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BURNING POINT-Logo

Seit ┬╗Salvation By Fire┬ź (2001) und ┬╗Feeding The Flames┬ź (2003), den ersten beiden Alben der Band mit dem "hei├čen" Namen BURNING POINT, ist meine Liebe zu jener Band regelrecht entflammt. Leider war das Feuer in mir f├╝r die Finnen aber in Folge nahezu erloschen, da man seit 2003 kaum etwas ├╝ber die Band erfahren durfte und schon gar keine brandaktuellen Scheiben zu Geh├Âr bekam. Doch damit ist nun endlich Schlu├č.
Mit ┬╗Burned Down The Enemy┬ź haben die Herren rund um Mastermind Pete Ahonen (g, v) abermals ein brandhei├čes St├╝ck gl├╝henden Melodic Metal abgeliefert. Insgesamt elf Songs feuern BURNING POINT darauf ab und werden damit ihre Anh├Ąngerschaft einmal mehr entflammen k├Ânnen.
Ein vermeintlich hei├čes Wortgefecht mit Pete Ahonen war also angesagt, wobei sich dieser als sehr korrekter und vor allem ungemein motivierter Zeitgenosse entpuppte, der die an ihn ├╝bermittelten Fragen in Rekordzeit beantwortete. Man merkt Pete das in ihm brennende Feuer also f├Ârmlich an!

Ehrlich gesagt dachte ich nicht mehr daran, jemals wieder ein Album von BURNING POINT in H├Ąnden halten zu k├Ânnen. Weshalb diese lange Pause?

Zun├Ąchst m├Âchte ich festhalten, da├č es sich sehr gut anf├╝hlt, da├č es uns als Band nach wie vor gibt. Auch die Tatsache, da├č wir ein neues Album am Start haben, macht mich gl├╝cklich. Als unser letztes Album ┬╗Feeding The Flames┬ź im M├Ąrz M├Ąrz 2003 erschienen ist und wir in diesem Jahr einige Shows spielen konnten, waren wir guter Dinge. Gegen Ende 2003 haben wir auch damit begonnen, weitere Songs zu schreiben, um m├Âglichst schnell mit einem weiteren Album am Start zu sein. Doch irgendwann brach schlicht und ergreifend die H├Âlle los!
Die Labelmanager von MASTERVOX RECORDS, unserem finnischen Label, begannen, v├Âllig durchzudrehen und uns mit Anschuldigungen zu konfrontieren, die v├Âllig haltlos waren. Ich m├Âchte mich jetzt nicht nochmals dar├╝ber ├Ąu├čern, sondern sage dazu nur noch, da├č die Angelegenheit von Anw├Ąlten weiter bearbeitet wurde. Da unser Lizenzdeal bei LMP auch ├╝ber MASTERVOX gelaufen ist, kannst Du dir sicher vorstellen, weshalb von dieser Seite pl├Âtzlich eigenartige Zusatzklauseln in unseren Deal mit eingebaut wurden, die wir unter keinen Umst├Ąnden akzeptieren konnten. Obwohl kurz zuvor unsere Single ÔÇ║To Hell And BackÔÇ╣ erschienen war und diese in den L├Ąndern, wo sie erschienen ist (Finnland und Schweden) recht erfolgreich gelaufen war, mu├čten wir uns um einen neuen Deal umsehen. Abgesehen davon, wollte ich meine Kreativit├Ąt nicht durch derlei Probleme gehemmt wissen und gr├╝ndete deshalb meine zweite Band GHOST MACHINERY. Nach einer Demo-CD konnten wir einen Deal einfahren und schon kurz darauf war ┬╗Haunting Remains┬ź, unser Debut, ├╝ber SOUND RIOT RECORDS erschienen. Nach einigen Konzerten im Anschlu├č an die Ver├Âffentlichung begann ich auch damit, weitere Songs f├╝r BURNING POINT zu komponieren und startete mit einigen Kumpels unter dem Banner STARGAZERY ein weiteres Projekt. Auch wenn mittlerweile fast vier Jahre seit ┬╗Feeding The Flames┬ź vergangen sind, haben ich nie auf der faulen Haut gelegen. [lacht]

BURNING POINT-Bandphoto 1

Auch wir sind alle froh dar├╝ber, da├č BURNING POINT als Band noch existieren. Ganz so einfach stelle ich mir aber das Leben als Band, speziell das Proben, bei BURNING POINT dennoch nicht vor, schlie├člich habt ihr ja noch immer keinen Bassisten im Line-up.

