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”UNDERGROUND EMPIRE 3”-Datasheet

Contents:  Die Elbenstadt-"Die Sagen von Dawnia"-Kapitel

Date:  1990 (created), 16.02.2010 (revisited), 17.02.2017 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 3

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several later issues still available; find details here!

Comment:

Wir haben bereits die H√§lfte des leider unvollendeten Meisterwerks erreicht. Da Heinz-G√ľnter in der sechsten Ausgabe pausieren mu√üte, sollten insgesamt sechs Kapitel von "Die Sagen von Dawnia" in UNDERGROUND EMPIRE erscheinen. Ob und wie weit Heinz-G√ľnter die Story weitergestrickt hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Supervisor:  i.V. Stefan Glas

 
 

Titel: Die Sagen von Dawnia

Die Elbenstadt

Doch nun kommt mit mir, der Tag neigt sich schon, und Ihr seid bestimmt sehr hungrig!"

Ila nickte zustimmend und folgte dem alten Mann, der behenden Fu√ües √ľber die Mauerreste geklettert war und nun gem√§chlich auf die Ruinen der Stadt zuging. Ila beeilte sich, ihm zu folgen.

"Seltsam", dachte sie. "Dort geht ein fremder Mann, ein fremdes Wesen, das sich als einer der legend√§ren Elben ausgibt, mich vielleicht schon tagelang verfolgt und beobachtet hat und mich hier fast zu Tode erschreckt, und was mache ich? Ich folge ihm brav nach Hause zum Essen! Wer wei√ü, was Elben √ľberhaupt essen! Vielleicht sogar ger√∂stete Hexen!" Ila war gar nicht wohl, doch sie wu√üte da√ü dieser Quahlin im Moment ihre Rettung war, und so verwarf sie ihre Gedanken wieder: "Unsinn, der Alte sieht doch recht freundlich aus, und wenn er mir h√§tte was antun wollen, w√§ren da genug bessere M√∂glichkeiten gewesen. Ich war ziemlich unvorsichtig. Doch geschehen ist geschehen; ich werde eben in Zukunft besser aufpassen m√ľssen."

Ganz in Gedanken war Ila die Mauer hinabgeklettert und sah nun wieder den Elb, der sie freundlich ansah und auf sie wartete.

"Folge mir, wir werden nun durch die beklagenswerten Reste der einst so stolzen Stadt gehen. Fr√ľher einmal, ja, da war hier noch das Leben zu Hause - sagt man! Die Zeit vergeht, und die Menschen √§ndern sich; einige hundert Jahre ist das nun schon her. Heute lebt niemand mehr, der bei der Zerst√∂rung dabei war, und viele Elben wissen nur aus den Geschichten am Feuer √ľber diese Stadt. Ja, auch die Elben vergessen - und das ist schlimm - sehr schlimm! Die Gefahr f√ľr die V√∂lker ist gro√ü, gr√∂√üer als je zuvor, und wir Elben werden immer schw√§cher. Ein zweiter gro√üer Krieg w√ľrde uns und alle V√∂lker dahinraffen und die wenigen √úberlebenden w√ľrden der Sklaverei verfallen. Doch noch ist es nicht soweit, und deshalb bin ich froh, da√ü Du gekommen bist, obwohl ich gehofft hatte, da√ü es nie soweit kommen w√ľrde."

Ila folgte Quahlin wortlos durch die Tr√ľmmer. Viele Fragen brannten in ihr, doch sie sp√ľrte, das es nicht an der Zeit war, sie zu stellen. So betrachtete sie die ru√ügeschw√§rzten Mauern, die rechts und links von ihr auf ihren endg√ľltigen Zerfall warteten: trostlose Reihen von staubbedeckten Mauern und Felsen. Trotzdem konnte sich Ila gut vorstellen, da√ü hier einmal vor langer Zeit gl√ľckliche Familien gelebt hatten, die frei und stolz waren, auf sich und ihren Besitz. Viele der Mauern zeigten noch die inzwischen verbla√üten Malereien, die nicht selten den Hausbesitzer und seine Familie zeigte. Es waren sch√∂ne Bilder, und sie zeigten das sch√∂nste der V√∂lker Dawnias. Ila konnte den L√§rm der lebenden Stadt h√∂ren, das Marktgeschrei, das laute Geschw√§tz der Frauen, die Stimmen der Elben, Kinderlachen...

Erst jetzt bemerkte Ila die Stille, die √ľber der Geisterstadt lag. Kinderlachen! Ihr Kind machte sich nun auch schon bemerkbar, denn ihr Bauch wurde deutlich dicker. Wie w√ľrde das nur ausgehen?

