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LIVING LOUD-Logo

LIVING LOUD-Headline

Vor einigen Tagen erschien das selbstbetitelte Album des All-Star-Projekts LIVING LOUD, hinter dem sich Lee Kerslake (d, URIAH HEEP), Bob Daisley (b, ex-RAINBOW, -BLACK SABBATH, etc.), Don Airey (k, DEEP PURPLE), Steve Morse (g, DEEP PURPLE) und Jimmy Barnes (v, fr├╝her bei COLD CHISEL, mittlerweile als Solok├╝nstler in Australien ein Superstar, au├čerhalb des f├╝nften Kontinents jedoch nahezu unbekannt) verbergen.
Doch ┬╗Living Loud┬ź ist weit mehr als nur eine Platte: So ging der etwas obskure "Musikerfindungsproze├č" von LIVING LOUD mehr als einmal durch die Presse. Doch um die Tragweite der "LL"-Aff├Ąre absch├Ątzen zu k├Ânnen, sollte man bedenken, da├č die beiden Initiatoren Lee Kerslake und Bob Daisley auf den ersten beiden Ozzy Osbourne-Platten ┬╗Blizzard Of Oz┬ź ('80) und ┬╗Diary Of A Madman┬ź ('81) mitgespielt hatten, da├č ihr Beitrag nach Gerichtsstreitigkeiten um die Tantiemen kurzerhand vom Osbourne-Clan gel├Âscht wurde und die damaligen Ozzy-Musiker Robert Trujillo und Mike Bordin die Parts neu einspielten. Daher tauchen die Namen von Lee und Bob zwar noch im Booklet der 2002 erschienenen Remaster-Versionen der beiden Alben auf, jedoch sind die beiden nicht mehr auf der CD zu h├Âren. Ist die LIVING LOUD-Platte also weit mehr als die Ehrenbezeugung von Lee und Bob an ihren verstorbenen Bandkollegen Randy Rhoads, den vision├Ąrsten Gitarristen, den die Metalszene gekannt hat?
Wir sandten unsere Mitarbeiterin Catrin Wiegand aus, die mit gen├╝gend Hintergrundwissen gewappnet war, um die komplette Geschichte von LIVING LOUD zu enth├╝llen. Und so mu├čte zun├Ąchst Don Airey gegen sie bestehen:

LIVING LOUD-Bandphoto 1

Es war einmal an einem Freitag im Dezember, an dem ich eigentlich von einem gewissen Herrn Airey angerufen werden sollte. Allerdings hatte ich vorsichtshalber eine Telefonnummer bekommen, bei der ich mich melden sollte, wenn der Herr es nicht t├Ąte; was ich dann nach einer halben Stunde Wartezeit tat. Zu meinem Erstaunen landete ich direkt auf dem Handy von besagtem Herrn und mu├čte erst einmal erkl├Ąren, woher ich seine Nummer habe und warum ich ihn anrufe. Na ja, schlie├člich erkl├Ąrte er, da├č er wohl vergessen habe, da├č er Interviews geben solle...

Du bist jetzt also ein Mitglied von LIVING LOUD?

Das sind alles Freunde von mir und so l├Ąuft das.

Also ist das Ganze eine Band und nicht nur ein Projekt?

Ich kenne da keinen Unterschied.

Und warum wurde es zuerst geheimgehalten, da├č Du daran beteiligt bist?

Wei├č ich nicht.

Wie kam es zu Deiner Beteiligung?

Jemand hat mich angerufen.

Aha. Und wer war das?

Rate mal!

Bob Daisley sagt, es sei Drew Thompson gewesen...

Bob ist ein alter Freund von mir. Wir waren drei Jahre zusammen auf Tour, weil wir beide in der Osbourne-Band waren (die ┬╗Blizzard Of Ozz┬ź-Band, 1980-83 - cw). Man kann so schwer "nein" zu ihm sagen. Er ist ein guter Freund von mir.

Und wann hat er Dich kontaktiert?

25 Minuten nach 3, am 4. August [Pause] 2003. [kichert]

So sp├Ąt? Bob sagt immer, da├č er die Idee schon seit ├╝ber zehn Jahren habe. Aber er hat Dich nicht fr├╝her mal darauf angesprochen?

Nein, ich kam nur dazu und f├╝gte die Keyboards zum Album hinzu. Sie hatten die ansonsten fertigen Tapes und kamen ins Studio nach London und riefen mich an. Ich glaube, da h├Ątte vielleicht jemand anderes spielen sollen, aber der tat es nicht. (Dieser Jemand war kein Geringerer als Jon Lord, Dons Vorg├Ąnger bei DEEP PURPLE! - cw) Also waren sie ziemlich verzweifelt und fragten, ob ich ihnen einen Gefallen tun k├Ânne. Und wir haben viel gelacht.

Auf ┬╗Diary Of A Madman┬ź, dem zweiten Ozzy-Album, von dem eine H├Ąlfte der Ozzy-Cover auf dem LIVING LOUD-Album stammt, bist Du nicht genannt...

Nein, da habe ich wirklich nicht drauf gespielt. Sie wollten mich zwar haben, aber ich war auf Tour mit irgendwem, vielleicht RAINBOW oder so. Ich war jedenfalls nicht verf├╝gbar.

Auf der Version des LIVING LOUD-Albums, die in Deutschland erschien, ist das Logo mit f├╝nf Silhouetten und f├╝nf Namen zu sehen. Du wurdest ganz offensichtlich auf der linken Seite hinzugef├╝gt, w├Ąhrend du auf der urspr├╝nglichen, australischen Ver├Âffentlichung fehlst - wie man auf dieser Abbbildung sieht:

LIVING LOUD-Cover

Warum?

Seither hat sich nichts ver├Ąndert. Ich habe das nur als eine Session gemacht. Und dann habe ich ein Konzert mit ihnen in Australien gespielt. Also haben sie mich auf das Cover gesetzt. Ich will damit sagen, da├č ich nicht viel Kontrolle ├╝ber das alles habe. Versteh' das nicht falsch, aber ich bin nur ein professioneller Musiker. Wei├čt Du, was ich damit sagen will? Ich habe herausgefunden, da├č es eine Menge Dinge im Musikgesch├Ąft gibt, die au├čerhalb Deiner Kontrolle als Musiker liegen. Aber so werden Platten verkauft und man mu├č eben allem zu einem guten Start verhelfen.

