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CLOVEN HOOF-Logo

Warum CLOVEN HOOF nie zu den wirklich großen Bands der NWoBHM gezĂ€hlt wur­den, lĂ€ĂŸt sich im Nachhinein nur sehr schwer erklĂ€ren. Ich persönlich halte auch heute noch das Debut fĂŒr eines der wohl prĂ€gnantesten und einzigartigsten Alben jener Epoche.
Mein Erstkontakt mit dieser bereits 1979 gegrĂŒndeten Band muß so gegen 1984 ge­we­sen sein, als die Jungs mit â€șCrack The Whipâ€č auf dem ersten Sampler des METAL HAMMER vertreten waren. Der Song hatte es mir schwer angetan und hat bis heute nichts von seiner IntensitĂ€t verloren. Auch die anderen Songs des selbstbetitelten Debuts konnten mich ĂŒberzeugen und somit hatte ich CLOVEN HOOF ins Herz geschlossen. Aber nicht nur die Musik, auch das Image der Band war einzigartig und abgefahren. Anhand allerlei mystischer Geschichten und EinflĂŒssen aus dem Okkultismus entwarfen die Herren Lee Payne (b), David Potter (v), Steve Rounds (g) und Kevin Pountney (d) eigenwillige KostĂŒme fĂŒr ihre Konzerte und nahmen die Pseudonyme "Air", "Earth", "Fire" und "Water" an. In den folgenden Jahren konnte die Truppe in England mit ihren recht dĂŒster ausgefĂŒhrten Songs durchaus reÂ­ĂŒssie­ren und so erschien 1986 die fĂŒr mich leider bis heute unauffindbare Livescheibe »Fighting Back«.
Da sich der durchschlagende Erfolg irgendwie nicht so richtig einstellen wollte und einige der Musiker keine Zukunft mehr fĂŒr CLOVEN HOOF sahen, kam es zu den unumgĂ€nglichen Umbesetzungen. Mit Russ North (v), Andy Wood (g), und Drummer Jon Brown kam aber wieder frischer Wind ins BandgefĂŒge und Lee hatte abermals eine schlagkrĂ€ftige Formation beisammen. In dieser Besetzung wurden »Dominator« (1988) und »A Sultan's Ransom« (1989) eingespielt. Beide Veröffentlichungen waren zwar gut, allerdings war die IntensitĂ€t des Debuts nicht mehr wirklich vorhanden, wohl nicht zuletzt deshalb, da der Stil wesentlich heftiger geworden war und CLOVEN HOOF auf »Dominator« wesentlich schneller zu Werke gingen, wĂ€hrend dessen Nachfolger mit unterschiedlichen AnklĂ€ngen und einem recht obskuren Stil­ge­misch ein eigenwilliges Flair vermittelte. WĂ€hrend innerhalb der Formation erwartet wurde, daß die Band so richtig durchstarten wĂŒrde, folgte stattdessen auch bedingt durch den damaligen Zeitgeist allmĂ€hlich eher Funkstille.
Doch CLOVEN HOOF blieben in der Erinnerung der Fans erhalten und so war es kaum verwunderlich, daß ein Auftritt der Band beim "Keep It True"-Festival im Jahre 2004 mit zu den Ursachen zu zĂ€hlen ist, daß quasi aus dem Nichts heraus vor wenigen Wochen »Eye Of The Storm« erschienen ist. Wenn auch musikalisch abermals unterschiedlich zu allen anderen Alben der Band, hat Lee Payne, der im Gegensatz zum Line-up beim KIT heuer als einzig verbliebenes Originalmitglied den Karren lenkt, ein Sammelsurium aus unterschiedlichen Metal-AnklĂ€ngen ver­öffent­licht, das in erster Linie intensiv aus den Boxen kommt und durch stilistische Viel­falt ebenso zu glĂ€nzen weiß wie durch einen transparenten und sehr druckvollen Sound.
Lee war es auch, der bereit war, die wichtigsten Neuigkeiten rund um CLOVEN HOOF bekanntzugeben.

CLOVEN HOOF-Headline

Ehrlich gesagt hatte ich CLOVEN HOOF lĂ€ngst in den ewigen JagdgrĂŒnden des Metal-Universums gewĂ€hnt und die "Reunion" im Jahre 2004 eher als einmalige Angelegenheit betrachtet, weshalb die Überraschung noch ein wenig grĂ¶ĂŸer war, als ich »Eye Of The Storm« zum ersten Mal hören durfte. Wo habt Ihr nur gesteckt in all den Jahren?

