erz├Ąhlen, ist da├č der Dirigent, der musikalische Leiter und die Chefdramaturgin zu uns in den Proberaum kamen, um die Band zu h├Âren und wir haben nur eigene Lieder gespielt, woraufhin wir genommen wurden, ohne da├č wir etwas aus "Jesus Christ" gespielt hatten.

Wie ist es eigentlich, als Metal-Band pl├Âtzlich mit klassischen Musikern zusammenspielen zu m├╝ssen. Ich kann mir vorstellen, da├č da einiges doch deutlich anders l├Ąuft!

Thorsten: Die verschiedenen Einstellungen, die zutagetraten, haben mich sehr ├╝berrascht! Wir haben uns voll dahintergeklemmt und waren uns nie zu schade, auch mal zwei Stunden l├Ąnger zu proben. Im Gegensatz dazu standen dann die klassischen Musiker, die beamtete Musiker sind und nie bereit waren, l├Ąnger als vorgeschrieben zu proben und teilweise sogar mit der Gewerkschaft drohten. Als Andreas und ich die erste Probe mit dem Orchester hatten, war ich sehr gespannt, was uns erwartet und letztendlich war ich von den Orchestermusikern wirklich entt├Ąuscht, denn sie hatten sich kein bi├čchen auf die Probe vorbereitet. Sie kriegten ihre Noten, die Sachen wurden probiert, und wenn's nicht geklappt hat, war das auch nicht so schlimm. Man hat also seine zwei Stunden abgerissen und ist wieder nach Hause gegangen.

Stephan: F├╝r uns war das alles etwas ganz Besonderes, und wir wurden super aufgenommen. Aber es herrschte ein ganz andere Mentalit├Ąt als bei uns, wenn wir live spielen. Da gibt es um Punkt 10.00 Uhr ein "drei, vier", und dann geht es los, egal, ob man dann beispielsweise seinen Verst├Ąrker noch nicht angeschlossen hat. Au├čerdem hat man eine viel gr├Â├čere Verantwortung, denn wenn bei einem unseren Gigs einer mal rauskommt, sind wir gut genug aufeinander eingespielt, da├č wir das abfangen k├Ânnen. Ganz anders in diesem Fall. Wenn man da danebenlag, scho├č man auf einen Schlag zwanzig Mann raus.

Andy: Die Orchestermusiker sind teilweise sehr unflexibel. Ich sag' das als Au├čenstehender, der ich das von der B├╝hne her mitgekriegt habe. Der Dirigent hat der Band ein riesiges Kompliment gemacht, weil sie teilweise schon Vorstellungen gerettet hatten, wenn sich einer Orchestermusiker verhaspelt hat und rauskam. Da w├Ąre keiner der Orchestermusiker instande gewesen zu reagieren, und stattdessen hat die Band reagiert, wie wir das eben auch bei unseren Liveauftritten machen, und den ganzen Verein wieder ins Timing gebracht.

Man kann also sagen, da├č die Orchestermusiker perfekte Maschinen waren, ja?

Andy: Ja! Dazu hab' ich auch noch eine Story! Bei der ersten Chorprobe zu "Jesus Christ" dr├╝ckte man mir Noten in die Hand, und ich sagte, "Ich brauche keine Noten, weil ich keine Noten kann". Daraufhin hat alles gelacht, weil sich keiner vorstellen konnte, da├č am Theater etwas ohne Noten gemacht wird. Also fragte mich der Dirigent, wie ich mir das vorstellen w├╝rde, und ich sagte, "Ich singe es ihnen einfach vor, wie ich es mir denke, und wenn es ihnen nicht gef├Ąllt, dann singen sie es mir zweimal vor, und dann habe ich das im Kopf!" Auch das war f├╝r alle anderen Musiker einfach unglaublich gewesen.

Stephan: In Kaiserslautern beim "Kleinen Horrorladen" ist die Situation wieder etwas anders, weil wir da allein ohne Orchester spielen. Lediglich der musikalische Leiter hat sich da voll bei uns integriert und sich darauf eingeschossen wie wir spielen, wie wir reagieren, etc.

VANDEN PLAS-Bandphoto

Das n├Ąchste Engagement ist nun die "Rocky Horror Show" in Saarbr├╝cken, in der jedoch nur Du, Andy, mitwirken wirst!

Andy: Das beginnt im September. Die Gruppe hatte auch ganz gute Chancen gehabt, aber weil man Geld sparen wollte, hat man stattdessen ein Band gekauft, das damals auch in Kaiserslautern genommen wurde und damals gut funktioniert hat.

Ihr habt in diese Theatergeschichte eine Menge Zeit und Energie investiert. Was hat Euch die Geschichte gebracht, au├čer da├č es ein wirklich ganz besonderes Erlebnis war, bei dem Ihr zudem nicht schlecht Geld verdient habt?

