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  UE-Home → History → Online Empire 30 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → AFTER ALL – Â»This Violent Decline«-Review last update: 24.04.2018, 22:56:42  

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AFTER ALL – This Violent Decline

DOCKYARD 1/SOULFOOD

Die Entwicklung von AFTER ALL kann sich durchaus sehen lassen. Auf ihrem mittlerweile sechsten Album haben sich die Belgier abermals weiter in Richtung Heftigkeit entwickelt und geben dabei wahrlich perfekte Figur ab. WĂ€hrend das 2002er Werk »Mercury Rising« noch deutlich von KlĂ€ngen der NWoBHM geprĂ€gt und der Power Metal omniprĂ€sent war, konnte schon zuletzt auf »The Vermin Breed« nachvollzogen werden, daß AFTER ALL ihre EinflĂŒsse aus dem Speed und Thrash Metal bislang eher unterdrĂŒckt zu haben scheinen, diese jedoch schon immer vorhanden waren. »This Violent Decline« stellt eben dieses eindrucksvoll unter Beweis. Das Quintett serviert uns hier ein amtliches Brett, das einen Hauch von klassischen Sounds der Bay Area versprĂŒht und auf dem auch mĂ€chtig Gas gegeben wird. Knapp 40 Minuten lang dauert diese Vollbedingung, die zur allgemeinen Beschwichtigung jedoch gar mit balladesken Tönen im Rausschmiß â€șSecond Time Aroundâ€č beendet wird. Über die nahezu gesamte Spielzeit offerieren uns die Gitarristen Christophe Depree und Dries Van Damme feinste, teilweise von EXODUS, AGENT STEEL und FORBIDDEN inspirierte Riffs, die perfekt mit den hĂ€mmernden Rhythmen der Herren Erwin Casier (b) und Kevin Strubbe (d) harmonieren. Die Songs an sich sind trotz allem recht abwechslungsreich geworden und werden von SĂ€nger Piet Foucroul mit seiner eigenstĂ€ndigen und immerzu brutal klingenden Stimme gefĂ€llig intoniert.

Da man auch mĂ€chtig Wert auf EingĂ€ngigkeit gelegt hat, bleibt der Großteil der Songs auf lange Zeit in Erinnerung. Mir beispielsweise blieb der Überhammer dieses Albums mit dem Titel â€șBlackest Moonâ€č seit dem Auftritt von AFTER ALL bei der 2006er Ausgabe des "Metal Dayz"-Festivals in Pratteln sehr lange in Erinnerung, auch wenn ich das Album zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht gehört hatte.

Man kann AFTER ALL zu dieser Leistung nur gratulieren und fĂŒr die Band hoffen, daß ihre langjĂ€hrige und harte Arbeit im Underground nun endlich belohnt wird und es den Belgiern gelingen wird, nun endlich ihre lĂ€ngst verdienten Lorbeeren einfahren zu können.

http://www.afterall.be/

super 15


Walter Scheurer

 
AFTER ALL im Überblick:
AFTER ALL – Mercury Rising (Rundling)
AFTER ALL – This Violent Decline (Rundling)
AFTER ALL – ONLINE EMPIRE 23-"Living Underground"-Artikel
AFTER ALL – ONLINE EMPIRE 28-"Living Underground"-Artikel
AFTER ALL – ONLINE EMPIRE 48-"Living Underground"-Artikel
AFTER ALL – ONLINE EMPIRE 49-"Known'n'new"-Artikel
AFTER ALL – News vom 15.02.2010
AFTER ALL – News vom 22.10.2016
AFTER ALL – News vom 17.03.2017
Playlist: AFTER ALL-Album »Cult Of Sin« in "Jahrescharts 2009" auf Platz 7 von Walter Scheurer
andere Projekte des beteiligten Musikers Kevin Strubbe:
IMPEDIGON – News vom 17.02.2002
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