CLOVEN HOOF waren niemals aufgelöst, allerdings fĂŒr lĂ€ngere Zeit auf Eis gelegt. Der Grund dafĂŒr lag in erster Linie an unĂŒberbrĂŒckbaren Streitigkeiten, die es unmöglich machten, unter dem Namen CLOVEN HOOF aktiv zu sein. Das gesamte Business schien sich gegen die Band verschworen zu haben, dazu zĂ€hlten auch gewisse Heavy Metal-Magazine, die im Endeffekt nur darauf aus waren, möglichst viele Exemplare absetzen zu können und deshalb in ihren Ausgaben unbekannteren Bands kein Forum mehr gewĂ€hren wollten. Im Endeffekt mußten wir auch die Band deshalb so lange unter Verschluß halten, um unsere alten VertrĂ€ge nicht zu brechen. Doch ich war davon ĂŒberzeugt, daß eines Tages wieder der Tag kommen wĂŒrde, an dem CLOVEN HOOF wieder aktiv sein dĂŒrften! Und genau dieser ist gekommen! Auch wenn mir in den letzten Jahren nicht nur Positives widerfahren ist, ich bin froh wieder aktiv sein zu können! Seit gut zwei Jahren stehen wir wieder voll im Saft und »Eye Of The Storm« sollte deutlich machen, daß wir es ernst meinen.

Zweifelsohne, denn das Album ist gut geworden. Wann hast Du denn konkret entschieden, die Truppe wieder aufleben zu lassen?

Sobald sicher war, daß unsere Vertragsprobleme alle gelöst waren und der Name CLOVEN HOOF wieder frei verfĂŒgbar war, begann ich neue Songs zu schreiben und versuchte, die Band in der alten Besetzung zu reformieren. Wir begannen auch schnell erste Demos aufzunehmen und wurden in Folge auch fĂŒr erste Gigs verpflichtet. Dadurch fĂŒhlte ich mich bestĂ€rkt, daß nach wie vor Interesse an der Band bestehen wĂŒrde und intensivierte meine Arbeit. Allerdings waren Andy Wood (g) und Jon Brown (d) nicht bereit, 100 Prozent fĂŒr die Band zu geben, weshalb ich entschied, mich von diesen Jungs zu trennen, obwohl wir 2004 einige Gigs gemeinsam absolviert hatten, die zur Zufriedenheit aller ausgefallen sind. Auch mit Russ North (v) gestaltete sich die Angelegenheit nicht ganz einfach, da Russ nach Spanien gezogen ist. Dadurch war es nicht einfach fĂŒr ihn, die Aufnahmen in England zu bestreiten. Ich bin mit Russ so verblieben, daß er wieder ein Mitglied von CLOVEN HOOF werden wird, sobald er wieder nach England gezogen ist, was er schon in ErwĂ€gung gezogen hat.
FĂŒr das neue Album habe ich zusammen mit Tom Galley, der die Scheibe produziert hat, sehr hart gearbeitet. Da er meine Songs mochte, haben wir Andy Shortland (g), Matt Moreton (v) und Lynch Radinsky (d) rekrutiert, um die Aufnahmen fertigzustellen. Da Tom diese Burschen schon von anderen Studioproduktionen her kannte, war ich mir sicher, daß die Zusammenarbeit gut funktionieren wĂŒrde. Im Endeffekt bin ich mit dem Ergebnis ebenso zufrieden wie mit der gesamten Arbeit.
Das wichtigste Kriterium im Vorfeld war, daß unser Album so klingen mĂŒĂŸte, wie man es von CLOVEN HOOF erwarten wĂŒrde, jedoch unser immerzu vorhandenes, breites musikalisches Spektrum eindeutig herauszuhören wĂ€re. Wir wollten ein Werk mit Tiefgang, sowohl musikalisch, wie auch von den Texten her kreieren und genau ein solches haben unsere Fans mit »Eye Of The Storm« auch erhalten. Auch wenn es klischeehaft klingen mag, aber ich halte »Eye Of The Strom« fĂŒr das bislang stĂ€rkste CLOVEN HOOF-Album. Jeder einzelne Track hat das Zeug zum Klassiker, vor allem â€șInquisitorâ€č, â€șAngels In Hellâ€č, â€șWhore Of Babylonâ€č, â€șKing For A Dayâ€č und â€șKiss Of Evilâ€č sind wirkliche HĂ€mmer geworden, und das sage ich ohne anzugeben. Auch die Produktion von Tom ist perfekt geworden, denn dadurch klingen die Songs noch mĂ€chtiger.