Andy: Uns hat das musikalisch und an Professionalit├Ąt so sehr weitergebracht, da├č wir die Zeit, die wir letztendlich verloren haben, durch die gesteigerte Effektivit├Ąt, mit er wir nun zu arbeiten gelernt haben, schon l├Ąngst wieder herausgeholt haben. Au├čerdem haben wir musikalisch ein ganz anderes Spektrum gekriegt, ebenso wie wir uns an ganz andere Sachen heranwagen mu├čten und dabei feststellten, da├č man es kann, wenn man es mu├č!

Stephan: Man wird so aufs Timing geschult, da├č es jedem von uns wahnsinnig viel gebracht hat. Man kann in der Musik durch Effektger├Ąte so viel verheimlichen, aber so etwas ist am Theater total verp├Âhnt. Ich durfte beispielsweise noch nicht mal viel Verzerrung spielen oder durfte kein Delay einsetzen, weil jeder Ton klar kommen mu├č. Wenn das nicht der Fall war, hat der Dirigent sofort gesagt, da├č er nicht heraush├Âren kann, was ich spiele. Wir wurden also gezwungen, pr├Ązise zu spielen.

Andy: Mittlerweile lege ich im Proberaum Wert darauf, auf den Gesang und die Ch├Âre keine Effekte zu legen, weil man nur dann heraush├Âren kann, ob man im Tune singt oder nicht. Ein weiterer Punkt ist, da├č man aufgrund der professionellen Arbeit am Theater geschult wurde, sich genauer auszudr├╝cken und zu sagen, was man will.
Man kann sich im Theater nicht erlauben, mehrmals hintereinander schlecht zu sein, denn dann wird man gefeuert. Au├čerdem mu├č man teilweise auf den Punkt da sein. Man wird also geschult, H├Âchstleistungen zu bringen. Man eignet sich etwas andere Gesangstechniken an, indem man h├Ârt, wie andere sich einsingen. Mir wurde au├čerdem bewu├čt, wie wichtig es auch f├╝r unsere Musik ist, sich vor einem Konzert einzusingen, weil man ansonsten bei den ersten Liedern niemals f├Ąhig ist, gewisse T├Âne mit dem notwendigen Volumen zu singen.

Stephan: Was mich ebenso sehr fasziniert hat, ist die Mentalit├Ąt, die unter den K├╝nstlern zutagetritt. Wieviel offener da miteinander umgegangen wird. Die Hauptdarstellerin vom "Kleinen Horrorladen" war bei einem unseren Konzerte und fand es super, obwohl sie noch nie solche Musik geh├Ârt hatte. Sie sagte, da├č sie am meisten davon fasziniert war, wie wir uns auf der B├╝hne verhalten, da├č also neben dem Spielen auch noch Action und Bewegung angesagt sind.

Mir spukt seit einigen Minuten ein Gedanke durch die Hirnwindungen, mit dem ich Euch nun konfrontieren m├Âchte: Schreibt die Band VANDEN PLAS eines Tages mal ein Rockmusical?

Andy: Das ist einer meiner Tr├Ąume! Es gab sogar ├ťberlegungen, ob man ┬╗Colour Temple┬ź als Musical oder Rockoper auff├╝hren kann. Ich lie├č die Sachen der Choreographin und dem Regisseur vom "Kleinen Horrorladen" vorlaufen, die sich das gut vorstellen konnten. Aber letztendlich ist ┬╗Colour Temple┬ź nicht in der Stilart geschrieben, wie es bei einem Rockmusical sein m├╝├čte. Aber vielleicht werden wir eines Tages wirklich so etwas machen. Die Idee existiert aber auf jeden Fall!

Gesetzt der Fall, die Band VANDEN PLAS schafft es mit ihrer eigenen Musik nicht. K├Ânntet Ihr Euch vorstellen, Euch stattdessen als "klassische Rockmusiker" zu spezialisieren?

Andy: Ja, das k├Ânnten wir uns sicher vorstellen, aber es w├╝rde dann sicher die Idee, ein eigenes Rockmusical zu schreiben, dominieren. Ich, als Interpret, k├Ânnte mir eine solche T├Ątigkeit jedoch nur mit vielen ganz verschiedenen Rollen, in denen ich v├Âllig unterschiedliche Charaktere spielen k├Ânnte, vorstellen. Das w├╝rde mich schon etwas reizen!

Ihr steht eines Tages in der Zwickm├╝hle, da├č Ihr zeitgleich einen Deal von einer Plattenfirma angeboten kriegt, und au├čerdem habt Ihr gerade Euer Rockmusical, mit dem wir geistig schon die ganze Zeit ├╝ber rumjonglieren, fertig und kriegt nun die Chance es aufzuf├╝hren. Wof├╝r entscheidet Ihr Euch?