Also siehst Du Dich selbst immer noch als professionellen Musiker, der ├╝berall spielt, wer auch immer anruft?

Oh nein. Ich schr├Ąnke mich da sehr ein, was ich mache. Ich bin jetzt haupts├Ąchlich bei DEEP PURPLE.

UNICEF benutzt die LIVING LOUD-Single. Wie kam das zustande?

Welche Single?

ÔÇ║In The Name Of GodÔÇ╣; es gibt ein Promo-Video von UNICEF.

Habe ich noch nicht gesehen.

Also hast Du auch die DVD noch nicht?

Nein.

Ergo kannst Du mir wohl auch nicht erz├Ąhlen, wie es zu der Zusammenarbeit mit UNICEF kam.

Genau. [lacht] Sorry, ich glaube, ich bin nicht besonders hilfreich.

Aber da Du bei dem Konzert mitgespielt hast, kannst Du mir vielleicht dar├╝ber etwas sagen! Warum sind die Songs in derselben Reihenfolge wie auf dem Studioalbum?

Wei├č ich nicht.

Okay... Meiner Meinung nach klingt diese Band live viel besser als auf dem Studioalbum. Geht es Dir genauso?

Wie soll ich das beurteilen? Es war ein gro├čartiger Gig. Es war eine gro├čartige Atmosph├Ąre. Jimmy Barnes war absolut umwerfend. Und das ist es, an was ich mich erinnere. So war Steve Morse, er spielt sich live den Arsch ab. Das passiert oft, wenn man live spielt. Wo ich gerade davon spreche, ich habe gerade die DVD von THE BAND namens "The Last Waltz" bekommen (ein Film von Martin Scorsese von 1978, der 2002 auf DVD erschienen ist: jede Menge Stars spielen f├╝r eine Show zusammen mit THE BAND von Robbie Robertson; diese Gruppe fungierte in ihren Anfangstagen als Begleitband von Bob Dylan - cw) und die Art, wie die Musiker die St├╝cke spielen, unterscheidet sich ziemlich deutlich von den jeweiligen Originalen. Oft ist es so, da├č man die Songs im Studio tats├Ąchlich zum ersten Mal spielt. Und nat├╝rlich probt man sie, bevor man sie live spielt; also werden sie dadurch besser.

Aber Ihr hattet nicht viel Zeit zum Proben.

Oh doch! Fast drei Tage! [lacht] Das ist heutzutage eine Menge.

Es wird gerade versucht, LIVING LOUD als wirklich laute, harte Metal-Band zu promoten. Aber die eigenen Songs sind doch fast alles blueslastige Balladen.

H├Âr mal, ich bin nicht wirklich hilfreich f├╝r Dich. Es tut mir wirklich leid, aber ich w├╝rde dieses Interview hier gern beenden. Es war nett, mit Dir zu sprechen.

Gibt es sonst noch was, was Du der Welt mitteilen m├Âchtest?

Nein, nicht wirklich. Vielen Dank f├╝r den Anruf. Ich wei├č das wirklich zu sch├Ątzen. Bye.

Wie man sieht, k├Ânnen wenige Worte manchmal auch sehr viel aussagen. Dennoch war damit der Wissensdurst unserer Spezialagentin bei weitem noch nicht gestillt, so da├č auch LIVING LOUD-Initiator Bob Daisley Rede und Antwort stehen mu├čte. Also erteilen wir Catrin ein weiteres Mal das Wort:

LIVING LOUD-Photo: Bob Daisley

Im Gegensatz zu Don Airey erwies sich Bob Daisley als extrem wortreich. Und er scheint auch gern Interviews zu geben, denn zu meinem mittleren Erstaunen klingelte mein Telefon schon zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit. Auch wenn er im ersten Teil des Gespr├Ąchs erst einmal auf jedes Stichwort seine Promo-Schw├Ąrmereien herunterspulte, ging er nach einer Weile auch auf Punkte ein, die so nicht im Booklet oder vorab ver├Âffentlichtem Material stehen.
Als kurze Einleitung f├╝r alle, die die Biographie des Mannes nicht (auswendig) kennen: Der 1950 geborene Bassist nimmt seit 1970 regelm├Ą├čig an mehreren Alben-Aufnahmen bzw. Touren im Rocksektor pro Jahr teil. Einem breiten Publikum wurde er 1978 als Bassist von (Ritchie Blackmore's) RAINBOW bekannt. Die f├╝r das Verst├Ąndnis dieses Interviews wichtigen Stationen sind:
Ozzy Osbourne: ┬╗Blizzard Of Ozz┬ź (1980), ┬╗Diary Of A Madman┬ź (1981), ┬╗Bark At The Moon┬ź (1983), ┬╗The Ultimate Sin┬ź (1985), ┬╗No Rest For The Wicked┬ź (1988), ┬╗No More Tears┬ź (1991)
URIAH HEEP: ┬╗Abominog┬ź (1982), ┬╗Head First┬ź (1983)
Gary Moore: ┬╗Victims Of The Future┬ź (1983), ┬╗Run For Cover┬ź (1985), ┬╗Wild Frontier┬ź (1987), ┬╗After The War┬ź (1989), ┬╗Still Got The Blues" (1990), ┬╗After Hours┬ź (1992), ┬╗Power Of The Blues┬ź (2004)
HOOCHIE COOCHIE MEN: ┬╗Hoochie Coochie Men┬ź (2002), ┬╗Live At The Basement┬ź (2003, Live-Doppel-CD und -DVD mit Jon Lord als Gast)

Du hattest diese Idee also schon seit zehn oder zw├Âlf Jahren...