Dem kann man kaum widersprechen. War es denn schwierig, diese Herrschaften zum Mitmachen zu motivieren? Die Musiker sind bislang zwar weitgehend unbekannt, aber Tom Galley wird schon wissen, wen er zu sich ins Studio bittet.

Es ist generell nicht unbedingt einfach, geeignete Musiker fĂŒr traditionellen Metal in England zu finden. Aber Andy und Matt habe ich bei einer jener Cover-Shows, die unter dem Titel "Whole Lotta Metal" bei uns auf Tournee war, gesehen und war schon allein von deren Hingabe begeistert. Von dieser "Band" selbst hat mich Andy schwer beeindruckt und auch Matts Gesangsleistung war im Vergleich zu jenen der ebenfalls singenden Herrschaften Carl Sentance und Tony Martin nicht schlechter. Zudem haben Andy und Matt auch auf dem letzten PHENOMENA-Album »Psychofantasy« mit Tom zusammen gespielt. Als ich Tom fragte, ob er mich mit den beiden in Kontakt bringen könnte, ob sie denn eventuell auch Interesse hĂ€tten, bei CLOVEN HOOF zu spielen, waren sie sofort davon begeistert. Von Lynch Radinsky hatte ich zwar niemals zuvor gehört, aber da mir Tom von seinen QualitĂ€ten am Schlagzeug vorgeschwĂ€rmt hatte, waren meine Bedenken sofort hinweg.

Hattet Ihr niemals daran gedacht, die Pseudonyme abermals zu verwenden, oder ist dieses Thema endgĂŒltig Geschichte?

Dieses Image hatte ich bereits zu Beginn unserer Karriere ersonnen. Da ich mich schon damals fĂŒr okkulte Themen interessiert habe, entdeckte ich die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft als die Quintessenz unserer Existenz. Durch die Instrumente sollten diese Elemente symbolisiert werden. Der Baß imitiert quasi den Donner, die Drums spielen wie ein Erdbeben und durch die Stimme und die Gitarren sollten im Prinzip die dazugehörigen Melodien erzeugt werden. Jeder Mensch ist zudem unter einem bestimmten Sternzeichen geboren und zu jedem Sternzeichen gibt es auch das entsprechende Element. ZufĂ€lligerweise hatte in der Anfangsformation jeder das richtige Sternzeichen. Kevin Pountney wurde unter dem Zeichen des Stiers geboren und ist damit "erd"-verbunden, Dave Potter als Fisch mit dem Wasser, wĂ€hrend ich als Zwilling-Geborener als Element die Luft verkörpere und Steve Rounds als SchĂŒtze-Geborener das Feuer. Unglaublich, aber es paßte perfekt! Dadurch haben wir diese Synonyme beibehalten und CLOVEN HOOF haben dieses Image weiterhin verfolgt. Jedem Element wird nicht nur ein bestimmter Charakter zugeordnet, sondern auch gewisse Eigenschaften. Daraus ist das Konzept hinter CLOVEN HOOF entstanden, das wir auch in unseren Texten mehr oder weniger ausgereizt haben. Irgendwie fallen mir als Vergleich dazu nur KISS ein, die ein Ă€hnliches "Konzept" mit Maskierungen und den vier unterschiedlichen Typen entworfen hatten. Wenn ich mir ansehe, wie viele Musiker spĂ€ter mit Masken ihre Bands mehr oder weniger mystifiziert haben, kann ich nicht ganz ohne Stolz behaupten, lange vor Bands wie CRIMSON GLORY damit begonnen zu haben, und wenn ich mir ansehe, wie sehr dieses Image auch heute noch von SLIPKNOT erfolgreich vermarktet werden kann, denke ich doch, auf dem richtigen Weg gewesen zu sein. Sollte sich bei CLOVEN HOOF nach diesem Album abermals Interesse an der Band einstellen, bin ich sicher, diese Maskierungen und Pseudonyme abermals zu verwenden.

Das klingt ja schon einmal sehr verheißungsvoll, zumal noch nicht viele Fans hierzulande in den Genuß einer Show von CLOVEN HOOF gekommen sein werden. Bis dahin wird aber wohl noch einige Zeit vergehen. Wie hast Du denn eigentlich jene Jahre, in denen CLOVEN HOOF auf Eis gelegt hatte, verbracht?