Andy: Ich glaube, da m├╝├čte keiner ├╝berlegen! Letztendlich ist unsere Musik das Wichtigste, so da├č wir uns f├╝r unsere eigene Schiene entscheiden w├╝rden und zwar auch dann, wenn sich durch das andere mehr Geld verdienen lie├če!

VANDEN PLAS-Headline 2

Hat man bei soviel Theater ├╝berhaupt noch Zeit f├╝r das Bandleben, werdet Ihr Euch fragen! Oh ja, mehr als man sich vorstellen w├╝rde, denn VANDEN PLAS haben in den letzten Jahren eine Menge verhext. So hakte ich einfach an dem Punkt ein, der beim Interview in UNDERGROUND EMPIRE 1 aktuell gewesen war.

Damals, vor mittlerweile fast f├╝nf Jahren, hattet Ihr die Pre-Production f├╝r Euer geplantes Debut in Arbeit, und im Grunde sah alles super aus, aber letztendlich wurde doch nichts daraus. Warum?

Stephan: Zun├Ąchst einmal mu├č ich klarstellen, da├č wir noch nicht bei der Vorproduktion waren, sondern da├č die Aufnahmen nur Arbeitstapes f├╝r uns waren. Unser damaliger Manager hatte den Kontakt zu der Plattenfirma blockiert, so da├č sich die Sache zerschlagen hat, und am Schlu├č hat er uns noch um Geld betrogen. Wir waren damals sehr naiv, haben aber dadurch sehr viel dazugelernt. Es gab dann nochmal eine Episode mit einem anderen Manager, bei der wir jedoch auch entt├Ąuscht wurden, so da├č wir heute alles selbst in der Hand halten.

Wollen wir uns aber nicht zu sehr in der Vergangenheit aufhalten, sondern beim ┬╗Days Of Thunder┬ź-Demo, welches sp├Ąter noch in remixter Form als Maxi-CD unter dem Titel ┬╗Fire┬ź erschien, weitermachen, welches man durchaus noch als "halbaktuell" bezeichnen kann! Beschreibt doch als erstes mal den musikalischen Weg von VANDEN PLAS seit jener nicht wahrgewordenen Platte ├╝ber ┬╗Days Of Thunder┬ź bis nun hin zu ┬╗Colour Temple┬ź! Ich sehe da eine konsequente Entwicklung!

Stephan: Von den sechs Musikern aus der Formation von vor f├╝nf Jahren sind heute noch drei dabei, die immer den gleichen Geschmack hatten, aber die anderen hatten musikalisch nicht so recht dazugepa├čt. So spielen Andy, mein Bruder Andreas und ich zwar schon seit zehn Jahren zusammen, aber eigentlich kristallisierte sich die Musik, die wir heute machen, erst raus, nachdem wir zu unserem jetzigen Line-up fanden.

Andy: Man mu├č aber auch sagen, da├č es sich gegenseitig befruchtet. In der Zwischenzeit hatten uns Frank Rummler von JUICY LUCY und Markus Gfeller, der heute bei AXXIS spielt, als Bassisten ausgeholfen. Es waren zwei super Musiker, die uns muskalisch so viel mitgegeben haben, da├č wir erst dadurch auf ein Level kamen, das ├╝berhaupt erst erm├Âglicht hat, da├č wir das machen k├Ânnen, was wir heute machen! Man sagt heute oft, da├č wir mystische Musik machen. Aber mystische Musik machen zu wollen und wirklich zu machen, sind zwei Paar Schuhe. Wir wollten schon damals mystische Lieder schreiben, haben es aber einfach nicht gekonnt! Der Heavyteil von Stephan und die Mystik von meiner Seite waren schon immer da, aber wir haben es fr├╝her nie geschafft, beides auf einen Nenner zu bringen und konnten es einfach nicht ausdr├╝cken. Jetzt sind wir endlich an einem Punkt angelangt, an dem es f├╝r jeden super ist und die St├╝cke so klingen wie sie uns gefallen.

Stephan: Wichtig ist, da├č wir seither nur noch mit einer Gitarre arbeiten, was mehr Freiheit bedeutet. Au├čerdem kam G├╝nter als Keyboarder dazu, der ein super Musiker ist und Musikwissenschaften studiert. Thorsten, unser neuer Bassist, der ein ganzes St├╝ck j├╝nger ist, bringt Einfl├╝sse von viel h├Ąrterer Musik mit und gibt unserer Musik etwas Frisches. Zudem spielt er gleichzeitig Schlagzeug, was nat├╝rlich f├╝r die Zusammenarbeit in der Rhythmusgruppe sehr fruchtbar ist.

