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  UE-Home → Online Empire 81 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → BLACK STONE CHERRY – Â»Black To Blues 2«-Review last update: 27.11.2019, 23:10:34  

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BLACK STONE CHERRY – Black To Blues 2

MASCOT RECORDS/ROUGH TRADE

Nicht zuletzt die ĂŒberaus positive Resonanz auf die erste EP mit diesem Titel sowie die Top-Chart-Plazierung in den "Billboard Blues Charts" im Oktober 2017 dĂŒrfte "Kentucky's Finest" dazu bewogen haben, abermals eine EP mit Coverversionen einzuspielen.

Wie schon fĂŒr den ersten Teil haben sich die "Cherries" klassische Blues-Schmankerl ausgesucht und interpretieren diese auf ihre ureigene Art. Los geht es mit Freddie Kings â€șBig Legged Womanâ€č, bei dem sich Yates Mckendree, ein Bekannter der Burschen, an der Hammond-Orgel vorstellig macht und den Sound mĂ€chtig erweitert. WĂ€r' fein, wenn wir den Kerl schon bald als zusĂ€tzliches Bandmitglied zu hören bekommen wĂŒrden.

Freddie King zĂ€hlt ebenso zu den grĂ¶ĂŸten EinflĂŒssen der Musiker wie auch Howlin' Wolf (ein Blueser, der mit bĂŒrgerlichem Namen Chester Arthur Burnett hieß - sg), dessen â€șDown In The Bottomâ€č in weiterer Folge ebenso zu vernehmen ist. Erweitert um den fĂŒr die Band typischen Groove, dĂŒrften diese beiden Exemplare in Zukunft jede Show der Jungs bereichern. Schließlich kann man sich dem zwingenden BedĂŒrfnis, in den Rhythmus einzusteigen und diesen im Gleichklang mit der Band zu stampfen einfach, nicht entziehen.

Ebenso zwingend und mitreißend ist auch Robert Johnsons' â€șMe And The Devil Bluesâ€č ausgefallen. Zwar mußten BLACK STONE CHERRY dafĂŒr die Musik auf ihre BandverhĂ€ltnisse erst einmal abstimmen und den ursprĂŒnglich nur fĂŒr eine Akustikgitarre und Stimme geschriebenen Blues komplett neu interpretieren, der Text dieses Songs, vom wohl ersten aller "Stars" unter all den Blues-Legenden, hat aber nichts an AktualitĂ€t verloren. Ganz großes Kino!

Zu verachten sind auch die Interpretationen von â€șAll Your Love (I Miss Loving)â€č (Otis Rush) und â€șEarly One Morningâ€č (Elmore James) keinesfalls, ganz so ĂŒberwĂ€ltigend wie der eben beschriebene GĂ€nsehautgarant sind die beiden Tracks aber nicht ausgefallen.

Leider ist zwar erneut nach nur sechs Nummern Schicht im Schacht, der bereits von diversen Liveshows sowie von der 2014er Live-DVD »Thank You: Livin' Live Birmingham« bekannte â€șDeath Letter Bluesâ€č von SON HOUSE als Abgang sollte aber auch keinen Fan der Band enttĂ€uschen. Im Gegenteil, die Vorfreude auf ein Nachfolgealbum zu »Family Tree« dĂŒrfte durch diesen Appetizer sogar gehörig gesteigert worden sein und bis es soweit ist, könnte man sich ja beispielsweise ein klein wenig in Musikgeschichte weiterbilden und sich mit den Originalinterpreten beschĂ€ftigen.

DiesbezĂŒglich scheinen BLACK STONE CHERRY offenbar eine zusĂ€tzliche Aufgabe ĂŒbernommen zu haben und scheinen bemĂŒht, ihren ganz jungen Fans die Blues-Roots nĂ€herzubringen. »Black To Blues 2« ist daher als "pĂ€dagogisch wertvoll" zu betrachten! Saugeil ist das Album sowieso!

http://www.blackstonecherry.com/


Walter Scheurer

 
BLACK STONE CHERRY im Überblick:
BLACK STONE CHERRY – Black To Blues (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – Black To Blues 2 (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – Family Tree (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – Kentucky (Rundling)
BLACK STONE CHERRY – ONLINE EMPIRE 76-"Living Underground"-Artikel
Playlist: BLACK STONE CHERRY-Liveshow Bildein, "PictureOn-Festival" 07.08.2015 in "Jahrescharts 2015" auf Platz 2 von Walter Scheurer
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