UNDERGROUND EMPIRE 6-Datasheet |
Contents: RAGE (D)-Rundling-Review: »Trapped« |
Date: 11.04.1992 (created), 01.08.2011 (revisited), 22.01.2022 (updated) |
Origin: UNDERGROUND EMPIRE 6 |
Status: published |
Task: from paper to screen |
Availability: original printed issue still available, order here! |
Comment: Bewertung aus heutiger Sicht: 12 Zusätzlicher Kommentar:
Diese niedrigere Berwertung meinerseits ist damit zu erklären, daß Heinz-Günter ein ausgesprochener RAGE-Fan war, der hier verständlicherweise eine sehr hohe Note gezückt hat. Sicherlich ist »Trapped« eine sehr gute Platte, die von mir etwas neutralere, aber fraglos verdiente 12 Punkte erhält. |
Supervisor: Stefan Glas |
RAGE (D) – Trapped
NOISE RECORDS/SPV
Gestern, ich sitze gerade am PC und hacke eine Demokritik nach der anderen in meine leidgeprüfte Tastatur, kommt Stefan vorbei und meint, er hätte da was für mich! Die Blätter mit Demokritiken hatte ich schon entdeckt und dachte, "Oh nein, nicht noch mehr!" Doch dann hält er mir die neue RAGE vor die Nase und schon trifft der Titel des neuesten Werks der Wüteriche voll zu: Ich bin gleich total gefangen, und wenige Sekunden später kommen dann die ersten Klänge aus den Speakern: AH! Was lange währt, wird endlich gut! Gleich 13 Titel sind auf der Vorab-CD, fast alle über vier Minuten Spielzeit (oder mehr)! Doch was ist aus der Musik der Drei geworden? Nun, zunächst ist mal sehr positiv zu bemerken, daß das fünfte Rad am Wagen, der völlig überflüssige Keyboarder nicht mehr zu hören ist, trotzdem kommt der Sound wahnsinnig fett rüber, das Repertoire reicht, wie schon auf den Vorgängern, von etwas melodischeren Metal-Songs bis zu absolut knallharten Speedgranaten! Vom Instrumentellen her: Perfekt wie immer! Die auffallenste Veränderung ist die Stimme von Shouter Peavey, der hier - eigentlich konsequent - seine stimmlichen Fähigkeiten verbessert hat, und das geilen Kreischen etwas von melodischen Gesangssequenzen zurückgedrängt wird. Es wird jedoch immer darauf geachtet, nicht bei billigen Allgemeinplätzen zu bleiben, sondern einen sehr eigenständigen Sound und Stil beizubehalten, was auch zu 100 Prozent gelingt. Man muß allerdings auch dazu sagen, daß alles bei weitem nicht mehr so eingängig ist wie bei den Vorgänger-LPs. Trotzdem zwölf Songs lang RAGE at it's best! Zwölf? Ja richtig, ich sage anfangs was von dreizehn, das kommt daher, daß ein Cover auf der CD zu finden ist. Ein Song, den alle von Euch kennen, ›Fast As A Shark‹ von ACCEPT. Ich bin eigentlich ein Gegner von Coversongs, sind sie doch meist die Ausrede für Ideenlosigkeit, hiervon kann bei RAGE jedoch keine Rede sein. Vielmehr sehe ich es hier als eine Ehrung der Kollegen, den Killersong von ACCEPT nahezu unverändert und mit einer Power zu spielen, die dem Original in nichts nachsteht. Super!
Alles zusammen gesehen: RAGE on! Und see you on tour!
überragend | 17 |