Immer noch folgte sie dem Elben, der f√ľr Ila wie die Erf√ľllung eines Kindertraums erschien. Wie oft hatte sie getr√§umt, da√ü die Geschichten ihres Gro√üvaters wahr w√ľrden, und nun folgte sie einem echten Elben, der sie durch die legend√§re Stadt der Elben f√ľhrte. Inzwischen war Quahlin einige Male in kleinere Wege eingebogen und sah sich vorsichtig um. Wieder und wieder blieb er stehen und bedeutete Ila, sich still zu verhalten. Gespannt horchte er in die Ferne, und auch Ila versuchte, einen Laut zu h√∂ren, doch au√üer dem Wind war nichts zu h√∂ren und erleichtert wollte sie weitergehen.

"Yrch!" zischte Quahlin energisch, und Ila erstarrte wieder. Ila wu√üte zwar nicht wer oder was Yrch ist, doch sie sp√ľrte die Spannung von Quahlin. Es erschien Ila wie eine Ewigkeit, bis der Elb sich wieder entspannte und sagte:

"Kommt, es ist nicht mehr weit!"

Und wirklich, nur kurze Zeit sp√§ter betraten die beiden die √úberreste eines Hauses durch einen Zugang, den Ila erst sah, als sie direkt davorstand. Sie traten ein, gingen einige Stufen hinab und standen dann vor einer schweren Eichent√ľr. Der Elb √∂ffnete sie, und sie traten in einen kleinen, behaglich eingerichteten Raum.

"Dies ist mein Zuhause" verk√ľndete Quahlin mit einer gewissen Trauer in der Stimme. "Setz' Dich, ich werde etwas zu Essen bereiten."

Ila sah sich interessiert um. Sie war √ľberw√§ltigt von der schlichten Sch√∂nheit und der Heimeligkeit, die der Raum ausstrahlte. So etwas h√§tte sie nicht erwartet. Nicht in diesem Ruinenfeld. Nach ihrer langen Zeit im Wald empfand sie ein richtiges Dach √ľber dem Kopf als das Sch√∂nste, das es gab. Nicht, da√ü ihr der Wald nicht gefallen hatte, oder gar, da√ü sie ihn f√ľrchtete, im Gegenteil, sie hatte innerlich eine Freundschaft mit dem Wald geschlossen, doch trotzdem f√ľhlte sich Ila nirgendwo sicherer als in einem Haus. Ihr fielen wieder die eisigen Winterabende ein, in denen sie mit ihrem Gro√üvater vor der Feuerstelle gesessen hatte und die alten Sagen erz√§hlte. In diesen Geschichten wurden alte V√∂lker wieder lebendig, G√∂tter kamen aus der Versenkung zur√ľck, Fabelwesen k√§mpften, grimmige Zwerge trieben H√∂hlen in die Erde, und die fr√∂hlichen Hobbits bestellten ihre Felder und lachten √ľber diejenigen unter ihnen, die auf gef√§hrliche Abenteuer gingen... Eine friedliche Zeit! Aber, waren es nur Geschichten? War alles nur erfunden? Gedichtet? Oder gab es sie wirklich, die Magier, die Zwerge, Hobbits, Trolle, Orks und Drachen? Hatte er wirklich stattgefunden, der Krieg der V√∂lker, der die Menschen zu dem gemacht hatte, was sie heute waren: ein H√§ufchen Elender, die unter einer Gewaltregierung, abgeschnitten von der Au√üenwelt, vor sich hin rottete; verstaubt und geistig tot? Ila konnte es nicht fassen, doch sie war mitten in dieser Elbenstadt, die im Krieg zerst√∂rt wurde, sie hatte mit einem Elb gesprochen, der diesen Krieg auch schon erw√§hnt hatte. Entsetzt erkannte Ila die Wahrheit: Sie war die einzige der Menschen, die √ľberhaupt von der Existenz der Geschichte wu√üte, doch sie war als Hexe verbannt, und niemand w√ľrde ihr glauben; sie konnte ihr Volk nicht aufkl√§ren.

Als Quahlin mit einem herrlich duftenden Braten wieder in das Zimmer trat, fand er Ila weinend in einem Sessel.

Lautlos setzte sich der Elf an den Tisch, schnitt den Braten an, probierte ein St√ľck davon und zufrieden gab er Ila ein kr√§ftiges St√ľck. Bed√§chtig nahm er sich auch ein kleines St√ľck und sagte dann:

"Ich sehe, vieles bedr√ľckt Euch und bek√ľmmert Eure Seele, doch verge√üt den Kummer f√ľr ein Weilchen und e√üt. Dann haben wir Zeit zu reden, und mit vollem Magen scheint die Welt nicht mehr so d√ľster. Greift zu! Ich hoffe es schmeckt Euch."