VANDEN PLAS-Livephoto 1

Thorsten, Du spielst gleichzeitig bei der Death Metal-Band ODIOUS Schlagzeug. Wie pa├čt das zusammen?

Thorsten: Ganz gut, denn ich h├Âre ohnehin nicht nur Death Metal, sondern eigentlich alles. Death Metal macht allerh├Âchstens 20 Prozent aus. Au├čerdem h├Âre ich dabei nicht diesen Hau-Ruck-Death Metal oder die Sachen, die mittlerweile schon in MTV breitgetreten werden, sondern eher die verspielten, anspruchsvollen Gruppen, wie beispielsweise CYNIC. Daher ist es nicht so weit weg wie man denkt.

Stephan: W├╝rden wir heute noch ausschlie├člich Sachen wie ÔÇ║FireÔÇ╣ machen, dann w├╝rde es Thorsten bestimmt nicht gefallen, aber wir haben mit ihm die Entwicklung von diesen einfacheren Sachen zu unserer jetzigen Musik durchgemacht. Wenn ich mir ODIOUS anh├Âre, dann haben sie vom Prinzip her eine ├Ąhnliche Struktur in den Liedern, nur, da├č sie viel h├Ąrter sind, w├Ąhrend wir alles melodischer gestalten. Viele ihrer Lieder enthalten zum Beispiel auch l├Ąngere Instrumentalparts, die total abgehen, in denen nur Riffs gespielt werden. Solche Instrumentalteile findet man auch bei uns in fast jedem Lied, nur da├č wir stattdessen einen sch├Ânen Soundteppich machen.

Letztendlich hat sich also in Eurer Musik eine Menge ver├Ąndert!

Stephan: Im Endeffekt mu├č ich sagen, da├č ich unheimlich froh bin, da├č wir endlich die Musik machen, die ich schon immer machen wollte, die Musik, die ich auch schon immer geh├Ârt habe. Jetzt haben wir die Leute zusammen, mit denen diese Entwicklung m├Âglich war. Okay, wir sind sicherlich sehr verschieden. Thorsten kommt von h├Ąrteren, Andy eher von weicheren Sachen, G├╝nter spielt in den Proben manchmal ganz abstruse Sachen, die er auf der Uni geh├Ârt hat, usw., aber im Endeffekt harmonieren wir miteinander und stehen alle hinter dem Stil, den wir heute spielen.

VANDEN PLAS-Headline 3

Schon mehr als einmal ist der Begriff ┬╗Colour Temple┬ź gefallen und jetzt wollen wir ihm auch noch einen Besuch abstatten. Was also ist der mysteri├Âse ┬╗Colour Temple┬ź? Die L├Âsung ist denkbar einfach, denn ┬╗Colour Temple┬ź ist die gerade erschienene CD von VANDEN PLAS, die wir nun zum Abschlu├č unter die Lupe nehmen wollen.

Erz├Ąhlt uns doch bitte etwas zur Entstehung von ┬╗Colour Temple┬ź!