Die Idee, Ozzy-Songs noch einmal aufzunehmen, hatte ich schon seit ungef├Ąhr zehn Jahren. Lee Kerslake, der Schlagzeuger auf den ersten Ozzy-Alben, und ich sprachen schon dar├╝ber, eventuell unser pers├Ânliches Tribute an Randy Rhoads einzuspielen, kurz nachdem er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Aber die urspr├╝ngliche Idee war, mit ein paar verschiedenen Gastgitarristen, Gasts├Ąngern und vielleicht sogar Gastkeyboardern zu arbeiten. Irgendwann w├Ąren wir vielleicht auch dazu gekommen, aber immer, wenn wir uns ernsthafte Gedanken dazu machten, war irgendjemand nicht verf├╝gbar und so kam es nie dazu.
Als sich also diese M├Âglichkeit bot, dachte ich "Perfekt!" Wir haben ein paar alte Songs und eben auch ein paar neue Songs aufgenommen. Sobald Lee, ich selbst und Steve Morse angefangen hatten, zusammenzuarbeiten, f├╝hlte es sich sehr gut an und ich dachte mir, da├č wir keinen anderen Gitarristen brauchen. Es begann sich mehr wie eine Band als wie ein Projekt anzuf├╝hlen. Wenn man mit einer Menge G├Ąsten ein Album aufnimmt, dann ist es offensichtlich ein Projekt. Aber das hier f├╝hlte sich wie eine Band an. Als Jimmy Barnes dazukam und zu singen begann, merkte ich sofort, da├č wir auch keinen anderen S├Ąnger brauchen. Urspr├╝nglich h├Ątte Jon Lord auf einigen Songs spielen sollen und Don Airey auf den anderen. Aber dann stellte sich heraus, da├č Jon Lord keine Zeit hatte und ich dachte mir, da├č es besser w├Ąre, wenn wir auch nur einen Keyboarder, n├Ąmlich Don Airey, h├Ątten. Und er war perfekt daf├╝r, schlie├člich hatte er auch auf den ersten Ozzy-Alben mitgespielt. Also wurde aus dem Projekt mit verschiedenen G├Ąsten eine Band: ein Gitarrist, ein S├Ąnger, ein Keyboarder. Es klang viel besser, als wir es je erhofft hatten. Ich wu├čte schlie├člich auch nicht, ob es funktionieren w├╝rde oder nicht. Manchmal kann man den besten Gitarristen, den besten S├Ąnger oder generell die besten Musiker zusammen in einen Raum stecken und es funktioniert nicht. Entweder passen die Egos nicht zusammen oder die Chemie stimmt nicht oder es entsteht einfach keine kreative Zusammenarbeit. Aber bei LIVING LOUD war es perfekt. Es funktionierte wirklich gut und wir standen schlie├člich alle unter enormen Druck, da wir nicht viel Zeit hatten. Die Tatsache, da├č es so gut funktionierte, machte es aber trotzdem zu einem Vergn├╝gen.

Gab es irgendein Ereignis oder eine Begebenheit, die diese konkrete Idee ausl├Âste? Diese "zehn oder zw├Âlf Jahre", die Du immer nennst, sind eine sehr vage Angabe. Es handelt sich offensichtlich um den Zeitraum, in dem Du Ozzys Band zum letzten Mal verlassen hast...

Nun ja, wir dachten in den letzten sechs bis sieben Jahren konkreter daran, als Lee und ich begannen, die Osbournes wegen nicht gezahlter Tantiemen zu verklagen. Wir dachten, da├č wir den Fall gewinnen und dann genug Geld bekommen w├╝rden, um ein gro├čes Album wie dieses finanzieren zu k├Ânnen. Aber, wie Du wei├čt, ist das nicht geschehen, wir haben den Fall nicht gewonnen und der Oberste Gerichtshof wollte unseren Fall nicht annehmen und so bekamen wir kein Geld. Aber gl├╝cklicherweise tauchte auch ohne das gro├če Geld eine Situation auf, in der wir die M├Âglichkeit bekamen, dieses Album zusammenzustellen. Das war fantastisch f├╝r uns, denn wir dachten, da├č wir eine riesige Summe brauchen w├╝rden, aber es stellte sich heraus, da├č das gar nicht stimmte. Jemand anders glaubte an das Album, hat es finanziert und es funktionierte gro├čartig. Wir hatten diese Idee also viele Jahre mit uns herumgetragen und mu├čten auf den richtigen Zeitpunkt warteten, darauf, da├č die richtigen Leute zur Verf├╝gung standen und nat├╝rlich da├č Geld da war. Wir mu├čten die Osbournes verklagen, um zu versuchen, an unser Geld heranzukommen, aber wir haben es nicht bekommen.

Ist der Fall jetzt eigentlich endg├╝ltig abgeschlossen?

Nein, eigentlich nicht. Es sah f├╝r einen ganze Zeit sehr gut f├╝r uns aus, der Fall zog sich schlie├člich ├╝ber sechs Jahre hin, aber als wir dann vor den Obersten Gerichtshof gemu├čt h├Ątten, wollte dieser uns nicht anh├Âren. Die Osbournes sind (jetzt wieder) sehr reich, sehr m├Ąchtig und haben die besten Verbindungen. Und ich glaube, da├č sie ein paar F├Ąden gezogen haben, aber wie soll ich das beweisen?

Ich w├╝rde Dich gern noch ein bi├čchen mehr ├╝ber Randy Rhoads erz├Ąhlen h├Âren. Ein Gro├čteil der heutigen Leser hat ihn schlie├člich nie live erlebt. Wir wissen zwar, da├č er ein gro├čartiger Gitarrist war, aber was f├╝r ein Mensch war er?

Er war ein sehr hingebungsvoller Musiker. Er kam aus einer musikalischen Familie, seine Mutter war Musiklehrerin. Sie ist inzwischen eine alte Dame, aber sie leitet immer noch eine Musikschule in Los Angeles, in der Randy unterrichtet hat, obwohl er noch sehr jung war. F├╝r ihn gab es einfach nur Musik. Er wollte Ozzys Band nach einer Weile verlassen. Ich glaube, da├č er 1982, in dem Jahr, in dem er umkam, wirklich die Band verlassen wollte, um sein eigenes Ding zu machen. Er interessierte sich immer mehr f├╝r klassische Ausbildung, klassische Spielwiese und klassische Musik. Und ich glaube, da├č er die Nase voll vom Rockgesch├Ąft hatte. Ozzy und Sharon wollten ihn nicht gehen lassen, da sie ihn per Vertrag gebunden hatten. Aber er wollte da raus! Ich wei├č, da├č es einmal einen Vorfall gab, bei dem Ozzy Randy tats├Ąchlich geschlagen hat, als er herausfand, da├č Randy ihn verlassen wollte. Ich k├Ânnte da noch mehr Geschichten erz├Ąhlen, aber einige davon waren nicht sehr nett und Randy ist einer der nettesten Menschen. Randy war, wie gesagt, ein sehr hingebungsvoller Musiker und ein ganz besonderes, echtes Talent.