Ila war von der warmherzigen Freundlichkeit, die diese Worte ausstrahlten erfreut, und ein wenig erleichtert wischte sie ihre Tr√§nen ab, um dann den Braten zu probieren. Es war ein v√∂llig fremder Geschmack, kr√§ftig, aber trotzdem etwas s√ľ√ülich. Ila sp√ľrte sofort, da√ü der Elb in der Kr√§uterkunde gebildet war, denn der frische Geschmack blieb lange auf der Zunge haften und gab Ila schnell ein Gef√ľhl der S√§ttigung und der Freiheit. Frei? Ja, das war sie nun wohl. Losgel√∂st von jeder Ordnung, von jeglichem Verbot und jedwedem Gesetz. Frei aber auch von ihrer Familie, ihren Verwandten, ihren Freundinnen - frei von allen Menschen! Sie war allein, nur Quahlin war bei ihr, und sie hoffte, da√ü er sich als Freund erweisen w√ľrde. √úber ihre Gedanken hatte Ila gar nicht gemerkt, wie sie ihren Teller leergegessen hatte und da√ü der ebenfalls ges√§ttigte Elb sie ansah. Wieder f√ľhlte sie die W√§rme, die von seinem offenen L√§cheln ausging, aber zum ersten Mal sah sie den tiefen Schmerz der Trauer in seinen Augen. Die beiden Gegens√§tze verwirrten Ila, doch sie wurde in ihren Gedanken unterbrochen.

"Wie ich sehe, hat Euch mein Mahl geschmeckt! Ich habe mir auch viel M√ľhe gegeben und es mit einem kostbaren Gew√ľrz verfeinert, welches nur im Land der Elben gedeiht und selbst dort nur zu wichtigen Anl√§ssen benutzt wird. Es wird von den Elben Ambersa genannt! Merkt Euch den Namen - denn der Besitz dieser Pflanze ist in den L√§ndern mehr wert als Gold und Mithrilsilber!

Doch nun ist es an der Zeit, √ľber einige Dinge zu reden und einen sehr wertvollen Schatz zu gewinnen: Wissen! Ich denke, es ist das Beste, Ihr erz√§hlt Eure Geschichte, von Eurer Herkunft und warum Ihr - hochschwanger - allein durch Euch unbekannte W√§lder irrt. Zudem: Wie kommt Ihr zu dem Mal der Hexen? Ihr seid keine, wenn ich mich nicht sehr irre, doch... beginnt, wir haben heute viel Zeit dazu!"

Der Elb lehnte sich zur√ľck und sah Ila interessirt an, als sie begann: Sie berichtete von der verwahrlosten Stadt Acrelon, die nun von einem grausamen Herren gepeinigt wurde; von ihrer Familie, den Rocklafors, die zur ehemaligen Herrscherklasse geh√∂rte, die jedoch nun gezielt verfolgt und umgebracht wurde. Sie erz√§hlte von Garth Lothion, ihrem Gemahl, der ihr dieses Kind schenken wird, das sie bei sich trage; sie erz√§hlte von ihrer selbstm√∂rderischen Anklage, in der sie den K√∂nig und seine Schergen bezichtigte, ihre Mutter get√∂tet zu haben und ihren Vater in einem Kerker gefangenzuhalten. Dies hatte ihr die Verbannung eingebracht, die Brandmarkung als Hexe. Ila sprach von den zahllosen Frauen, die schon vor den Toren der Stadt gestorben waren, elendiglich verhungert oder von Tieren get√∂tet, allein, ohne auf die Hilfe der Stadtbewohner hoffen zu k√∂nnen. Es war verboten, den Verbannten auch nur ein Brot zu geben. Viele der Bedauernswerten hatten schon vor ihr, die Rettung im fernen Wald gesucht, doch nie kam auch nur eine zur√ľck. So hatte Ila gehofft, auf die √úberlebenden zu treffen, als sie in den Wald ging. Ila traf niemand und wanderte weiter. Sie berichtete von Ihrer Wanderung und beendete ihre Geschichte mit der Stelle, an der sie von Quahlin so erschreckt wurde.

