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  UE-Home → History → Online Empire 76 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → NIGHT DEMON – »Live Darkness«-Review last update: 20.11.2022, 22:24:48  

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NIGHT DEMON – Live Darkness

STEAMHAMMER/SPV

Wer ihre beiden Studioalben kennt und die Band darüber hinaus schon live erlebt hat, weiß, daß sich diese drei jungen Männer aus dem sonnigen Kalifornier dem Heavy Metal in seiner ursprünglichen Form mit Leib und Seele verschrieben haben. Schließlich verstehen sie es, nicht nur diesen einwandfrei und überzeugend wiederzugeben, es sollte sich auch längst herumgesprochen, daß Jarvis Leatherby (v, b), Armand John Anthony (g) und Dusty Squires (d) auf dem besten Weg sind, eines Tages tatsächlich die Fußstapfen ihrer Idole (zu denen man neben IRON MAIDEN und METALLICA unter anderem auch DIAMOND HEAD und MOTÖRHEAD zählen darf) zu treten.

Das nun vorliegende erste Livedokument untermauert diese Theorie, denn ihre schon in Studiovariante begeisternden und zwingenden Tracks kommen live einfach noch ein wenig besser zur Geltung. Das liegt zum einen an den unglaublich energiegeladenen Aufführungen des Trios, das es sowohl im kleinsten Kellerclub als auch auf den ganz großen Open Air-Bühnen schafft, seine Zuseher vollends zu begeistern und mitzureißen. Zum anderen aber logischerweise auch an den auf den ersten Eindruck hin eher simpel wirkenden Nummern, die jedoch an Effizienz nur schwer zu überbieten sind und zudem schlicht alles beinhalten, was eine Metal-Nummer braucht.

Logisch also, daß auch an jenem Abend, an dem die drei Jungs ihre Show mitschneiden ließen, von Anfang an beste Stimmung herrschte. Interessant ist zwar, daß NIGHT DEMON eine Show in den USA aufzeichnen ließen und nicht in ihrer "zweiten Heimat" Deutschland (O-Ton Jarvis beim "Bang Your Head!!"-Festival in diesem Jahr), doch offenbar kann die Band auch in Cleveland auf ein getreues Gefolge setzen. Eben dort, genauer gesagt im "Beachland Ballroom" gastierte die Band im Dezember letzten Jahres und donnerte ihr Programm in die Meute.

Der Sound dieser Livescheibe ist zwar ein wenig dumpf geraten, kommt aber auf jeden Fall authentisch rüber und fügt sich auch gut ins Gesamtbild ein. Die Stimmung schien nämlich an jenem Abend regelrecht ausgelassen gewesen zu sein und das Publikum ab dem eröffnenden ›Welcome To The Night‹, mit dem das Trio auf rasante Manier zur Sache loslegt, in Party-Laune. Logisch auch, schließlich weiß man, was man bekommt, wenn sich die Burschen für ein Konzert auf die Bretter begeben.

Von daher ist zwar die Setlist für den NIGHT DEMON-Kenner auch nur wenig überraschend, aber was soll's, Tracks wie ›Full Speed Ahead‹, ›Hallowed Ground‹ oder ›Dawnrider‹ wissen einfach, durch ihre immense Live-Power zu beeindrucken, die nicht zuletzt der hingebungsvollen Darbietung der drei Amis zuzuschreiben ist.

In ebensolcher Manier gibt es auch immer wieder Coverversionen bei NIGHT DEMON-Gigs zu hören, die Wahl an jenem Abend fiel ausnahmsweise nichts auf einen Klassiker, sondern auf ›Evil Like A Knife‹, zu dem sich MIDNIGHT-Frontmann Athenar zu den Jungs auf die Bühne gesellte.

Cooler Doppeldecker einer aufstrebenden Band, die in der Tat das Zeug dazu hat, in einigen Jahren eine der Headliner-Positionen bei einschlägigen Festivals einzunehmen!

http://www.nightdemon.net/


Walter Scheurer

 
NIGHT DEMON im Überblick:
NIGHT DEMON – Curse Of The Damned (Rundling-Review von 2015)
NIGHT DEMON – Darkness Remains (Rundling-Review von 2017)
NIGHT DEMON – Live Darkness (Rundling-Review von 2018)
NIGHT DEMON – ONLINE EMPIRE 68-"Living Underground"-Artikel
NIGHT DEMON – News vom 29.04.2016
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