Andy: Der ┬╗Colour Temple┬ź hat sich ├╝ber zwei Jahre entwickelt. Drei Titel sind schon so alt wie ┬╗Days Of Thunder┬ź, und der Rest hat sich dazugesellt. Jedoch pa├čten sich ┬╗Back To Me┬ź, ┬╗Push┬ź (welches damals noch ┬╗Love Will Find A Way┬ź hie├č - Red.) und ┬╗Winds Blows┬ź an den zeitgem├Ą├čeren Sound, den wir im Lauf der Jahre entwickelt haben, an. Das Konzept ist erst entstanden, nachdem sich ein S├Ąnger Gedanken ├╝ber die wirklichen Texte machte. Wenn eine CD ansteht, macht sich jeder zu seinem Part seine Gedanken und verfeinert ihn. Es war wirklich gravierend, was sich bei uns in dieser Hinsicht an den St├╝cken im letzten halben Jahr ge├Ąndert hat, obwohl sich im Konzept des Liedes nichts ge├Ąndert hat. Die Texte haben sich die ganze Zeit ├╝ber ver├Ąndert, und ich stehe nach wie vor dazu, da├č ich, wenn ich einen anderen Eindruck bekomme, den Text auch wieder ver├Ąndern werde. Es kann also sein, da├č ich irgendwann etwas zeitgem├Ą├čeres schreibe. Kurz vor den Aufnahmen von ┬╗Colour Temple┬ź reiften die Texte also zu dem, was man nun auf der CD h├Âren kann. Die Texte standen zu 80 Prozent und die 20 Prozent, die die Nuancen gesetzt haben und alles f├╝r jeden, der dies will, verst├Ąndlich machen, kamen erst im letzten halben Jahr hinzu. Aufgrund der Texte entstand auch die Idee ┬╗Colour Temple┬ź. ┬╗Colour Temple┬ź ist relativ neutral, h├Ârt sich gut an und ist ein ├ťberbegriff f├╝r das Ganze. F├╝r meinen Begriff haben alle Texte mit Menschlichkeit zu tun, und Menschlichkeit hat f├╝r mich einen ganz gro├čen Bezug zu Seele und Herz. Eine CD jedoch "The Heart" zu nennen w├Ąre banal. Daher haben wir es, wie auch in den Texten gehandhabt, statt es auf den Punkt zu bringen, mit Bildern, die wir versuchen, mit Worten zu malen, auszudr├╝cken versucht. Metaphorisch eben. ┬╗Colour Temple┬ź hat zwei Aussagen. Wenn ich "Tempel" h├Âre, dann f├╝hle ich mich zum einen heimisch, und zum anderen hat es f├╝r mich etwas mit Gebet, mit Glauben, zu tun. Um diese Thematik geht es sehr viel auf der CD, um Glauben, aber auch um Nichtglauben. Es wird nie mit dem Zeigefinger aufgefordert, an Jesus zu glauben, sondern ist immer ein Infragestellen und letzten Endes eine Hoffnung und ein Wegweiser. Auch wenn ein negativer Sachverhalt beschrieben wird, so hat es doch immer eine positive Aussage. "Colour" kommt daher, da├č ich in den letzten Monaten unheimlich viele Farben getr├Ąumt habe. F├╝r mich hat Farbe nicht nur mit etwas Visuellem zu tun, sondern auch mit Schwingungen, die wiederum etwas Gutes oder etwas B├Âses sein k├Ânnen, ebenso wie auch ein Tempel. In Kombination kann der ┬╗Colour Temple┬ź eine negative Glaubensst├Ątte, aber auch ein positiver Aberglaube sein. So werden in den Texten Themen ausgegriffen, die manche Leute positiv, andere negativ sehen und werden von verschiedenen Seite aus beleuchtet. Niemals mit einem Fingerzeig, sondern immer f├╝r jeden Betrachter f├╝r eigene Interpretationen offen lassend.

La├čt uns doch konkret werden und dies anhand einzelner Textbeispiele erl├Ąutern!

Andy: Der Text zu ÔÇ║AnytimeÔÇ╣ hat die Band unheimlich besch├Ąftigt. Er handelt vom Schicksal der sechsj├Ąhrigen Chary Weber, die vergewaltigt und umgebracht wurde. F├╝r mich wurde diese grausame Tat durch das Visuelle noch verst├Ąrkt, denn das M├Ądchen war Mulattin, war extrem h├╝bsch und ganz toll anzusehen. Daher wirkte es f├╝r mich noch viel schlimmer! Es war damals ein vierzehnt├Ągiges Bangen und Hoffen, w├Ąhrend man nach dem M├Ądchen suchte, an dem ich teilgenommen hatte, bis die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht kam. Der T├Ąter wurde gefa├čt, und es stellte sich heraus, da├č er drei Jahre zuvor ein ├Ąhnliches Verbrechen begangen hatte und wegen dieses Delikts in psychiatrische Behandlung gekommen war. Aus dieser wurde er aufgrund irgendwelcher Gutachten entlassen. Meines Erachtens h├Ątte dieser Mord nicht passieren m├╝ssen, wenn sich die betreffenden Gutachter dar├╝ber einig gewesen w├Ąren, da├č dieser Mann h├Ątte wieder etwas ├Ąhnliches tun k├Ânnen. Ich erz├Ąhle die Geschichte aus einem Blickwinkel, den ich im Grunde ├╝berhaupt nicht beurteilen kann, weil ich die individuelle Situation nicht kenne. Ich habe dennoch diesen Blickwinkel gew├Ąhlt, weil ich mich in ihn am besten reindenken kann und erz├Ąhle daher aus der Sicht des Vaters.
Ein anderer Titel, der mir sehr am Herzen liegt ist ÔÇ║Soul SurvivesÔÇ╣. Wenn man den Titel h├Ârt, denkt man sofort an Wiedergeburt, aber der Text handelt in Kombination ebenso von der Zerst├Ârung der Erde. Ich versuche beim Texten immer zwei- oder dreischichtig zu denken, weil mir viele Dinge gleichzeitig im Kopf herumgehen. Der Text behandelt den Punkt, an dem wir die Erde so weit vernichtet haben, da├č nur noch wenige Menschen ├╝berlebt haben. Wenn man nun an Wiedergeburt und Seelenwanderung glaubt, stellt der Text die Frage, wo die Seelen hingehen, wenn es nicht mehr gen├╝gend H├╝llen f├╝r sie gibt.
Bei ÔÇ║Back To MeÔÇ╣ geht's nicht um einen speziellen Krieg, sondern um Kriege generell und um die Angst, im Krieg jemand seiner n├Ąchsten Angeh├Ârigen zu verlieren.