"Es ist √ľberhaupt verwunderlich, da√ü Ihr noch lebt!" meinte der Elb, nachdem sie geendet hatte. "Der Wald birgt mehr Gefahren, als Ihr erlebt habt und vielleicht vermutet. Das Verhungern ist an sich die geringste Gefahr, wenn man sich zu ern√§hren wei√ü. Ihr aber k√∂nnt von Gl√ľck sagen, da√ü ich Euch zu dieser Zeit schon entdeckt hatte und in die H√∂hle bringen konnte. Ihr seid vor Ersch√∂pfung und Hunger einfach zusammengebrochen, und ich bef√ľrchtete, Euch schon tot zu finden. Nun, ihr wart nur bewu√ütlos, und so versorgte ich Euch mit allem, was Ihr brauchtet: Ruhe und Schlaf! Hier allerdings mu√ü ich Eure Geschichte ein wenig berichtigen, denn sieben Tage und N√§chte habt Ihr geschlafen, bevor Ihr durch meinen Trunk geweckt wurdet. Lange habe ich mich gewundert, da√ü Ihr mich nicht sehen konntet, denn ich stand nur einige Schritte von euch entfernt, doch dann wurde ich mir bewu√üt, da√ü unsere Elbenm√§ntel uns vor den Blicken fremder V√∂lker sch√ľtzen. So konnte ich mich Dir erst in der Stadt zeigen - und so erf√ľllt sich die Verhei√üung: "Aus den Tr√ľmmern wird alles neu - ein Tor nach S√ľden wird sich √∂ffnen, und sie wird kommen! Die Errettung der Elben und die Vernichtung des b√∂sen Valar!"

Der Elb schien wie in Gedanken versunken, doch gleich darauf kl√§rte sich sein Blick wieder, und er sprach: "Oh ja, ich wu√üte da√ü Ihr kommen w√ľrdet. Ich kenne Euren Namen, und den Namen den Ihr einst tragen werdet, und ich wei√ü Dinge √ľber Euch, die Ihr nicht kennen werdet... Doch was mache ich? Ich habe versprochen, Fragen zu beantworten, und nun werfe ich noch mehr Fragen auf, Fragen, die ich nicht mal beantworten kann - und will. Es ist wahrscheinlich das vern√ľnftigste, Euch meine Geschichte - und somit die des Elbenvolkes - zu erz√§hlen:

Die Geschichte der Elben ist bis zu dem gro√üen Ringkrieg ja bekannt, doch seither sind viele Jahre vergangen und die Elben waren in dieser Zeit nicht unt√§tig. Wie Ihr vielleicht schon geh√∂rt habt, verlie√üen die meisten Elben nach dem Ringkrieg Mittelerde, um √ľber die Meere zu segeln, in der Hoffnung die Stadt Kor zu finden. Diese Stadt ist die eigentliche Heimat der Elben, und sie liegt nur wenig entfernt vom Berg der Valar, den G√∂ttern von Mittelerde. Die ersten Vorfahren wurden damals immer wieder von Melkor verf√ľhrt und ver√§rgerten die guten Valar so sehr, da√ü die meisten von Ihnen aus Valinor auszogen und in die Lande zogen. Seither standen die Elben immer wieder im Mittelpunkt des Kampfes zwischen Melkor, dem Inbegriff des B√∂sen und dem Guten, den Valar. Melkor brachte den Elben immer wieder Verderben, Tod und Verzweiflung, doch wir wurden auch immer wieder aus der gr√∂√üten Not gerettet. Oft sogar durch die Hilfe der Valar, die Valinor, ihre Heimat, vor den V√∂lkern verborgen haben. Im letzten Krieg gegen Sauron, einem Sklaven Melkors, sandten sie uns die Ishtari, machtvolle Magier. Mithrandir - oder Gandalf, wie ihn die V√∂lker nannten, war einer von ihnen, und er trug entscheidend dazu bei, Sauron zu vernichten. Doch das wi√üt Ihr ja. Die Elben jedenfalls verlie√üen Mittelerde, in dem Glauben, da√ü einerseits die Ringe der Macht ihre Kr√§fte verloren h√§tten und andererseits, da√ü sie vielleicht Valinor - und somit auch Kor - finden w√ľrden. Viele lange Jahre segelten die Schiffe auf den Meeren, und viele der Elben kamen bei schrecklichen Unwettern um. Schon wollten sie aufgeben und umkehren, als sie die Trauminseln entdeckten, die Valinor umgeben. Voll Freude und gleichzeitig voller Ungewi√üheit hielten sie darauf zu, doch die Valar hatten beschlossen, da√ü die Zeit noch nicht reif sei, und so trieben widrige Winde die Schiffe ins offene Meer hinaus, weg von Valinor. Tief traurig dar√ľber verzehrten sich die Elben, und viele starben vor Kummer. Als die Verzweiflung jedoch am gr√∂√üten war brauste pl√∂tzlich das Meer auf, ein Wirbel entstand und daraus stieg Osse empor, der Valar der Meere und aller Gew√§sser. Er brachte den Elben zweierlei Kunde, die die Elben tief betr√ľbte und gleichzeitig voller Hoffnung umkehren lies, denn er k√ľndigte einen weiteren schrecklichen Krieg an, in dem viele ihr Leben lassen m√ľ√üten: Doch die Valar waren bereit, den Elben Unterst√ľtzung zu gew√§hren. Wenn dann dieser Estor besiegt w√ľrde, und Melkor somit entschieden geschw√§cht werden k√∂nnte, k√∂nnten die Elben wieder nach Valinor zur√ľckkehren.

