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”UNDERGROUND EMPIRE 3”-Datasheet

Contents:  DIE MUSIKERBÖRSE-''Über-, Ein-, Durchblick''-Artikel

Date:  Juni 1990 (created), 28.01.2010 (revisited), 17.02.2017 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 3

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several later issues still available; find details here!

Comment:

Schon TWILIGHT ZONE hatten davon berichtet, daß sie einen ihrer Mitmusiker dank der MUSIKERBÖRSE fand. Ansonsten war es Bettina gewesen, die mich seinerzeit auf den "Deutschen Rock- & Pop-Musikerverband" aufmerksam machte, bei dem ich seit diesem Zeitpunkt Mitglied bin.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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DIE MUSIKERBÖRSE-Logo

Neugegründete Bands haben es schwer - in jeder Beziehung. Wenn dann noch ein Mitglied aussteigt und man monatelang nach einem Nachfolger suchen muß, dann ist das ein denkbar schlechter Start. Aber genau die gleichen Probleme in Sachen "Besetzungswechsel" haben auch schon etwas etabliertere Acts. In einer solchen Situation kann die MUSIKERBÖRSE schon sehr hilfreich sein. Daher möchte ich hiermit, nach meinem Artikel im METAL HAMMER, diese Organisation nochmal etwas ausführlicher vorstellen. Bettina Henrich, die Macherin der MUSIKERBÖRSE, erzählte zunächst etwas von den Anfängen:

"Ich mache selbst Musik und habe desöfteren schon in einer Konzertagentur und einem Tonstudio gejobt, wodurch ich Kontakte zu vielen Musikern erhielt. Ich wurde dann auch desöfteren privat angesprochen, ob ich nicht zufällig einen möglichen Musiker für diese oder jene Band kennen würde. Da das meistens klappte, kam ich auf die Idee, die Sache öffentlich zu machen." So war die MUSIKERBÖRSE im Juni 1989 geboren. Wie genau sieht Bettina ihre Organisation? "Ich würde sie als Anlaufstelle für Bands oder Einzelmusiker aller Stilrichtungen, die noch Mitspieler suchen, ansehen. Das Hauptaugenmerk liegt momentan auf allen Spielarten des Heavy Metals."

Was natürlich auch maßgeblich ist, wäre die Frage wie weit der "Einzugsbereich" der MUSIKERBÖRSE reicht. "In Nord-Rheinwestfalen bin ich schon ganz gut bestückt, aber es geht nun auch darüber hinaus, daß auch Leute aus Hannover, Hamburg, etc. schreiben. Da gibt es natürlich große weiße Flecken auf der Landkarte, aber das ist jetzt im Aufbau, und so kann ich eventuell auch für Leute, die weiter von Düsseldorf weg wohnen, etwas tun. Außerdem gibt es genügend Leute, die nicht ortsabhängig sind." Es ist also immer einen Versuch wert, zumal Bettina auch Kontakte zu ähnlichen Organisationen in den USA und Großbritannien pflegt. Wie kam das zustande? "Ich erhielt die Adresse einer Frau in Los Angeles, die professionell Musikervermittlung betreibt. Von ihr erhielt ich die Adresse einer Frau in England, die das gleiche macht. Somit ist das für Profimusiker interessant, weil ich die dann weiterleiten kann."

Der Vorteil der MUSIKERBÖRSE ist natürlich, daß dies eine Stelle ist, an die sich alle wenden können und somit weitaus sinnvoller ist als Kleinanzeigen, denn "da bezahlt man viel Geld, und bis die Kleinanzeige drei Monate später erscheint, ist alles eventuell überholt. Oder es melden sich Leute, die überhaupt nicht zur Band passen, denn in einer Kleinanzeige kann man eben nicht besonders viel schreiben."

Inzwischen hat sich die Sache entwickelt, denn Bettina ist von Karteikarten auf Computer umgestiegen, "Ja, ich habe da so ein etwas älteres Stück geerbt. Der Computer", der aussieht wie ein Mikrowellenherd, "ist aber dennoch sehr brauchbar für meine Zwecke." Das hilft also schon, Zeit zu sparen, denn zeitintensiv ist die Arbeit der MUSIKERBÖRSE schon. "Ich mache die Sache, weil es mir Spaß macht. Außerdem gibt es Phasen, die mal ruhiger sind, und dann geht's mal wieder tierisch rund, so wie momentan."

Du verlangst 10,- DM Gebühr. Reich kannst Du damit bestimmt nicht werden. "Nee, aber ich mache das primär für kleine Bands. Bei Profibands und Plattenfirmen, was jetzt auch langsam beginnt, verlange ich schon etwas mehr, denn schließlich haben die das Geld!" Dieses Geld soll dann aber wieder investiert werden, "denn ich will ein Festival mit guten, unbekannten Bands veranstalten, und das kostet eben..."

Wenn Ihr Euch also zu den Auserwählten zählt, die in einer Band spielen, die noch Musiker suchen, dann schreibt doch mit einem frankierten Rückumschlag an die MUSIKERBÖRSE. Ihr erhaltet dann Infos zu der ganzen Organisation, und wenn Ihr dann die MUSIKERBÖRSE bemühen wollt, so wird es Euch, wie schon erwähnt, 10,- DM kosten. Ein echter Klacks, wenn man bedenkt, daß Ihr dadurch eventuell den lange gesuchten Mitmusiker findet, oder?

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

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