Das klingt so, als ob Du mit ihm sehr gut ausgekommen bist.

Randy und ich kamen sowohl in musikalischer Hinsicht gut aus, als auch als gute Freunde. Er war ein sehr sanfter Mensch.

Und Ihr habt die meisten Songs zusammen geschrieben...

Nun ja, es waren schon vier von uns notwendig, um ┬╗Diary Of A Madman┬ź zu schreiben: Lee Kerslake, ich selbst, Randy und Ozzy. Beim ersten Album war Lee in der Komponierphase noch nicht dabei, da die Auditions f├╝r einen Schlagzeuger stattfanden w├Ąhrend wir schon Songs schrieben. Es waren haupts├Ąchlich Randy und ich, die die Musik geschrieben haben; Ozzy kam mit den Gesangslinien und ich habe alle Texte geschrieben. Randy war kein Texter und Ozzy auch nicht. Ich erinnere mich an einen Morgen, an dem ich zum Fr├╝hst├╝ck herunterkam - wir wohnten dort, wo wir die Songs schrieben, auch zusammen - und Randy und Ozzy hatten versucht, ein paar Texte zu schreiben. Aber ich habe mir das durchgelesen und nur gedacht "Oh Gott, ist das furchtbar!" und dann beschlossen, da├č ich lieber die Texte schreiben w├╝rde.

Hattest Du zuvor schon Texte geschrieben?

Oh ja, hatte ich. Ich hatte 1976/'77 Texte f├╝r eine Band namens WIDOWMAKER geschrieben. Ich hatte noch nicht wirklich viel geschrieben, aber ich hatte schon einige Erfahrung. Und ich war immer schon am Texten interessiert. Ich lese sehr viel und war immer schon an Poesie und Literatur aller Art interessiert. Also war es nicht sehr schwer f├╝r mich. Es f├╝hlte sich nat├╝rlich an.

LIVING LOUD-Photo: Steve Morse + Don Airey

Wurden die sechs Ozzy-Songs, die ihr nun mit LIVING LOUD neu aufgenommen habt, dann auch wegen ihrer Texte ausgew├Ąhlt? Oder ging es haupts├Ąchlich darum, diejenigen zunehmen, die sich am besten als Tribute f├╝r Randy eigneten?

Ich wollte von jedem Album drei Songs nehmen, von denen ich dachte, da├č sie das jeweilige Album am besten repr├Ąsentieren. Sie waren Klassiker. Wir h├Ątten mehr nehmen k├Ânnen, aber ich wollte noch Raum f├╝r ein paar neue Songs lassen, Original-Songs von dieser Band. Um eben nicht ein ganzes Album mit Ozzy-Songs zu f├╝llen. Lee und ich hatten nun schon so viele Jahre dar├╝ber gesprochen. Bei der urspr├╝nglichen Version mit verschiedenen Gastmusikern h├Ątten wir wohl ein reines Coveralbum gemacht. Aber da LIVING LOUD sich schnell wie eine Band anf├╝hlte, w├Ąhlten wir nur drei Songs von jedem Album aus und schrieben lieber noch ein paar neue Songs, was auch wunderbar funktioniert hat

Es ist also reiner Zufall, da├č es sich um die jeweiligen Songs 1, 2 und 6 von jedem Album handelt?

Äh, ja... Ist das so?

Ja, ich mu├čte mir die Originalsongs erst heraussuchen, da ich kein Ozzy- Fan bin...

Wow. Das wu├čte ich gar nicht. Da hast Du aber gut aufgepa├čt. Nummer 1, 2 und 6 von jedem Album, ist das nicht seltsam... Daf├╝r mu├č es irgendeinen Grund geben. Im Unterbewu├čtsein oder so... Nummerologie ist sehr wichtig...

├ä├Ą├Ąh, f├╝r Kabbala-Anh├Ąnger, ja. Hast Du eigentlich irgendwelche Kommentare aus Ozzys Richtung zum LIVING LOUD-Album bekommen? Ich habe n├Ąmlich nirgendwo etwas geh├Ârt oder gelesen.

├ťberhaupt nichts. Ein weiterer Punkt, den ich gern zu diesen Songs noch ansprechen m├Âchte, ist, da├č es rein gar nichts damit zu tun hat, was sie (Bob meint an dieser Stelle Sharon und Ozzy - cw) mit den Alben angestellt haben. Sie haben unsere Beitr├Ąge gel├Âscht, weil wir sie verklagt haben und es nicht sehr gut f├╝r sie aussah. Es ist offensichtlich, da├č sie ihre Mit-Musiker nicht bezahlt haben und deshalb verklagt werden mu├čten. Also gingen sie ins Studio und entfernten unsere Beitr├Ąge und haben sie von jemand anderem einspielen lassen. Damit haben sie diese Klassiker ruiniert. Da├č wir diese Songs aufgenommen haben, hat damit nichts zu tun. Wir haben lange Jahre auf die Chance gewartet und jetzt kam sie eben zuf├Ąllig zu diesem Zeitpunkt. Das ist der einzige Grund und hat mit dem anderen nichts zu tun.

Das sagst Du ja auch in den Sleevenotes des Albums.

Wir wollten die Songs nicht noch einmal genau so erschaffen. Und wir wollten auch nicht, da├č sie genau so wie damals klingen. Wir haben sie "anders" gemacht, andere Arrangements und einen anderen Sound.

Das ist meiner Meinung nach auch besser so. Heute tummeln sich so viele Songs in den Charts, die Re-Recordings sind und sich genau wie die Originale anh├Âren. Ziemlich langweilig... La├č' uns mal ├╝ber die neuen Songs sprechen: Die Single "In The Name Of God" ist eine UNICEF-Single. Wie kam das zustande?

