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ROXXCALIBUR – Lords Of The NWOBHM

LMP/SOULFOOD

Sie werden zu Recht als "Gralshüter der NWoBHM" bezeichnet, selbst wenn so mancher Kritiker (Neider?) dieser Band unterstellt, sie wären nicht mehr als eine von vielen Coverbands. Doch, was soll's, daß diese Truppe ausnahmslos edelsten Metal anzubieten hat, muß man ebenso neidlos anerkennen, wie den Umstand, daß kaum jemand das Vermächtnis jener kulturell essentiellen Phase der Musikgeschichte gebührender pflegt als diese Jungs, die ansonsten bei Formationen wie den aufgelösten VIRON oder ABANDONED aktiv sind oder waren, aber auch schon als "Begleitband" von sich reden machen konnten, wie im letzten Jahr unter dem Banner SAVAGE GRACE, die ja nur noch in Person von Christian Logue existieren und durch das ambitionierte Auftreten einige ROXXCALIBUR-Jungs dennoch in unseren Breiten zu sehen waren.

Man bemerkt also sehr schnell, es hier sehr wohl mit Vollprofis zu tun zu haben, kein Wunder also, daß ROXXCALIBUR schon allein durch die Songauswahl für ihr zweites Album für freudige Erregung in der Klientel sorgen werden. Berechtigt, versuchen sie doch erneut, uns vorwiegend Juwelen in Erinnerung zu rufen, die von der "breiten Masse" wohl mehrheitlich längst in Vergessenheit geraten sind. Zudem macht das Quintett aber erneut auch Exponate der NWoBHM vorstellig, die bislang noch nahezu - wenn nicht gar komplett - unbekannt waren. Was also will man mehr?

Der unmißverständliche Titel ihres zweiten Albums macht zwar klar, daß sie ihre Auszeichnung sehr wohl mit Stolz tragen, allerdings wissen sie mit dieser auch würdevoll umzugehen, schließlich können sie mit diesem, von Produzenten-Legende Chris Tsangarides endveredelten Teil erneut voll und ganz überzeugen.

Der Fünfer erweist sich dabei nicht nur abermals über jeden Zweifel erhaben, was die spielerische Komponente betrifft, sondern selbstredend auch hinsichtlich der Songauswahl. So bleibt der "Trüffelschwein"-Aspekt selbst für Kenner hoch, lassen uns die Burschen doch an Tracks von illustren Kapellen wie OXYM oder CRYER erfreuen (und im Anschluß daran nach deren Veröffentlichungen suchen). Aber auch an Material einigermaßen bekannter, Zeit ihrer Existenz aber leider sträflich unterbewerteter Bands mangelt es keineswegs. Namen wie WITCHFYNDE, deren ›Stagefright‹ mit zu den Highlights dieses Albums zählt, SPARTA (›Angel Of Death‹) und MORE (›Atomic Rock‹) bürgen ohnehin auch 30 Jahre nach dem "Phänomen NWoBHM" für Qualität (wie auch für freudige Erregung), fein, daß man auch hier ausnahmslos von gelungenen Neueinspielungen sprechen kann. Da ROXXCALIBUR aber auch bei den Interpretationen von Tracks größerer Formationen wie TYGERS OF PAN TANG (›Hellbound‹), HOLLOW GROUND (›Flying High‹) und - Trommelwirbel und persönlicher Dank, weil mit ›If Heaven Is Hell‹ einer meiner All-Time-Lieblingstracks überhaupt hier vertreten ist - TOKYO BLADE, gute Figur abgeben und für Sammler noch zu erwähnen ist, daß mit ›Lift Up Your Eyes‹ ein bis dato unveröffentlichter SAXON-Track zu hören ist, stellt »Lords Of The NWOBHM« ein wahres Leckerli, mehr noch ein Muß für jeden Headbanger dar!

Meiner Meinung nach ist dieses Album aber nicht nur musikhistorisch von unschätzbarem Wert, obendrein muß man der Band für ihre überaus lehrreiche Darbietung sogar attestieren muß, pädagogisch wertvolle Arbeit geleistet zu haben!

http://www.roxxcalibur.com/

super 14


Walter Scheurer

 
ROXXCALIBUR im Überblick:
ROXXCALIBUR – Lords Of The NWOBHM (Rundling-Review von 2011)
ROXXCALIBUR – NWoBHM For Muthas (Rundling-Review von 2009)
ROXXCALIBUR – ONLINE EMPIRE 39-"Living Underground"-Artikel
ROXXCALIBUR – ONLINE EMPIRE 44-"Living Underground"-Artikel
ROXXCALIBUR – News vom 26.11.2008
ROXXCALIBUR – News vom 22.04.2010
ROXXCALIBUR – News vom 18.09.2010
ROXXCALIBUR – News vom 31.05.2011
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