Das ist an sich korrekt. Im Moment haben wir mehrere Kandidaten in der engeren Auswahl. In ein paar Monaten werde ich wohl definitiv einen neuen Bassisten bei BURNING POINT pr├Ąsentieren k├Ânnen. (Seit das Interview stattgefunden hat, konnten BURNING POINT Jukka Jokikokko als neuen Basser gewinnen, der mit Pete auch bei STARGAZERY spielt. Das erkl├Ąrt auch, warum auf dem oberen Bandshot vier und auf dem unteren brandaktuellen Promophoto f├╝nf Musiker zu sehen sind... - Red.)

BURNING POINT-Bandphoto 2

Die Band besteht neben Deiner Wenigkeit und (noch) keinem Bassisten auch noch aus Jari Kaiponen (d), Jussi Ontero (k) und Pekka Kolivuori (g). Von deinen Nebenbaustellen hast Du ja bereits berichtet, doch auch Deine Kumpanen sind nicht gerade als Faulpelze bekannt.

Das ist richtig, wir sind fast immer besch├Ąftigt: Jari ist auch noch bei NNS aktiv, Pekka hat mit SICKNOTE eine weiteres Projekt am Laufen und Jussi spielt mit mir nicht nur bei BURNING POINT, sondern auch bei GHOST MACHINERY, und er ist zudem auch noch bei WILDCARD.

Auff├Ąllig an BURNING POINT ist eine offensichtliche Hingabe zum Element Feuer. Nach ┬╗Salvation By Fire┬ź und ┬╗Feeding The Flames┬ź d├╝rfen wir nun ├╝ber ┬╗Burned Down The Enemy┬ź jubeln.
Pa├čt perfekt zum Bandnamen w├╝rde ich sagen, oder steckt da noch mehr dahinter?

Das Element Feuer steht seit jeher f├╝r den Ausdruck von Gef├╝hlen, Emotionen und Leidenschaft. Genau das empfinde ich als perfekt um unsere Musik zu beschreiben. Ehrlich gesagt sind uns die Zusammenh├Ąnge aller Titel erst sp├Ąter so richtig bewu├čt geworden, ein direkter Bezug von Album zu Album besteht demnach also nicht. Eine Konzeptgeschichte existiert grunds├Ątzlich auch nicht, schon gar nicht zum Thema "Feuer". [lacht] Und auch wenn es sich nach einer Trilogie zum Thema Feuer anh├Ârt, ist dem nicht so. Vielleicht sollten wir zum Ausgleich unser n├Ąchstes Album ┬╗Ice And Snow┬ź taufen. [lacht]

Alles klar. Die "feurigen" Alben unterscheiden sich in erster Linie durch kleine Details und lassen in Summe auf eine recht ambitioniert zu Werke gehende Truppe schlie├čen, deren Entwicklung mit musikalischer Reife zu erkl├Ąren sein k├Ânnte.

Das schon, obwohl ich schon hinzuf├╝gen m├Âchte, da├č wir mit ┬╗Feeding The Flames┬ź stilistisch und auch kompositorisch einen wesentlich kleineren Schritt nach vorne getan haben, als nun mit ┬╗Burned Down The Enemy┬ź. Deswegen bin ich mit der Entwicklung der Band auch sehr zufrieden. Auf unserer neuen Scheibe sind wir an den Instrumenten wesentlich fitter als jemals zuvor und auch meine Stimme klang niemals besser. Zudem verf├╝gt das Album auch ├╝ber die bislang druckvollste Produktion. Die Songs an sich zeichnen sich ebenfalls durch eine bislang noch nie geh├Ârte Dichte aus, wie man den Ch├Âren hoffentlich anh├Âren kann. Aber ich hoffe, man merkt ┬╗Burned Down The Enemy┬ź auch an, da├č es unser bislang aggressivstes Album geworden ist.

W├Ąhrend ich das mit Ch├Âren blind unterschreiben w├╝rde, kann ich die eben erw├Ąhnte Aggressivit├Ąt nicht ganz nachvollziehen. Aber egal, vielleicht klappt es ja, mich bei einem Auftritt davon zu ├╝berzeugen.