Stephan: ÔÇ║FatherÔÇ╣ ist einer von Andys Texten, der mir sehr gut gef├Ąllt, weil er wie ein Gebet aufgebaut ist. Nicht die Aufforderung zum Beten, sondern wie jemand aus Verzweiflung an irgendetwas fleht. Das mu├č nicht Gott, Allah oder Buddha sein, sondern einfach die h├Âhere Macht, an die derjenige glaubt. Jeder glaubt an etwas Anderes, aber im Prinzip sagt jeder das Gleiche, in einer anderen Sprache, auf eine andere Art, aber letztendlich meint doch jeder das Gleiche. So kann jeder mit diesem Text etwas anfangen!

Andy: Wir wollen daher nicht so konkret werden, sondern es ist uns wichtig, da├č jeder H├Ârer sich miteinbringen kann und f├╝r sich seine eigene Wahrheit aus den Texten herausziehen kann.
ÔÇ║PushÔÇ╣ will ich noch herausgreifen, das von Rassendiskriminierung handelt. Es geht um zwei Outlaws verschiedener Hautfarbe, die beide gleich schlecht sind, wobei jedoch der eine als noch schlimmer angesehen wird, nur weil er ein Schwarzer ist, obwohl der wei├če Outlaw das gleiche verbrochen hat.

VANDEN PLAS-Livephoto 2

Mich hat besonders ÔÇ║JudasÔÇ╣ beeindruckt, in dem Du sagst, da├č Du in Dir selbst immer wieder den Judas ertappst! Du sagst also, da├č jeder zu einem gewissen Prozentsatz selbst ein Judas sein kann.

Andy: Es geht hierbei nicht so sehr um den geschichtlichen Judas, sondern der Name soll eher symbolhaft f├╝r negative Erfahrungen, die ich mit anderen Menschen gemacht habe, stehen. Zu gewissen Zeitpunkten, in gewissen Situationen kann jeder ein Judas sein. Wobei Judas nicht nur ein B├Âser ist, wie man anhand der biblischen Geschichte sieht, sondern er war vor allem ein Fanatiker, der oftmals zum B├Âsen getrieben wurde.

Es gibt eine interessante Story zum Cover von ┬╗Colour Temple┬ź, die Ihr mal erz├Ąhlen k├Ânntet!

Stephan: Als Andy sich f├╝r den "Kleinen Horrorladen" beim Intendanten des Pfalztheaters Kaiserslautern vorstellte, sah er in seinem B├╝ro eben diese Skulptur des italienischen K├╝nstlers Cesare Marcotto, die nun unsere CD ziert. Die Figur hei├čt bei Cesare "Der Mann, der aus der Wand kommt", w├Ąhrend wir eigentlich immer vom "T├Ąnzer" sprechen. Es handelt sich um eine Styrophorskulptur, die aus einer schwarzen Wand rauskommt. In der Figur kann man so viele verschiedene Sachen entdecken. Der eine Arm beispielsweise ist so angewinkelt, da├č man einen Adlerkopf darin entdecken kann. Am K├Ârper meint man eine herumkriechende Schlange zu sehen. Dreht man das Cover, sieht man eine Teufelsfratze mit H├Ârnern, und es sind noch viele andere Dinge drin, die man entdecken kann. Andy sah diese Figur, fand sie sofort super, und ihm war klar, da├č sie ideal f├╝r unser Cover ist. Auch wir haben n├Ąmlich ganz verschiedene Texte, die aber im Prinzip ein Grundger├╝st haben, genauso wie sich im T├Ąnzer ganz verschiedene Ansichten zu einem Gebilde zusammenf├╝gen. Cesare hat uns gestattet, sein Kunstwerk kostenlos zu verwenden, wof├╝r wir ihm unendlich dankbar sind, so sehr, da├č wir eine Danksagung ins Italienische ├╝bersetzen lie├čen und in der CD abgedruckt haben.