Um die Zeit totzuschlagen ging ich arbeiten! [lacht] Nein, im Ernst, die Angelegenheit mit unseren VertrĂ€gen war sehr aufreibend, aber durch meine TĂ€tigkeit als Graphik- und Multimedia-Designer konnte ich mich finanziell ganz gut ĂŒber Wasser halten. Zudem habe ich nie aufgehört zu musizieren und in den letzten Jahren jede Menge an Songideen aufgenommen, die aber nur zu einem geringen Teil auf dem neuen Album verwendet werden konnten. Den Rest habe ich mir aufgespart.

CLOVEN HOOF-Bandphoto 1

Als einziges verbliebenes Mitglied der Originalbesetzung identifiziert man Dich mit CLOVEN HOOF. Dadurch hast Du mehr denn je die FĂ€den in der Hand. Hat sich diese Tatsache in irgendeiner Form auf die Songs ausgewirkt?

Nein, denn zum einen war das ja auch frĂŒher schon so, daß ich den grĂ¶ĂŸten Teil der Songs geschrieben hatte, und zum anderen habe ich mir im Laufe der Zeit eine Arbeitsweise angeeignet, bei der ich mich weder von Außenstehenden noch von UmwelteinflĂŒssen inspirieren lasse. Meine Songs entstehen im Prinzip wie ein Film: ZunĂ€chst entsteht in meinem Gehirn die Idee, diese spinne ich dann gedanklich so lange weiter, bis ich imstande bin, einen Song daraus zu schreiben. Bei CLOVEN HOOF war es schon immer so, daß zunĂ€chst diese "Storyboards" existiert haben, die ich dann mit Texten versehen habe, die auch zu den entsprechenden Melodien passen. Der Inhalt eines Songs bestimmt somit von Anfang an auch die AtmosphĂ€re und ich denke, genau deshalb klingen und klangen CLOVEN HOOF immer so einzigartig und unverwechselbar.

Das mit der Einzigartigkeit kann man unterschreiben, obwohl man »Eye Of The Storm« von den unterschiedlichen EinflĂŒssen und in seiner Mannigfaltigkeit wohl auch als "eine Mischung aus dem Besten aus den letzten 30 Jahren Heavy Metal" bezeichnen könnte.

Danke fĂŒr diesen Kommentar, auch ich bin der Meinung, daß die 2006er Ausgabe von CLOVEN HOOF die musikalische Essenz des Heavy Metal der Vergangenheit perfekt umsetzen kann. Dabei haben wir aber auch darauf geachtet, nicht allzu sehr antiquiert zu klingen und haben nicht zuletzt durch Toms Einfluß ein sehr zeitgemĂ€ĂŸes Produkt abliefern können. Genau das war meine Intention, den alteingesessen Sound von CLOVEN HOOF möglichst heftig und zeitgemĂ€ĂŸ klingen zu lassen. ZunĂ€chst sah es allerdings ein wenig anders aus. Meine ersten EntwĂŒrfe waren wesentlich epischer angelegt und teilweise mit hymnischeren Chören gespickt. Doch Tom hat mich davon ĂŒberzeugt, die Kompositionen heftiger klingen zu lassen und ein wenig mehr auf den Punkt zu bringen. Viele Songs sind dadurch desöfteren ĂŒberarbeitet worden, doch im Endeffekt zur Zufriedenheit aller Beteiligten ausgefallen. Unsere Fans haben dadurch ein sehr mĂ€chtiges, modern produziertes Album erhalten, das sowohl Melodien wie auch heftige Sequenzen enthĂ€lt. Und auch unsere Einzigartigkeit ist dadurch gewĂ€hrleistet geblieben.

Das schon, aber »Eye Of The Storm« klingt dennoch deutlich anders als Eure alten Alben. Wie wĂŒrdest Du die Entwicklung dahin beschreiben?