Dazu kann ich leider noch nichts sagen, denn im Moment sind wir erst einmal dabei Verhandlungen f├╝r etwaige Tourneen zu f├╝hren. Abwarten, ob sich da etwas ergibt.

Wir haben Zeit. Was haben wir denn bislang vers├Ąumt, wenn das Thema "Gigs" auf den Tisch kommt?

Wir haben zwar bereits ein paar Gigs in unserer Karriere spielen k├Ânnen, doch die Anzahl ist f├╝r uns alle einfach zu gering. Wir lieben es, auf der B├╝hne zu stehen und Gas zu geben! Vor allem unsere Auftritte beim "Tuska Festival" in Finnland und beim "Sweden Rock" im Jahre 2003 waren sehr ergreifend, da wir nie zuvor vor derart riesigen Menschenmengen spielen konnten.

Kann ich mir vorstellen. Hoffentlich klappt es mit eurem neuen Businesspartner im Hintergrund. Der Grund f├╝r den Wechsel Eures Labels hast Du uns ja schon erl├Ąutert, wie aber seid Ihr an METAL HEAVEN geraten?

Das war auch eine kuriose Geschichte. Wir wollten urspr├╝nglich erst unsere aktuellen Songs aufnehmen, um dann daraus Demo anfertigen zu lassen, um damit Plattenfirmen abzugrasen. Im Zuge der Aussendung ist mir dann wohl ein "Mi├čgeschick" passiert. Aus irgendeinem Grund habe ich Georg von METAL HEAVEN n├Ąmlich mit einem alten Demo bemustert. Egal, ihm uns seinen Leuten hat es gefallen, deshalb sind BURNING POINT nun bei METAL HEAVEN unter Vertrag!

BURNING POINT-Headline

Ihr pa├čt musikalisch aber auch perfekt ins Portfolio dieses Labels und auch von der lyrischen Seite solltet Ihr nicht aus dem Rahmen fallen. Was gibt es eigentlich zu den Texten zu sagen?

Alle meine Texte sind eine Mischung aus Realit├Ąt und Fiktion. Allerdings ist die Basis dazu meist ein realer Hintergrund, aus dem ich dann einen mehr oder weniger erfundenen Text zusammensetze. Zu pers├Ânlich sind meine Lyrics aber auch nicht gestaltet, denn es sollte f├╝r jeden H├Ârer m├Âglich sein, den jeweiligen Song auf seine Art zu interpretieren. Was auch immer ein Fan in meine Songs hineininterpretieren mag, es kann durchaus sein, da├č er ebenso recht damit hat wie ich, auch wenn ich etwas v├Âllig anderes damit gemeint habe.

Aha. Keine Interpretation l├Ą├čt dagegen das Cover zu, da├č den Titel ┬╗Burned Down The Enemy┬ź perfekt umsetzt.

Ganz meine Meinung. Mattias Noren hat perfekte Arbeit geleistet, mehr braucht man wahrlich nicht dazu sagen!

Das Album ist noch ganz frisch und, ├Ąhem, "brandhei├č", eine dazugeh├Ârende Tournee noch nicht fixiert. Was darf der gl├╝hende BURNING POINT-Verehrer denn in naher Zukunft von Euch erwarten?

Zun├Ąchst einmal hoffe ich, da├č nicht nur wir ┬╗Burned Down The Enemy┬ź f├╝r unser bislang st├Ąrkstes Album halten. Und was die Gigs betrifft, bin ich sehr zuversichtlich, da├č BURNING POINT demn├Ąchst auf der B├╝hne zu sehen sein werden. Auch an neuen BURNING POINT-Songs werden schon bald wieder zu arbeiten beginnen, damit die n├Ąchste Pause k├╝rzer sein wird.
Abgesehen davon werde ich bald mit den Aufnahmen zu einem weiteren GHOST MACHINERY-Album beginnen. Unl├Ąngst ist auch die erste STARGAZERY-Single mit dem Titel ┬╗Dying/Rescue┬ź erschienen. Mit STARGAZERY haben wir vor, 2007 unser Debutalbum ver├Âffentlichen zu k├Ânnen, im Moment sind wir schon einmal auf der Suche nach einem Plattenvertrag, eine offenbar endlose Geschichte. [lacht]

Wollen wir hoffen, da├č dieses Thema f├╝r BURNING POINT in Zukunft keines mehr sein wird.

http://www.brnpoint.com/

info@brnpoint.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

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