Der Song kam erst ganz am Ende. Wir hatten die sechs Ozzy-Songs umarrangiert und vier neue Songs geschrieben. Aber wir dachten uns, da├č zehn Songs vielleicht nicht genug w├Ąren und wir noch einen weiteren Song schreiben sollten, um das Ganze ein wenig auszubalancieren. Also sprachen wir dar├╝ber, noch etwas zu schreiben, was ganz anders war als alles, was wir bisher hatten. Steve Morse spielte diese akustische Melodie, die ein bi├čchen spanisch klang. Und ich fragte, ob wir das nicht ein bi├čchen mehr fern├Âstlich klingen lassen k├Ânnten. Ein bi├čchen mehr wie, na ja, LED ZEPPELIN es gemacht haben.

Der Song wurde dann ja auch in vielen Reviews mit ÔÇ║KashmirÔÇ╣ verglichen...

Yeah, okay. Wir wollten es nicht genau so klingen lassen. Nur ein bi├čchen ├Âstlicher. Wir begannen also, die Musik so zu spielen, als Jimmy aufstand und sagte: "Ich habe eine Idee f├╝r einen Text: In The Name Of God". Und ich sagte: "Das klingt gro├čartig!" Der Text war noch nicht ganz fertig und als Jimmy und ich die letzten paar Verse fertigstellten, wartete Jimmy bereits in einer Ecke im Studio darauf, den Song einzusingen. Das war im Juli 2003; die Sache mit der amerikanischen Invasion im Irak war noch im vollen Gang... Und wir dachten dar├╝ber nach, was f├╝r ein Irrsinn das ist, da├č sich Leute im Namen eines Gottes gegenseitig umbringen. Diese Kraft, die die Menschen Gott nennen, die doch f├╝r Frieden und Liebe steht - und die bringen sich daf├╝r gegenseitig um. Und wir reden hier nicht nur ├╝ber den Irak oder den Mittleren Osten, die Pal├Ąstinenser, die Katholiken, die Hindus und Sikhs und noch so viele weitere V├Âlker, die sich im Namen ihrer Religion oder ihres Gottes t├Âten. Es macht keinen Sinn, es ist scheinheilig, es ist... Wir wollten nicht so sehr predigen, aber wir wollen die Leute zumindest zum nachdenken bringen. Darum geht es in diesem Song. Und um all die unschuldigen Menschen, die da mit hineingeraten, Kinder und Familien. Also dachten wir, da├č es eine gute Idee w├Ąre, Geld, das durch diesen Song eingenommen wird, an UNICEF zu geben, um Kindern in Kriegsgebieten zu helfen.

Und wie kam die Verbindung mit UNICEF zustande? Haben sie bei Euch angerufen?

Nein, ich denke es war Drew Thompson von THOMPSON MANAGEMENT in Melbourne (bekannt durch die Vermarktung von allem, was mit "DEEP PURPLE in Australien" zu tun hat, und dem Versuch, Jimmy Barnes ├╝ber diese Schiene au├čerhalb Australiens bekannt zu machen - cw). Er hatte eine Verbindung mit UNICEF. Ich glaube, es war seine Idee, ihnen diesen Song anzubieten.

Es ist ziemlich ungew├Âhnlich, f├╝r so etwas eine Rockband zu nehmen. Laufen denn die Werbung und der Videoclip bei Euch in Australien gut?

Nicht besonders. Die Plattenfirma hat nicht besonders viel daf├╝r getan. Sie h├Ątten mehr tun sollen. Und auch UNICEF h├Ątte mehr tun k├Ânnen. Es war ihr Baby. Sie wu├čten nicht, wie sie es promoten sollten, um mehr Geld f├╝r ihre Zweck zu bekommen. Das ist leider nicht geschehen.

Im April 2004 habt ihr ein Konzert in Australien gegeben. Die Songs auf der DVD sind in der selben Reihenfolge wie auf dem Studioalbum. Warum?

Wir haben den Ablauf so gelassen, weil wir finden, da├č die Songs so gut hintereinander passen. Au├čerdem hatten wir sehr wenig Zeit und hatten die Songs noch nie zusammen live gespielt. Als DEEP PURPLE also auf Tour nach Australien kamen, hatten sie - offensichtlich - Don Airey und Steve Morse dabei. Jimmy Barnes und ich leben in Sydney. Wir hatten also den Vorteil, da├č wir (fast) alle zur gleichen Zeit am selben Ort waren und darum haben wir Lee Kerslake aus England eingeflogen. Wir hatten ein paar schnelle Proben und da wir noch nie zusammen gespielt hatten, hatten wir noch nicht einmal Zeit, um besonders dar├╝ber nachzudenken, wie wir es machen w├╝rden. Wir hatten drei halbe Tage, um das Material zu proben und die Show zu spielen und dabei gefilmt zu werden. Wir haben noch nie als Band zusammengespielt, also sagten wir uns, da├č wir die Running Order des Albums beibehalten w├╝rden. Und obwohl das Album mit 55 Minuten eine gute L├Ąnge hat, ist es f├╝r eine Show nicht lang genug. Mit verl├Ąngerten Versionen und ein paar Ansagen von Jimmy w├Ąren wir nur auf etwas mehr als eine Stunde gekommen; also haben wir einfach noch zwei weitere Cover-Songs geprobt und hinten angeh├Ąngt. Das hat recht gut funktioniert.

LIVING LOUD wird als sehr heavy und laut beworben, mit "Metal Gods" als Mitgliedern - aber die meisten der neuen Songs sind eigentlich Balladen!

[lacht] Das ist der Tenor, oder? Ich glaube, es ist beides; es gibt eine Menge gutes Heavy-Material darauf.

Aber all diese "Junge trifft M├Ądchen-Geschichten"...