Unser selbstbetiteltes Debutalbum hatte ein recht dĂŒsteres Flair, das in erster Linie durch meine "Lernphase" hinsichtlich des Okkultismus zur damaligen Zeit entstanden ist. Auf »Dominator« haben wir versucht, Power Metal mit Progressive Rock-EinflĂŒssen als Konzeptalbum zu kombinieren. Als Grundlage diente dabei das damals gerade heiße Thema der Genmanipulation. Dieses wĂ€re es auch heute noch wert, die Basis fĂŒr ein Konzeptalbum darzustellen. Irgendwie denke ich, daß wir auch damit eine gewisse Vorreiterrolle eingenommen haben. WĂ€hrend der Aufnahmen von »A Sultan's Ransom« dagegen waren wir in unserer experimentellen Phase. Auf diesem Album haben wir alles Mögliche verarbeitet. Von arabischen EinflĂŒssen bis hin zum Thrash Metal findest du auf dieser Scheibe so ziemlich alles, was damals zu bekommen war. Erfreulich daran ist im Nachhinein aber, daß auch heute noch einige Fans darauf schwören und dieses Werk auch schon mit zu den Top 10-Alben des Power Metal ĂŒberhaupt genannt wurde.

Ein bei CLOVEN HOOF schon immer sehr interessanter Aspekt waren die Texte. Was inspiriert einen Musiker zu solchen?

Ich habe mich schon immer fĂŒr griechische und nordische Mythologie interessiert. Aber auch Horrorfilme und Science Fiction-Geschichten finde ich inspirierend. Ich denke, genau dieses Konglomerat an unterschiedlichen EinflĂŒssen macht die Angelegenheit erst richtig spannend. Diese oft recht wirren Geschichten verfolgen mich gar in meinen TrĂ€umen, wobei es auch schon vorgekommen ist, daß ich im Traum Szenen eines Films gesehen habe, die schon mit unserer Musik hinterlegt waren. Deswegen gibt es aber auch desöfteren Streß mit meinen Freundinnen. Ich habe nĂ€mlich neben meinem Bett ein AufnahmegerĂ€t stehen und es ist nicht erst einmal vorgekommen, daß ich durch einen solchen Traum derart inspiriert wurde, daß ich mitten in der Nacht eine Melodie in das AufnahmegerĂ€t gesummt oder gesungen habe. Es wird wohl niemand wundern, daß ich schon sehr viele Beziehungen hatte, die dadurch beendet wurden. Damit habe ich aber mittlerweile ganz gut umzugehen gelernt, wenn die Damen gehen wollen, sollen sie. Ich sage immer nur: "Laßt mir aber ja die Gitarren und den Hund!" Ich denke, dieser Satz wĂŒrde sich auch gut als Grabinschrift fĂŒr mich eignen. [lacht]

Damit hĂ€tten wir das Thema "Musik" an sich abgehakt. Meiner bescheidenen Meinung nach wird das Debut aber wohl unerreicht bleiben. Songs davon werden hoffentlich auch in Zukunft bei euren Auftritten zu vernehmen sein. Wie ist es denn ĂŒberhaupt fĂŒr CLOVEN HOOF bisher gelaufen, wenn man sich Eure Gigs in Erinnerung fĂŒhrt?

Schon seit meiner Kindheit hat mich Griechenland und die Mythologie dieses Landes beeindruckt. Deshalb wollte ich dieses Land schon immer sehen. Griechenland und seine Legenden haben mich seit jeher inspiriert. All diese mystischen Geschichten haben mich nicht zuletzt auch zur Mystifizierung der Musiker bei CLOVEN HOOF inspiriert. Deshalb freut es mich auch ganz besonders, daß unsere Musik dort sehr geschĂ€tzt wird. Unser Konzert im "A 1"-Club in Athen im Jahr 2004 war mit eines der schönsten Erlebnisse in meiner Karriere ĂŒberhaupt. Mir war nie zuvor in den Sinn gekommen, daß man Lee Payne auch als Rockstar sehen könnte, aber dort ist es tatsĂ€chlich so. Dadurch ist bei jenem Gig auch ein ganz spezielles Flair und eine ebensolche AtmosphĂ€re entstanden. Ich werde den griechischen Fans dafĂŒr mein Leben lang dankbar sein! Aber auch Deutschland war fantastisch, denn unser Gig beim "Keep It True" war ebenso ein voller Erfolg. Seit die Band wieder zusammen ist, sind sĂ€mtliche Auftritte in Italien, Griechenland, Schweden und Deutschland gut fĂŒr uns gelaufen. Man kann nur hoffen, daß es so weiter geht.

Darum wird sich wohl in gewissem Maß auch Eure neue Plattenfirma kĂŒmmern. Wer hat den Deal bei ESCAPE MUSIC ĂŒberhaupt eingefĂ€delt?

