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  UE-Home → History → Y-Files »UE« → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → NADIR (D) – »Don't Believe In Grey Suits«-Review last update: 03.02.2023, 18:16:54  

”Y-Files”-Datasheet

Contents:  NADIR (D)-Demo-Review: »Don't Believe In Grey Suits«

Date:  21.10.1991 (created), 06.10.2010 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  METAL HAMMER

Status:  unreleased

Reason:  database overflow

Task:  revitalize

Comment:

Das NADIR-Review hatte ich für die Underground-Seiten von METAL HAMMER 12/1991 verfaßt, wo es aus Platzgründen leider gestrichen wurde. Da es auch später nicht nachgeholt wurde, soll es nun an dieser Stelle "zweitverwertet" werden. Um zu symbolisieren, daß es ursprünglich ein Review für den METAL HAMMER gewesen war, haben wir das Logo mit dem gleichen Effekt bestückt wie die anderen Logos aus den gehämmerten Underground-Seiten.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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NADIR (D)-Logo

Don't Believe In Grey Suits

Eigentlich war ich kurz davor gewesen, »Don't Believe In Grey Suits« von NADIR schon nach den ersten Minuten wieder in die Ecke zu legen, da der Instrumentalanfang des Demos in meinen Augen doch recht lasch und lustlos rüberkommt. Doch im Anschluß legt man verdammt fetzig und groovig los und spielt seine gesamte Erfahrung aus, welche man angesichts der Tatsache, daß man mit »Don't Trust In Grey Suits« bereits sein drittes Demo vorlegt, sicherlich bereits reichlich gesammelt hat. Außerdem steht zu vermuten, daß sich die Musiker von NADIR bei einem Alter von 25 beziehungsweise 26 Jahren schon zuvor in anderen Bands verdingt haben und somit "alte Hasen" sind. So läßt sich auch leicht die sichere, gelöste Präsentation der sechs Songs erklären. Aber auch der 20-jährige Band-Benjamin Chany, die ihrerseits bei NADIR das Mikro schwingt, hat da keinerlei Probleme in ähnlicher Weise in den Reigen miteinzusteigen. Sie versteht es, dem Sound von NADIR jenen Touch der Individualität zu verleihen. Selbiger, der Sound nämlich, wäre wohl am treffendsten mit dem Begriff "melodischer Heavy Rock mit dezent progressivem Einschlag" zu umschreiben, wobei sich das Spektrum von NADIR von schwungvollen Uptempo-Parts bis hin zu verhaltenen, langsamen Passagen erstreckt, die man oft in den Songs miteinander kombiniert. Auch will ich mal sagen, daß NADIR einen recht eigenständigen Stil gefunden haben, denn nachdem ich das Tape nun schon längere Zeit kenne, wäre mir immer noch keine Band bewußt, die man als Vergleich heranziehen könnte.

Nicht unerwähnt sollen die sozialkritisch angehauchten Texte bleiben, die einige brisante Themen angehen. So setzt man auch im Covermotiv den Titel des Demos in bissiger Art und Weise um.

Wollen wir also abschließend von einem Demo sprechen, das nicht durch irgendwelche Sensationen auf sich aufmerksam macht, sondern beweist, daß man auch mit leisen Tönen viel aussagen und einen Preis von 10,- DM locker rechtfertigen kann.


Stefan Glas

 
NADIR (D) im Überblick:
NADIR (D) – Don't Believe In Grey Suits (Demo-Review von 1991 aus Underground Empire 5)
NADIR (D) – Don't Believe In Grey Suits (Demo-Review von 1991 aus Y-Files)
NADIR (D) – Industrial Deliverance (Demo-Review von 1994 aus Underground Empire 7)
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