Das mag ich auch nicht. Ich mochte das noch nie. Nun ja, wir hatten eben nur wenig Zeit, die Songs zu schreiben. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. So nenne ich die Songs auch. Ich mag diesen ganzen Junge/M├Ądchen-Kram nicht und das ist der Grund, warum ich bei Ozzy ├╝ber ungew├Âhnliche Dinge geschrieben habe. Ich wollte immer ├╝ber was anderes als "Baby, warum hast Du mich verlassen" und all die Schei├če schreiben. Und wenn es nach mir gegangen w├Ąre und wir mehr Zeit gehabt h├Ątten, h├Ątte ich auch mehr Texte selbst geschrieben. Aber da alles so schnell gehen mu├čte, konnten wir das nur hinbekommen, weil Jimmy, immer wenn er die musikalischen Ideen von Lee, mir und Steve Morse h├Ârte, sagte "Oh, da habe ich schon einen tollen Text, der hervorragend dazu passen w├╝rde". Und so haben wir es dann versucht und es funktionierte - aber eigentlich bevorzuge ich Sachen, die nicht Junge/M├Ądchen-Kram sind. ÔÇ║In The Name Of GodÔÇ╣ ist auch deswegen ein guter Song, weil er es nicht ist. Aber ein paar der anderen sind es eben. Ich glaube, das h├Ątte ich wahrscheinlich besser nicht sagen sollen... Aber ich stimme Dir da zu.

Ich war recht ├╝berrascht, als ich die ersten Interviews zum Thema LIVING LOUD gelesen habe, in denen Du sagst, da├č Du zuerst von Jimmy Barnes als S├Ąnger ├╝berhaupt nicht begeistert warst.

Oh, zuerst wu├čte ich ja nicht, ob er ├╝berhaupt mitmachen wollte. Ob er Ozzy-Songs singen wollte. Ich wu├čte nicht, ob er der Richtige daf├╝r w├Ąre. Und ich war nicht wirklich ein Jimmy Barnes-Fan, wei├čt Du? Aber so wie er sich eingef├╝gt hat, etwas mehr mit seiner Stimme gearbeitet hat und nicht blo├č geschrieen hat. Ich dachte: "Wow, der kann ja tats├Ąchlich auch singen!" Und als wir uns dann die Songs angeh├Ârt hatten, die wir schon aufgenommen hatten, dachte ich, da├č es zumindest funktionierte. Ziemlich gut funktionierte. Letztendlich gefiel es mir, ich war zufrieden mit dem Ergebnis.

Kam er wegen Drew Thompson ins Spiel?

Also: Ein Jahr zuvor, na ja eigentlich fr├╝h im gleichen Jahr, in dem wir das Album aufgenommen haben, war Jon Lord hier und hat ein paar klassische Konzerte gegeben. Ich habe eine Blues-Band namens HOOCHIE COOCHIE MEN und Jon hat ein paar Shows mit uns gespielt, die auch gefilmt wurden. Bei dem Gig in Sydney in einem Club namens "The Basement" kam Jimmy Barnes vorbei, um ein paar Songs mit uns zu singen. Und danach fragte mich Drew Thompson: "Warum machst Du nicht mal was zusammen mit Jon Lord und Jimmy Barnes?" Und wegen der Jon Lord- und DEEP PURPLE-Verbindung kam Steve Morse ins Spiel. Und ich wollte, da├č Lee Kerslake Schlagzeug spielt. Aber als wir dann so weit waren, hatte Jon Lord keine Zeit und so nahmen wir Don Airey - so kam es also zu Steve Morse und Jimmy Barnes. Wenn ich die freie Auswahl gehabt h├Ątte, h├Ątte ich zum Beispiel Ronnie James Dio und ein paar weitere S├Ąnger gefragt und vielleicht Steve Vai; Gary Moore hatte schon zugesagt, da├č er ein paar Songs f├╝r mich einspielen w├╝rde. Aber nun bin ich froh dar├╝ber, wie es geworden ist, definitiv mehr eine Band als ein Projekt.

Im Moment sind reine Tribute-Alben mit zusammengew├╝rfelten Musikern ja sehr in Mode.

Yeah. Und so ist es eben kein reines Tribute-Album. Wir wollten Randy Rhoads Tribut zollen und ich bin mir sicher, da├č Randy erfreut w├Ąre, zu h├Âren, was Steve Morse gemacht hat. Randy liebte Steve Morses Art zu spielen. Er dachte, er sei ein gro├čartiger Gitarrist. Und es ist eine gro├če Ehre, wenn jemand wie Steve Morse Deine Sachen spielt.

Es gibt ja noch ein paar weitere Verbindungen zu DEEP PURPLE: So ist beispielsweise Colin Hart, der lange Zeit Tourmanager von DP war, mit im Team und auch in der Gallery der DVD zu sehen.

Ich habe mit Colin Hart gearbeitet, als ich bei RAINBOW war. Er ist ein guter Kumpel, ein wirklich netter Kerl. Drew Thompson mag Colin auch, und als er Drew sagte, da├č Colin zur Verf├╝gung st├╝nde, waren wir begeistert.

Die Meldung, da├č Du und Lee tats├Ąchlich einige Ozzy-Songs aufnehmen w├╝rden, erschien vor mittlerweile fast zwei Jahren. Es gab allerdings da diverse Namen, bis ihr bei LIVING LOUD gelandet seid.

Ja, es war schwierig, einen Namen zu finden. Immer wenn jemand einen Vorschlag machte, gab es jemanden, der den Namen nicht mochte. Dann hatten wir einen Namen und fanden heraus, da├č jemand anderes ihn schon benutzte. Schlie├člich endeten wir bei "Living Out Loud", den wir alle toll fanden. Und fanden heraus, da├č es eine Gesangstruppe in Melbourne gibt, die so hei├čt. Wir hatten das Album fertig und brauchten einen Namen. Also haben wir ihn auf LIVING LOUD" gek├╝rzt und das war's.

LIVING LOUD-Photo: Jimmy Barnes

Auf Deiner Website hast Du ziemlich schnell Bilder von den Aufnahme-Sessions ver├Âffentlicht, die eindeutig auch Don Airey zeigten. Also haben alle dar├╝ber berichtet, wurden aber kurze Zeit sp├Ąter von Steve Morse gebeten, die Berichterstattung einzustellen. Warum?

Ich glaube, da├č Don zuerst darum gebeten hat, nur als Gast genannt zu werden, und es nicht nach einer festen Band aussehen zu lassen. Jon Lord hatte DEEP PURPLE gerade erst verlassen und Don Airey hatte seinen Platz gerade erst ├╝bernommen.

"Gerade erst"? Das war damals schon mehr als ein Jahr her, denn Don Airey hat seit Sommer 2001 mit DEEP PURPLE Konzerte gegeben, w├Ąhrend Jon Lords offizieller Ausstieg aber erst im Fr├╝hjahr 2002 erfolgte.