DafĂŒr war Tom ganz allein verantwortlich. Er hat den Kontakt hergestellt und ich muß gestehen, zuvor weder von diesem Label noch von den Verantwortlichen etwas gehört zu haben. Aber die GeschĂ€fte laufen ganz gut.

Auch die optische Umsetzung Eurer Alben ist nicht zu verachten. Wer hat denn die jeweiligen Cover gezeichnet?

Jedes unserer Alben wurde von einem anderen KĂŒnstler entworfen. Steve Jollife war fĂŒr unser Debut verantwortlich, fĂŒr welches ich das grĂŒne Gargoyle-Logo entworfen habe. Ansonsten habe ich ehrlich gesagt nur noch die Arbeit mit John Blanche fĂŒr das »Dominator«-Album in Erinnerung, da diese Arbeit fĂŒr alle Seiten sehr inspirierend war. Ich bin zwar nicht unbedingt der KĂŒnstler fĂŒr derlei Motivgestaltung, in irgendeiner Form bin ich aber immer involviert, schließlich sollte das Cover auch im Konsens zur Musik stehen.

Nach einem Blick in die Vergangenheit und die Gegenwart fehlt uns noch ein kurzer Vorgeschmack auf die Zukunft von CLOVEN HOOF. Wie wird es denn nun weitergehen?

Leider doch nicht so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wie bekannt sein dĂŒrfte, habe ich mich vor einiger Zeit an der Hand verletzt und CLOVEN HOOF konnten dadurch nicht beim "Milton Keynes Metal"-Fest auftreten. Bis Ende dieses Jahres sollte aber mit meiner Hand alles wieder im Lot sein. Sobald uns dann die Chance gegeben wird, unsere Songs auch auf den BĂŒhnen prĂ€sentieren zu können, wollen wir richtig durchstarten. Bisher sind schon einmal zwei Dates in Griechenland fĂŒr das FrĂŒhjahr 2007 fixiert, vielleicht folgen in KĂŒrze auch noch einige BestĂ€tigungen fĂŒr Auftritte in den Staaten und in Schweden.

Wo erwarten CLOVEN HOOF denn generell das höchste Interesse von Fans?

Überall auf der Welt natĂŒrlich. [lacht] Aber ich denke, daß vor allem Griechenland, Deutschland, Italien, Schweden und die Vereinigten Staaten, sowie Japan die wichtigsten MĂ€rkte fĂŒr CLOVEN HOOF sind.

Wollen wir hoffen, daß ebendort auch tatsĂ€chlich das von Lee erwartete rege Interesse an der Truppe herrscht. Abgesehen davon hat der gute Mann aber noch ein Überraschung fĂŒr seine Fans in der Tasche:

Da wir mitbekommen haben, daß »Eye Of The Storm« recht gut aufgenommen wurde und wir offenbar gute Arbeit abgeliefert haben, sollte es nicht mehr allzu lange dauern, bis wir mit einem weiteren Studioalbum aus dem Kram kommen werden. Das nĂ€chste Album wird »Throne Of Damnation« betitelt sein und im Laufe des nĂ€chsten Jahres auf euch zukommen.
Mehr will ich aber noch nicht dazu verraten, außer daß CLOVERN HOOF-Fans sicher abermals ihre Freude daran haben werden. Außerdem wollte ich mich fĂŒr Euer Interesse an der Band bedanken.

Der Dank gebĂŒhrt der Band, denn »Eye Of The Storm« ist wahrlich empfehlenswert und wird uns allen noch viel Freude bereiten außerdem war es mir ein Volksfest, ĂŒber CLOVEN HOOF berichten zu dĂŒrfen!

http://www.cloven-hoof.co.uk/

info@cloven-hoof.co.uk

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

P.S.: Als letzte News können wir noch hinterherschieben, daß Russ North mitt­ler­wei­le wieder zu CLOVEN HOOF zu­rĂŒck­ge­kehrt ist.

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CLOVEN HOOF – Resist Or Serve (Rundling)
CLOVEN HOOF – The Definitive Part One (Do It Yourself)
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Playlist: CLOVEN HOOF-Album »Cloven Hoof« in "Cavelist Metal Hammer 02/92" auf Platz 3 von Stefan Glas
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andere Projekte des CLOVEN HOOF-Musikers Lee "Air" Payne:
siehe auch: Lee Payne als Mitwirkender bei der NWoBHM-Anniversary-Show beim ''Keep It True XII''
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