Andy: Eigentlich kannte keiner von uns Cesare. Eines Tages stand jemand vor mir im Gondrophon, wo ich arbeite, hat unsere CD in der Hand und fragte mich, welche Musik das sei. Ich sagte, da├č das die neue CD von uns sei und da├č er sie sich gerne anh├Âren k├Ânne. Da fragte er mich, "Kennst Du den K├╝nstler, der die Skulptur gemacht hat?", und ich antwortete, "Nein! Zumindest nicht pers├Ânlich!", woraufhin der Typ sagte, "Jetzt kennst Du ihn auch pers├Ânlich!", und mir die Hand hinreichte. Es war ein wahnsinniges Gl├╝cksgef├╝hl f├╝r mich, eben den K├╝nstler zu kennen, der uns unbewu├čt unser Cover gemacht hatte.

Welche Erwartungen setzt Ihr in ┬╗Colour Temple┬ź?

Andy: Meine Erwartungen an ┬╗Colour Temple┬ź sind im Grunde schon erf├╝llt! Bei allem anderen ist mir mittlerweile bewu├čt, wie sehr es mit Protegierungen, Marktstrategien, etc. zusammenh├Ąngt. Wenn wirklich mehr mit ┬╗Colour Temple┬ź passieren wird, dann wird es sehr viel mit Gl├╝ck zu tun haben, aber das Gl├╝ck kann man nur haben, wenn man wirklich ein gutes Produkt zu bieten hat. Und ich bin so vermessen zu sagen, da├č ┬╗Colour Temple┬ź alles hat, was dieses Gl├╝ck herausfordert. Auf jeden Fall, und so vermessen bin ich ebenfalls, wird in eineinhalb bis zwei Jahren die n├Ąchste CD erscheinen und meines Erachtens in der gleichen Besetzung.

Da kann ich mich nur mit dem Ausdruck meiner Hoffnung, da├č dies wirklich der Fall sein wird, anschlie├čen. ┬╗Colour Temple┬ź ist nicht nur ein phantastisches Album geworden, sondern ein rundes, in sich abgeschlossenes Bild. Die unerl├Ąssliche, phantastische Musik der Marke "viel Power, sehr melodisch und leicht progressiv mit Drive und Energie gespielt" allein macht VANDEN PLAS international konkurrenzf├Ąhig. Besonderes Plus ist nat├╝rlich der ausdrucksstarke Gesang von Andy, der f├╝r mich mittlerweile zur absoluten Elite der Heavy-Organe geh├Ârt, womit nat├╝rlich nicht das gewandte Spiel der anderen vier VANDEN PLAS-Musiker in Frage gestellt werden soll! Eine druckvolle und durchsichtige Produktion sorgt daf├╝r, da├č vom vorhandenen Potential auf dem Weg zum H├Ârer nichts verlorengeht. Es folgen die unendlichen Texte, in die man sich zu einer Schatzsuche versenken kann, ohne da├č man penetrant dazu gen├Âtigt werden w├╝rde. Aber auch solch' kleine Details wie die abgedruckten Photos, die man zun├Ąchst mal als undeutlich und verschwommen klassifizieren mag, bei denen aber schon nach k├╝rzester Zeit deutlich wird, welch brillantes Farbspiel darauf schillert. Das i-T├╝pfelchen ist das fesselnde Cover, zu dem mein Blick immer wieder wandert und meiner Fantasie immer neue Ideen einfl├╝stert. Formvollendet und unausweichlich! Es wundert mich nicht, da├č die erste Tausenderauflage bereits ausverkauft ist, so da├č die CD nachgepresst werden mu├čte. Einer der besten unsigned Tips der letzten Jahre - mit UNDERGROUND EMPIRE-Garantie! F├╝r 30,- DM + 3,- DM Porto k├Ânnt auch Ihr der stolze Besitzer eines solchen Meisterwerkes werden.

Somit nicht nur die Fokussierung auf eine herausragende Ver├Âffentlichung und die Abkl├Ąrung der Entwicklungsgeschichte, sondern auch das Gesp├Ąch rund um eine andere Welt, in die wir mit VANDEN PLAS eintauchen durften, um interessante Aspekte zu entdecken. Auch wenn so viele Fragen an diesem Abend ungefragt blieben und von dem, was gesagt wurde, so vieles ungeschrieben bleibt, ende ich nun zufrieden, mit der Hoffnung einer bestechenden Band einen kleinen Kick nach vorne gegeben zu haben und Euch auf die F├Ąhrte eben der selben gebracht zu haben.

http://www.vandenplas.de/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

Photos: Stefan Glas [Photo 2 & 3]

