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  UE-Home → History → Online Empire 78 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → BLACK STONE CHERRY – Â»Family Tree«-Review last update: 25.02.2021, 14:38:03  

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BLACK STONE CHERRY – Family Tree

MASCOT RECORDS/ROUGH TRADE

Diese vier Burschen aus Kentucky zĂ€hlen mit zu den momentan angesagtesten Rockbands. Das völlig zu recht, schließlich hat sich das Quartett durch energiegeladene und schweißtreibende Shows - und das zudem ganz offensichtlich auch immer wieder gerne - sein Publikum förmlich erkĂ€mpft und konnte sich dabei als Livemacht etablieren.

Selbstredend wußten sich BLACK STONE CHERRY aber auch, mit den bisherigen Veröffentlichungen einen guten Namen zu machen. Die Tatsache, daß die vier jungen MĂ€nner hart fĂŒr ihre Musik arbeiten, ist den Studioalben ebenso anzuhören, wie es bei den Shows zu spĂŒren ist. Ebenso, daß BLACK STONE CHERRY seit jeher ausnahmslos Sounds zum besten geben, die bemerken lassen, daß die Musiker ihren ureigenen Sound erst finden mußten, die notwendige Basis dafĂŒr aber von der Pike auf gelernt und lĂ€ngst verinnerlicht haben.

Daher sollte es nicht weiter verwundern, daß »Family Tree« exakt das bietet, was der Fan von dieser Band erwartet. Ebenso ist klar, daß die vier Burschen ihren Vorbildern immer wieder gerne die Ehre erweisen und wohl nie in die Verlegenheit geraten werden, ihre Wurzeln zu vergessen. Soll heißen, es gibt einmal mehr in erster Linie heftigen Southern Rock der Kategorie 1 A zu hören.

Fein, daß man diesem erneut auch seine Blues-Roots anmerkt und ebenso gelungen konnten auch Elemente des Soul und Funk und sogar Gospel-Zutaten integriert werden. Da all diese Stilrichtungen offenbar von Kindheit an zum Alltag der Jungs zĂ€hlten, klingt »Family Tree« auch absolut authentisch. Das gilt auch fĂŒr so manch' herzzerreißende Textzeile von Front-Sympathikus Chris Robertson, dessen Gesangsdarbietung von Album zu Album gereifter klingt.

Zwar hĂ€tte es BLACK STONE CHERRY lĂ€ngst nicht mehr nötig, etwaige Hilfe von außen zu erbitten, die Tatsache, daß kein geringerer als Warren Haynes fĂŒr â€șDancin' In The Rainâ€č im Studio vorbeischaute und sich auf seine ureigene Art einbrachte, lĂ€ĂŸt diese Nummer im Endeffekt aber doch noch ein wenig gewaltiger wirken. Aus diesem an Highlights generell verdammt reichen StĂŒck heftiger, traditionsbewußter und zugleich absolut zeitgenössischer Rock-Kunst, stechen desweiteren die verdammt heftige, in einem sich auf Anhieb im LangzeitgedĂ€chtnis festsetzendem Refrain kulminierende Single â€șBurnin'â€č, das gnadenlos Popo-tretende, wohl durchaus programmatisch zu betrachtende â€șSouthern Fried Friday Nightâ€č, das von Gospel-Chören untermalte â€șLast Breathâ€č sowie die offensichtliche Hommage â€șJames Brownâ€č hervor.

Ein erdig-trockener, transparenter Sound (die Band hat auch diese Scheibe im Alleingang produziert!) sowie ein nicht minder gelungenes, geschmackvolles Cover stellen weitere Puzzle-Teile zum gelungenen Gesamtbild dar. Die Genrekonkurrenz wird sich gehörig ins Zeug legen mĂŒssen, um »Family Tree« zu toppen! Gratulation!

http://www.blackstonecherry.com/

super 14


Walter Scheurer

 
BLACK STONE CHERRY im Überblick:
BLACK STONE CHERRY – Black To Blues (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – Black To Blues 2 (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – Family Tree (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – Kentucky (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – The Human Condition (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – ONLINE EMPIRE 76-"Living Underground"-Artikel
BLACK STONE CHERRY – ONLINE EMPIRE 85-Interview
Playlist: BLACK STONE CHERRY-Liveshow Bildein, "PictureOn-Festival" 07.08.2015 in "Jahrescharts 2015" auf Platz 2 von Walter Scheurer
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