Ja, 15 oder 16 Monate. Und Don wollte keine Unruhe in DEEP PURPLE bringen. Er wollte es nicht so aussehen lassen, als ob er gerade erst bei DEEP PURPLE eingestiegen sei und nun schon wieder mit einer anderen Band unterwegs sei. Zuerst wollte er nicht, da├č es so wirken k├Ânnte, als h├Ątte er schon wieder die n├Ąchste Band mit Steve. Er war beunruhigt, da├č sie ver├Ąrgert sein k├Ânnten. Aber jetzt ist es okay. Er hat zugestimmt, da├č sein Name nun auf das Album kommt und sein Photo und jeder wei├č, da├č er in der Band ist.

Also liegt darin der Grund, warum das Logo von LIVING LOUD zuerst nur vier Musikersilhouetten zeigte und nun f├╝nf: Don hatte das Gef├╝hl, da├č es eine Vollzeit-Band und nicht nur ein Projekt war? Aber selbst nachdem er angefangen hatte, Konzerte mit DEEP PURPLE zu geben und sogar nachdem ┬╗Bananas┬ź im Sommer 2003 erschienen war, hat er doch noch bei anderen Projekten mitgewirkt ohne irgendwelche Probleme damit zu haben.

Ich glaube, das hier ist ein besonders Gewichtiges, weil es ja auch Steve Morse beinhaltet. Ich nehme an, er hatte Angst, das DEEP PURPLE-Camp zu beunruhigen.

War das URIAH HEEP-Camp jemals beunruhigt? Die allererste Nachricht ├╝ber die Aufnahmen kam schlie├člich im Fr├╝hjahr 2003 von URIAH HEEP-Urgestein Mick Box!

Nein, sie hielten das f├╝r eine gro├čartige Idee. Man sollte nicht vergessen, da├č Lee nun seit ├╝ber 30 Jahren bei URIAH HEEP ist. Und Don war sozusagen erst seit 30 Tagen bei DEEP PURPLE.

Auf Eurer offiziellen Website hei├čt es, da├č Ihr plant, im Sommer in Europa auf Tour zu gehen. Gibt es da mittlerweile konkrete Pl├Ąne?

Es gibt die M├Âglichkeit, da├č wir ein paar Shows machen werden. Wir m├╝ssen abwarten, ob alle Zeit haben. Wir sprechen von ein paar Shows im Fr├╝hjahr in Australien und Neuseeland und dann vielleicht ein paar Festivals in Europa im Juni und Juli. Es sieht gut aus, aber wir m├╝ssen warten, ob Angebote kommen.

...und niemand zu der Zeit auf Tour ist... Hast Du eigentlich zur Zeit noch eine andere Band?

Als letztes habe ich mit Gary Moore gearbeitet: Ich habe auf dem Gary Moore-Album gespielt, das im Juni 2004 erschien. Und dann flog ich nach London und probte mit Gary, um ein paar Festivals zu spielen. Ein paar haben wir auch gemacht, aber dann hat er sich den Finger verletzt und konnte nicht weitermachen. Ich h├Ątte im Oktober/November eine Tour durch Gro├čbritannien mit ihm spielen sollen, aber da sein Finger noch nicht v├Âllig verheilt war, als es Zeit war, die Vertr├Ąge zu unterschreiben und Werbung zu machen, wurde die Tour ebenfalls abgesagt. Ich warte jetzt also ab, was als n├Ąchstes mit Gary passiert, weil er als n├Ąchstes wohl wieder ein Album aufnehmen wird. Das werde ich wohl 2005 machen, ich w├╝rde aber LIVING LOUD Vorrang geben.

Werden denn LIVING LOUD im Jahr 2005 ein weiteres Album aufnehmen?

Vielleicht. Wir m├╝ssen abwarten, was mit diesem Album geschieht, weil es immer noch recht neu ist. Es ist in Europa, Japan und Amerika noch nicht einmal erschienen. Wenn es rauskommt und gut l├Ąuft, kann es bestimmt noch ein weiteres Album geben. Es ist jetzt in Australien seit ein paar Monaten drau├čen, aber das war eine andere Plattenfirma und die haben nichts f├╝r das Album getan.

Hier erscheint die Platte bei EMI.

Ja, und EMI hat hier auch die DVD herausgebracht. EMI hat auch ein Live-Album mit uns hier aufgenommen, das noch nicht erschienen ist.

Zur├╝ck zum Album: Bei ÔÇ║Mr. CrowleyÔÇ╣ habt Ihr einen absonderlichen Vocal-Effekt benutzt. Was zum Geier ist das?!?

[lacht] Das ist ein Verzerrungsmikrofon. Ein Mikrofon, wie man es zur Aufnahme von Mundharmonikas benutzt. Es wir auf laut gestellt, so da├č es verzerrt und dann wir der Effekt durch einen Leslie gejagt.

Das benutzt Ihr sogar live.

Ja.

Aber warum um alles in der Welt tut Ihr das?!?

Einfach nur, um es anders als das Original klingen zu lassen. Es ist schwierig f├╝r einen S├Ąnger, so etwas wie "Mr. Crowley" zu singen, wenn man nicht gerade Ozzy Osbourne oder Alice Cooper oder Marilyn Manson oder so jemand ist.

Sein Haus hat aber Jimmy Page gekauft. ;-)

Allerdings. Vielleicht h├Ątten wir Jimmy Page es singen lassen sollen - abgesehen davon, da├č er kein S├Ąnger ist. Aber es war schon schwierig: Wie machen wir blo├č "Mr. Crowley"? Dann haben wir diesen Effekt auf die Stimme gelegt. Wir wollten, da├č es seltsam klingt. Und das tut es.

Aber Ihr mu├čtet bei ÔÇ║Crazy TrainÔÇ╣ nicht seltsam klingen?

Da gab es ein anderes Problem, weil ÔÇ║Crazy TrainÔÇ╣ zu eine Hymne geworden ist. Offensichtlich hat es ein sehr bekanntes Riff. Wir wollten das auch ein bi├čchen anders klingen lassen. Weil Jimmy ein ganz anderer Typ S├Ąnger ist als Ozzy und wir nichts machen wollten, das nach Ozzy klingt. Ich mag den Effekt des Endproduktes.

