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ARTCH

beim
"Wacken Open Air"-Festival 2001

Wacken, "Wet-Stage"

04.08.2001

Ich muß gestehen, daß ich damals - also anno 1988 - als das Debut des norwegischen Fünfers ARTCH erschien, nur mäßig begeistert war. Klar, die Songs waren kraftvoll, der Sänger Eric Hawk klang wie der kleine Bruder von Bruce Dickinson, aber außer dem Überkracher ›Another Return To Church Hill‹, wofür ja übrigens ARTCH das Kürzel ist, wollten mich das nicht so richtig überzeugen. Deswegen hatte ich mir den Nachfolger »For The Sake Of Mankind« nicht geholt. Welche ein Fehler, wie ich Jahre später bei einem Kumpel feststellen durfte...
Anyway, will Euch ja nicht mit meinen Fehltritten und Versäumnissen nerven und komme mal zum Geschehen in Wacken. Etwas angenervt ob der Umterminierung einiger Bands durch das unverschuldet verspätete Eintreffen von ANNIHILATOR und CREMATORY (warum hat man die nicht einfach ausfallen lassen?) und des deshalbigen Nicht-Gleichzeitig-Sehen-Könnens von JAG PANZER und ARTCH stand ich also etwas geladen in dem miefigen Wet-Tent und harrte der Dinge, die da passieren sollten.

ARTCH-Liveshot

Und bereits mit den ersten Tönen wurde klar, daß ARTCH und allen voran Sänger Eric Hawk, der ja eigentlich Erikur Hauksson heißt *g*, nichts verlernt haben. Absolut unverfälschter, kraftstrotzender Heavy Metal, der sofort in die Beine, den Bauch und den Nacken ging. Egal ob nun Stampfer wie ›Shoot To Kill‹ oder etwas epischere Songs wie ›Burn Down The Bridges‹, die wenigen Freaks vor der Bühne rasteten völlig aus! Die Musiker selbst konzentrierten sich auf ihre Songs, und verzichteten auf jegliche Showeinlagen, was ihnen wahrscheinlich eh keiner abgenommen hätte und auch völlig überflüssig gewesen wäre. Lustig fand ich die Anekdote als Eric fragte, ob denn irgendwelche Norweger anwesend wären und annähernd ALLE Anwesenden "Ja!" brüllten... Entweder war ich fast der einzige Nicht-Skandinavier vor Ort oder einige hatten aufgrund irgendwelcher illegaler Substanzen ihren internen Übersetzer außer Kraft gesetzt. Egal, der Gig war endlos überzeugend und ich habe keine Sekunden bereut, JAG PANZER versäumt zu haben. Und ja, ich weiß, wie gut sie waren...
Als abschließend die oben genannte Bandhymne erklang, wollte niemand so recht glauben, daß es damit beendet werden sollte. Ich hatte leider keine Zeit noch lange auf Zugaben zu hoffen, die eh nicht kamen, da ich im Dauerlauf zu CULPRIT eilen mußte.
Ich kann nur hoffen, daß ARTCH ihren Hintern noch mal hoch bekommen und vielleicht mal 'ne Clubtour durchziehen, da viele die Band wohl auch aufgrund von JAG PANZER nicht gesehen haben... Power To The Artches!


Holger Andrae

Photo: Stefan Glas

ARTCH im Überblick:
ARTCH – Another Return (Re-Release-Review von 2002)
ARTCH – For The Sake Of Mankind (Re-Release-Review von 2002)
ARTCH – ONLINE EMPIRE 8-"Living Underground"-Artikel
andere Projekte des beteiligten Musikers Eirikur "Eric Hawk" Hauksson:
DRÝSILL – Welcome To The Show (Re-Release-Review von 2015)
Eirikur "Eric Hawk" Hauksson – News vom 11.04.2007
KENS DOJO – News vom 25.06.2010
andere Projekte des beteiligten Musikers Bernt "Flash" Jansen:
Jorn – News vom 28.08.2012
SWING OF DEATH – News vom 11.11.2009
WIG WAM – Wig Wam (Do It Yourself-Review von 2002)
WIG WAM – Wig Wamania (Rundling-Review von 2006)
WIG WAM – ONLINE EMPIRE 25-Special
WIG WAM – News vom 14.03.2014
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