Als Osse dies verk√ľndet hatte verschwand er wieder in der unergr√ľndlichen Tiefe des Meeres und die Elben setzten die Segel und nahmen Kurs auf Mittelerde.

So kommt es, da√ü die Elben noch immer in Mittelerde sind. Doch in den Jahren ihrer Reise hatte sich viel ver√§ndert, die Freundschaft zwischen den V√∂lkern war nahezu vergessen, selbst die V√∂lker untereinander entfremdeten sich, und Acrelon ist ein gutes Beispiel daf√ľr. So machten sich die Elben wieder in ihre Gebiete auf, wo sie √ľberrascht feststellen mu√üten, da√ü die Ringe nicht ihre gute Macht verloren hatten, als der Meisterring vernichtet wurde. Und das war gut so, denn mit der Kraft der Ringe richteten die Elben Lothlorien wieder her und lebten in Frieden bis zum heutigen Tag.

Sicher werdet Ihr Euch fragen, was dies alles mit Euch und den Menschen zu tun hat, und ich sage Euch: Mehr als Ihr glaubt! Denn vor einigen Jahren erschien bei den Elben ein Bote, der folgendes weissagte:

"Estor wird sich erheben, und er wird sich mit Macht erheben. Feuer, Rauch, Schild, Schwert und Stab werden seine Begleiter sein! Er wird sich erheben und die L√§nder mit Schrecken √ľberziehen, mit Blut und Tod! Er wird viele Helfer haben, Menschen, Orks, Trolle und andere Wesen. Drachen werden geboren, fliegende und kriechende W√ľrmer werden das Land zerst√∂ren und die Elben ins Verderben st√ľrzen! Wehe! Seid stark und zaudert nicht, denn die Rettung wird kommen! Aus den Tr√ľmmern wird alles neu - ein Tor nach S√ľden wird sich √∂ffnen, und sie wird kommen! Die Errettung der Elben und die Vernichtung des b√∂sen Valar! Eine Elbin wird ein Kind geb√§ren, und das Kind wird die Rettung bringen! Seine Mutter tr√§gt das Mal der weisen Frauen, und weise wird das Kind sein! Seine starke Hand jedoch liegt im Lande der Zwerge, und das Flammenschwert wird die Elben in die Schlacht f√ľhren!

Seid stark und zaudert nicht! Gefährten werden sich finden, und die Valar sind mit Euch und bringen Euch dies zum Gruß und zur Hoffnung!"

Mit diesen Worten starb der G√∂tterbote, der von dem Valar Osse gesand war, und verschwand vor den Augen der Elben. An der Stelle jedoch, an der er gestanden hatte, lag ein einfach geschnitzter Bogen. Daneben fanden die Elben einen aus Bast geflochtenen K√∂cher mit einem einzigen Pfeil darin! Doch niemand konnte bis jetzt den Bogen spannen, so fest ist er. Es liegt ein Zauber auf ihm. Doch steht auf seinem Griff auch ein Name. Bisher waren wir der Meinung "ILA" w√§re der Name des Bogens, doch nun hat sich ja ein R√§tsel gel√ľftet!"

 

W√§hrend dieser langen Geschichte war Quahlin an eine Kiste gegangen, aus der er jetzt den Bogen herausholte. Ila lugte gespannt, was der Elb nun aus der langen Kiste holen w√ľrde und wurde entt√§uscht. Es war wirklich nur ein einfacher h√∂lzerner Bogen und nichts au√üergew√∂hnliches war an ihm zu sehen, was darauf hinweisen konnte, da√ü es ein G√∂ttergeschenk war. Der Elb jedoch sprach feierlich:

"Nehmt ihn an Euch, denn wenn ich recht habe, und Ihr die Ila seid, die auf dem Griff des Bogens eingeritzt ist, so hat Euch der Valar Osse erw√§hlt, uns Elben zu unterst√ľtzen, und ich werde Euch folgen!"

Mit diesen Worten reichte er Ila den Bogen, die ihn enttäuscht entgegennahm; ein Zauberbogen aus Holz! Doch als Ila den Bogen nahm und seinen Griff fest umgriff verwandelte er sich, und Ila erstarrte bei seinem Anblick: Er war plötzlich wie aus Diamant geschliffen, so funkelte er; seine Sehne glänzte wie Silber und war so fein wie ein Haar!

"Es ist der Eure, nehmt Ihn Ila!" sprach der Elb, den die Verwandlung scheinbar gar nicht √ľberrascht hatte, und verbeugte sich.