VANDEN PLAS im ├ťberblick:
VANDEN PLAS – Beyond Daylight (Rundling)
VANDEN PLAS – Christ0 (Rundling)
VANDEN PLAS – Chronicles Of The Immortals - Netherworld (Path One) (Rundling)
VANDEN PLAS – Chronicles Of The Immortals: Netherworld (Path Two) (Rundling)
VANDEN PLAS – Colour Temple (Re-Release)
VANDEN PLAS – Days Of Thunder (Demo)
VANDEN PLAS – Far Off Grace (Re-Release)
VANDEN PLAS – Son Of Utopia (Rundling)
VANDEN PLAS – Spirit Of Live (Rundling)
VANDEN PLAS – The God Thing (Re-Release)
VANDEN PLAS – The Seraphic Clockwork (Rundling)
VANDEN PLAS – UNDERGROUND EMPIRE 1-Interview
VANDEN PLAS – UNDERGROUND EMPIRE 5-"German Metal"-Artikel
VANDEN PLAS – UNDERGROUND EMPIRE 7-Interview
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 10-Interview
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 12-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 19-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 25-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 26-Interview
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 28-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 28-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 29-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 30-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 46-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 48-"Living Underground"-Artikel
VANDEN PLAS – ONLINE EMPIRE 71-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗The Seraphic Live Works┬ź
VANDEN PLAS – News vom 01.06.1990
VANDEN PLAS – News vom 28.07.1992
VANDEN PLAS – News vom 05.06.1998
VANDEN PLAS – News vom 28.10.2000
VANDEN PLAS – News vom 27.02.2003
VANDEN PLAS – News vom 16.09.2007
VANDEN PLAS – News vom 01.10.2007
VANDEN PLAS – News vom 17.06.2011
VANDEN PLAS – News vom 21.10.2011
VANDEN PLAS – News vom 21.04.2012
Playlist: VANDEN PLAS in der Kategorie "All-Time-Faves" auf Platz 5 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Beyond Daylight« in "Jahrescharts 2002" auf Platz 1 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Christ0« in "Jahrescharts 2006" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Far Off Grace« in "Jahrescharts 1999" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Fire« in "Cavelist Metal Hammer 09/92" auf Platz C von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Fire« in "Cavelist Metal Hammer 11/92" auf Platz C von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Headless« in "Playlist Metal Hammer 02/91" auf Platz 5 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »Headless« in "Playlist Metal Hammer 23-24/90" auf Platz 4 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »The God Thing« in "Jahrescharts 1997" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »The Seraphic Clockwork« in "Jahrescharts 2010" auf Platz 5 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow Frankfurt, Spritzehaus 04.11.1999 in "Jahrescharts 1999" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow Kaiserslautern, Cotton Club 26.01.2000 in "Jahrescharts 2000" auf Platz 3 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow München, Backstage-Halle 20.05.2016 in "Jahrescharts 2016" auf Platz 3 von Gerald Mittinger
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow Paris, Caf├ę de la danse 25.11.1997 in "Jahrescharts 1997" auf Platz 1 von Stefan Glas
siehe auch: CD zum Musical "Nostradamus", bei dem VANDEN PLAS mitwirken
andere Projekte des beteiligten Musikers Andy Kuntz:
ABYDOS – Abydos (Rundling)
ABYDOS – ONLINE EMPIRE 31-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Abydos┬ź
Playlist: ABYDOS-Album »Abydos« in "Jahrescharts 2004" auf Platz 6 von Stefan Glas
siehe auch: Review der ''Abydos''-Urauff├╝hrung
AMASEFFER – News vom 14.06.2006
ATLANTYCA – To Nowhere And Beyond (Rundling)
LADY BLUSH – News vom 29.09.2007
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
NO GRAVITY – News vom 06.03.2011
SEMANTIC SATURATION – Solipsistic (Do It Yourself)
siehe auch: Andy Kuntz als Coverk├╝nstler f├╝r ONLINE EMPIRE 1
andere Projekte des beteiligten Musikers Andreas Lill:
HEADCRASH – News vom 04.11.2013
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
Ian Parry – Visions (Rundling)
SECTION A – The Seventh Sign (Rundling)
WINTERLONG (S) – Second Coming (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Stephan Lill:
Ian Parry's CONSORTIUM PROJECT – Criminals & Kings (Re-Release)
CONSORTIUM PROJECT II – Continuum In Extremis (Rundling)
CONSORTIUM PROJECT III – News vom 06.08.2003
CONSORTIUM PROJECT V – News vom 11.01.2010
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
Ian Parry – Visions (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Torsten Reichert:
ODIOUS (D) – ...And Seemingly For Myself (Demo)
Ian Parry – Visions (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers G├╝nter Werno:
CONSORTIUM PROJECT II – Continuum In Extremis (Rundling)
DC Cooper – DC Cooper (Rundling)
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
PLACE VENDOME – Close To The Sun (Rundling)
PLACE VENDOME – Place Vendome (Rundling)
David Readman – News vom 06.06.2007
SECTION A – The Seventh Sign (Rundling)
SUNSTORM – News vom 29.01.2009
┬ę 1989-2021 Underground Empire


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