Ila hatte vor Schreck den Bogen fast fallengelassen, doch dann bemerkte sie, daß sie ihn noch immer sicher in der Hand hatte, ja, daß der Bogen immer leichter wurde. Der Bogen war nun nicht mehr alleine. Er war ein Teil von Ila geworden, die ihn danach nie mehr als eine Last empfunden hatte. Ruhig und sicher, so als hätte sie es schon immer getan, zog sie nun den Pfeil aus dem schmalen Köcher, der plötzlich aus purem Mithril zu sein schien, legte ihn an und spannte ohne Anstrengung den wundersamen Bogen!

 

Viele Fragen bedrängten Ila und nur die freundliche aber bestimmte Aufforderung des Elben, zu Bett zu gehen, brachte sie davon ab, sie noch heute zu klären.

"Morgen m√ľssen wir ein weites St√ľck Weg hinter uns bringen, und wir m√ľssen sehr vorsichtig sein, denn hier gibt es viele Orks, die auf den Wegen patrouillieren. Als wir durch die Stadt gingen, sind wir nur wenige Meter an einer Gruppe von ihnen vorbeigekommen. Ich hoffe, da√ü sie uns noch nicht entdeckt haben, einen Kampf k√∂nnen wir uns nicht leisten - noch nicht! Ich wei√ü, da√ü Ihr noch Fragen habt, doch es ist wichtiger ausgeruht zu sein, Antworten gebe ich Euch, wenn wir etwas mehr in Sicherheit sind als ausgerechnet hier!" Der Elb f√ľhrte sie in den kleinen Nebenraum, in dem ein Lager gerichtet war, einfach, aber um vieles besser, als alles, was Ila in den letzten Tagen gehabt hatte. So entkleidete sie sich und legte den Elbenmantel sorgf√§ltig auf den kleinen Stuhl, den Bogen neben sich auf Ihr Lager und schlief schnell ein, denn sie war m√ľde. In ihren Tr√§umen wanderte sie durch dunkle, unheimliche und endlose G√§nge, ohne ein Ende zu finden. Sie k√§mpfte mit unheimlichen Wesen, mit Ungeheuern und Kreaturen, von denen sie nicht einmal wu√üte, wie sie hie√üen. Scheinbar lauerte hinter jedem Busch, hinter jeder Biegung des Weges eine weitere √úberraschung, ein weiteres gr√§√üliches Untier.

Nur wenig ausgeruht, wurde Ila geweckt. Es war noch dunkel draußen, nur das Sternenlicht fiel durch das kleine Fenster.

"Zieht Euch schnell an und kommt. Und seid leise, die Orks haben uns gewittert!" Ila dachte, sie träumte noch, doch zog sie sich schnell an, nahm den Bogen und den Köcher und folgte Quahlin.

 

Sie fand den Elb in dem Raum, in dem sie am Abend zuvor gesessen hatte. Er war schon in einen Mantel geh√ľllt, und wieder glaubte Ila, da√ü sie durch den Elben hindurchsehen konnte. Er hatte einen kleinen Beutel dabei und, obwohl er ganz ruhig dastand, um auf Ila zu warten, war er beunruhigt.

"Seid leise! Ich bef√ľrchte, da√ü wir entdeckt wurden. Immer mehr Orks schleichen um dieses Haus! Zieht diesen Mantel an, er wird ihre Blicke verwirren, doch wenn sie uns entdecken, m√ľssen wir vielleicht k√§mpfen - ich hoffe, Ihr k√∂nnt mit dem Bogen umgehen!" Unsicher nickte Ila, ihre Jagderfolge hielten sich in Grenzen, doch es war nicht die Zeit, das zu erkl√§ren.

"Folgt mir! Und kein Laut!", fl√ľsterte der Elb und √∂ffnete vorsichtig die T√ľr. Angespannt lauschte er in die Nacht, und scheinbar erleichtert betrat er die Stra√üe. Ila folgte dicht hinter ihm. Die beiden Gestalten schlichen durch dunkle Gassen, nutzten jeden Schatten aus und bewegten sich so rasch auf den Stadtrand zu. Ila hatte es gar nicht leicht, Quahlin zu folgen, denn nur mit gro√üer Anstrengung konnte sie der T√§uschung der Elbenm√§ntel widerstehen und die Gestalt des Elben in der Dunkelheit erkennen. Nur wenig sp√§ter erreichten sie eine gewaltige Mauer, die auf der anderen Seite eines gro√üen freien Feldes stand. Bevor sie diesen freien Platz betraten, der die ganze Stadt umgab, hielten Quahlin und Ila nochmals kurz inne, und die empfindlichen Ohren des Elben vergewisserten sich, da√ü kein Ork in der N√§he war. Lange horchte er in die Dunkelheit, und Ila wurde schon beinahe ungeduldig: Sie h√∂rte nichts! Quahlin jedoch h√∂rte etwas, und es gefiel ihm nicht. √Ąrgerlich fauchte er kaum h√∂rbar:

"Komm schnell!", und rannte unvermittelt los. Ila war zun√§chst ziemlich verwundert und reagierte nicht, doch als der Elb auf halbem Weg zur Mauer war, verlor sie ihn aus den Augen und rannte los. Au√üer ihrem Atem war nichts zu h√∂ren, und von Quahlin war nichts zu sehen. So gebannt sie auch in die Dunkelheit starrte, der Elb war verschwunden. Ratlos stand Ila an der Mauer und horchte in die Nacht. Der Wind strich sanft durch ihr Haar, und von weitem war eine Eule zu h√∂ren. Eine Nacht wie jede andere. "Was hatte der Elb denn so furchtbares geh√∂rt?", fragte Ila sich, als sie pl√∂tzlich erstarrte. Hatte sie sich get√§uscht? Irgendwas hatte sie geh√∂rt, ein Grunzen, ein Schnauben, doch Ila wu√üte, da√ü es kein Schwein war. Es kam aus der Richtung, aus der sie soeben gekommen war und immer wieder h√∂rte sie es. Schon war ihr, als h√§tte sie einen Schatten auf der anderen Seite gesehen. Ila war erstarrt. Sie bemerkte nicht, wie nur einen Schritt neben ihr ein Quader aus der Mauer schwang und Quahlin daraus hervortrat. Auch an ihren Bogen dachte Ila nicht - sie stand nur voller Angst da und h√§tte fast vor Schreck aufgeschriien, als der Elb sie am Arm nahm und in den Gang in der Mauer zog. Nur ein kleines Zischen war zu h√∂ren, als die T√ľr wieder zuschwang. Quahlin hatte Ila bei der Hand genommen und f√ľhrte sie durch die Dunkelheit. Viele Stufen f√ľhrten nach oben und als Ila sich schon wunderte, wie hoch die Mauer eigentlich sein m√ľsse, h√∂rten die Stufen auf und der Gang ging in vielen Windungen bergab. Pl√∂tzlich blieben sie stehen, und nur wenig sp√§ter erleuchtete eine Fackel das Gew√∂lbe. Ila stellt √ľberrascht fest, da√ü sie scheinbar nicht mehr in der Mauer waren. Die W√§nde des kleinen Raumes waren aus Erde, die durch starke Balken gehalten wurde. Der Raum war nahezu kreisrund und hatte acht T√ľren, die alle gleich aussahen. Ila wu√üte nicht mal, aus welcher sie soeben gekommen waren. Der Elb schien sich jedoch sicher und ging zielstrebig auf eine T√ľr zu.

"Kommt! Ich hoffe, Ihr habt Euch nicht zu sehr ge√§ngstigt, doch ich mu√üte erst sehen, ob wir diesen Weg noch benutzen k√∂nnen. Wir m√ľssen uns nur eilen, denn wenn die Orks den Gang entdecken, wird es eng!"

Quahlin √∂ffnete die T√ľr, und sie gingen nun im schaurigen Licht der Fackel weitere ausgetretene Stufen nach unten und kamen nur wenig sp√§ter in einen weiteren Raum, der genauso aussah, wie der erste. Wieder durchquerten sie ihn zielstrebig und betraten nun einen Gang, der in den Fels gehauen war. Hier und da ging ein Seitengang ab, doch Quahlin ging immer geradeaus. Wenn Ila ihre Orientierung nicht verloren hatte, mu√üten sie nun weit au√üerhalb der Stadt sein. "Wenn ich noch lange in diesen G√§ngen rumlaufen mu√ü, werde ich noch ganz verr√ľckt!" Fast h√§tte sie den Elb umgerannt, als dieser die Fackel l√∂schte und stehenblieb. Stille. Nur das leise Platschen der Tropfen, die von der Decke fielen. Und irgendwo rauschte etwas ganz leise. Sanft sp√ľrte Ila einen Finger auf ihrem Mund, und wieder wurde sie durch die Dunkelheit gef√ľhrt. Doch schon wenig sp√§ter erhellte sich der Gang und das leise Rauschen wurde zu einem lauten Get√∂se, das Ila an den Wasserfall vor der Stadt erinnerte. Da! Licht! Ein schwacher Schimmer erhellte den Gang weit vor ihnen. Als es allm√§hlich heller wurde, sah Ila, wie Quahlin immer wieder angestrengt in den dunklen Gang hinter ihnen horchte und dann nur unsicher weiterging. Nach kurzer Zeit war es einigerma√üen hell, und Ila folgte Quahlin mit nur wenigen Schritten Abstand. Das Rauschen war inzwischen zu einem ohrenbet√§ubenden Get√∂se geworden, das jeden Laut schluckte, und Ila glaubte, fast taub zu werden. Quahlin hatte nun das Ende des Ganges erreicht, kletterte vorsichtig aus der Felsspalte und verschwand nach rechts. Ila folgte ihm, doch als sie aus der Spalte sah, traf sie fast der Schlag. Schwindlig taumelte sie zur√ľck und griff nach der Felswand: Der Gang endete in einer fast senkrechten Felswand, mehr als hundert Schritte hoch. Das Rauschen, das sie geh√∂rt hatte, war das Tosen des Wasserfalls, der nur wenige Fu√ü weit am Ausgang des Ganges herabst√ľrzte und tief unten auf die Felsen donnerte. Der Elb kletterte zu diesem Zeitpunkt gerade auf einem nicht einmal einen Fu√ü breiten Sims herum, eingeschlossen vom Wasserfall auf der einen und der Felswand auf der anderen Seite. Ila schnappte nach Luft; nie w√ľrde sie da raus gehen. Nein, dachte sie, ich gehe zur√ľck und suche mir einen weniger gef√§hrlichen Ausgang. Sie nahm die Fackel, die der Elb liegengelassen hatte und stapfte entschlossen in die Dunkelheit zur√ľck. Doch nach einigen Schritten kamen ihr Zweifel. Hatte der Gang vielleicht Abzweigungen, die sie durch Quahlins bl√∂den Einfall, die Fackel zu l√∂schen, nicht gesehen hatte, und in denen sie sich nun verirren konnte? Der Gang verlief jedoch ziemlich gerade und von Abzweigungen war keine Spur. Doch schon kurz danach hielt Ila √ľberrascht inne und hielt den Atem an. Wie froh war sie, da√ü sie die Fackel noch nicht angemacht hatte und sich im Dunkeln weitergetastet hatte, denn sie glaubte Licht vor sich gesehen zu haben. Ihr Atem stockte, und sie lauschte in die Dunkelheit. Das Licht war verschwunden, und au√üer dem Rauschen des Wasserfalls war nichts zu h√∂ren. Trotzdem, Quahlin war beunruhigt gewesen, weil er etwas geh√∂rt hatte! War da etwa noch jemand in dem Gang? Ila war nicht sicher, was sie tun sollte.

"Ach, das bilde ich mir doch alles nur ein!", dachte sie und ging langsam weiter, wobei sie aber sehr leise war und immer aufmerksam in die Dunkelheit horchte. Immer wieder blieb sie stehen und lauschte konzentriert, doch es war nichts! Scheinbar hatte sie sich getäuscht!

Genau das dachte auch der Zwerg, der nur wenige Schritte von Ila entfernt in die Stille horchte. √úberzeugt davon, sicher zu sein, zog er ein Schwefelst√§bchen und entz√ľndete es, um damit seine Fackel wieder anzuz√ľnden.

Ila schrie vor Schreck auf und sah, zu Eis erstarrt, den Zwerg an, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Auch der Zwerg erstarrte in seiner Bewegung und eine Weile sahen sich beide nur an.

Ila sah ein kleines, st√§mmiges M√§nnlein, etwa so gro√ü wie ein Menschenkind, aber so kr√§ftig wie ein ausgewachsener Mann, gekleidet in einen groben Lederrock. √úber der Brust trug der Zwerg nur ein linnenes Hemd, und zwei metall√ľberzogene Gurte, die in Brusth√∂he durch einen kleinen Schild zusammengehalten wurden. Er war eindeutig ein Krieger, denn an seiner Seite hing ein kleines Schwert und auf seinem R√ľcken war ein schwerer Streitkolben befestigt. Zudem trug er einen kleinen Helm.

"Sieht aus, wie ein umgedrehter Blumentopf!" dachte Ila belustigt, doch ihr Lächeln erstarb, als der Zwerg sein Schwert zog.

Auch der Zwerg war sehr √ľberrascht √ľber das unerwartete Erscheinen Ilas, doch er hatte nun gefunden, was er gesucht hatte! Er griff zu seinem Schwert und sprach in einer sehr tiefen Lage:

"Hab ich Dich endlich!"

Ila, die schon fast belustigt auf das kleine Kind herabsah, wurde pl√∂tzlich klar, da√ü sie sich in gr√∂√üter Gefahr befand. Es war das erste Mal, da√ü sie wirklich Angst um ihr Leben hatte, seit sie Acrelon vor so vielen Tagen den R√ľcken kehren mu√üte. Noch immer stand sie regungslos da, als der Zwerg einen Schrei ausstie√ü und sie mit gezogenem Schwert angriff.

Ende des dritten Kapitels
to be continued...


Heinz-G√ľnter Weber

"Die Sagen von Dawnia" im √úberblick:
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‚Ć Wir gedenken Mihai Alexandru, heute vor 5 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung √ľber das Lebenswerk findet Ihr
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