Ich nicht... [Bob lacht] Ihr seid f├╝nf Leute, die auf drei verschiedenen Kontinenten leben. Ist das eher ein Problem oder ein Pluspunkt?

Es ist schon ein kleines Problem. Nicht nur, da├č wir auf verschiedenen Kontinenten leben, wir sind auch in verschiedenen Bands. Wir h├Ątten da Don in England und Lee in England und Steve in Amerika und Jimmy und mich hier. Jimmy hat seine eigene Band und ich mache Sachen mit Gary Moore. Lee ist mit URIAH HEEP unterwegs und Don und Steve mit DEEP PURPLE. Es ist schwierig, alle zur selben Zeit an den selben Ort zu bekommen. Darum haben wir ja die Chance ergriffen, als Steve und Don mit DEEP PURPLE hier waren. Wir dachten nur: "Schnell, bringt Lee r├╝ber und la├čt uns ein paar Shows spielen!"

Das Album habt Ihr allerdings in Steve Morses "Hinterhof" aufgenommen.

Wir haben bei Steve geprobt, Songs geschrieben und Demos aufgenommen. Und dann sind wir in ein richtiges Studio in Orlando, Florida gegangen und haben das Album aufgenommen: Drums, Gitarren, Ba├č und Gesang. Und in London folgten die Keyboards.

Und wer hat vorgeschlagen, in Orlando aufzunehmen?

Das k├Ânnte Colin Hart gewesen sein. Vielleicht kannte er das Studio, weil er in Florida wohnt (Sollte er eigentlich, denn DEEP PURPLE haben dort auch schon aufgenommen - cw). Ich bin mir nicht sicher, aber da Steve und Colin beide in Florida wohnen... Du hast vorhin gesagt, da├č Du die Live-Versionen lieber magst. Du magst sie lieber als die Studioversionen?

Ja, sogar ziemlich deutlich. Sie klingen "rauher" oder wie auch immer man das ausdr├╝cken soll...

Das finde ich gut. Ja, sie sind rauher. Und es gibt eine Menge nerv├Âser Energie. Es wurde sehr schnell zusammengestellt. Wie schon erw├Ąhnt, wir hatten vorher noch nie live zusammen gespielt. Es war nervenaufreibend und wir hatten kaum Zeit zur Vorbereitung.

Was gleich ins Auge f├Ąllt, ist Lee Kerslakes Performance. Ich habe ihn mit URIAH HEEP ungef├Ąhr zehnmal in den letzten zehn Jahren gesehen, aber bei LIVING LOUD er sieht so anders aus, viel kraftvoller.

Wir haben jede Menge positive Kommentare ├╝ber Lee bekommen. In der Nacht, in der wir in Sydney gespielt haben, hatten wir ein paar Freunde dabei. Er ist fucking great. Er spielt noch diese alte Schule, wie sie Led Zeppelin-Drummer John Bonham gespielt hat.

John Bonham lebt nicht mehr, Cozy Powell ist nicht mehr unter uns...

Jaaaa, Lee sollte besser gut auf sich aufpassen! [lacht]

LIVING LOUD-Photo: Bob Daisley, Jimmy Barnes, Lee Kerslake + Steve Morse

Ich w├╝rde gern noch mehr Geschichten ├╝ber Randy Rhoads h├Âren, ein paar private Bemerkungen.

Ach, ich wei├č nicht. Das ist schon so lange her. Eine Sache, an die ich mich noch genau erinnere ist, wie ich Randy in einem Pub in London getroffen habe, kurz nachdem Lee und ich Ozzy verlassen hatten: Ich traf also Ozzy und Randy und Sharon in einem Pub in London und erz├Ąhlte ihnen, da├č Lee und ich gerade bei URIAH HEEP eingestiegen waren und mit ihnen auf Tour in Amerika gehen w├╝rden. Und Randy sagte, da├č er auch dort sein w├╝rde. Das war Anfang M├Ąrz 1982. Wir flogen also nach Amerika und als wir in der Luft waren, wurde Randy bei diesem Flugzeugabsturz get├Âtet. Davon wu├čten Lee und ich, als wir in Houston, Texas, gelandet sind, nat├╝rlich noch nichts. Wir sollten die URIAH HEEP-Tour dort beginnen und wollten uns den Club, in dem wir am n├Ąchsten Abend spielen sollten, ansehen. Als wir ihn betraten, fragte das M├Ądchen an der T├╝r, ob wir nicht fr├╝her mit Ozzy gespielt h├Ątten. Ich sagte "Yeah" und sie erz├Ąhlte uns, da├č jemand an selben Morgen gestorben w├Ąre. Es h├Ątte einen Flugzeugabsturz gegeben und einige Personen w├Ąren get├Âtet worden. Sie sagte, sie w├╝├čte keine Einzelheiten, wir sollten einen Typ von der Radiostation fragen, der im Club war. Lee setzte sich an die Bar. Ich ging zu dem Typ von der Radiostation und fragte ihn nach dem Flugzeugabsturz. Er erz├Ąhlte mir daraufhin, da├č der Pilot, die Garderobenfrau namens Rachel und da├č Randy Rhoads get├Âtet worden waren. Ich rief nur "Oh, nein!", ging in die Bar, setzte mich neben Lee und konnte erst einmal nichts sagen. Er drehte sich zu mir, sah mich an und sagte: "Du bist v├Âllig wei├č im Gesicht. Was ist los?" Und ich erz├Ąhlte ihm also, da├č ich gerade herausgefunden hatte, da├č Randy bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Es war furchtbar. Wir sa├čen einfach nur da und tranken bis wir wirklich sehr betrunken waren.

Irgendwie habt Ihr es aber geschafft, die Show mit URIAH HEEP zu spielen?

Ich trug bei der Show am n├Ąchsten Abend eine schwarze Armbinde mit dem Schriftzug "Randy". An einigen Abenden haben wir den URIAH HEEP-Song ÔÇ║The WizzardÔÇ╣ gespielt, und viele Leute haben Randy so genannt. Das war wirklich traurig. Ich mu├čte mich dann immer umdrehen und mit dem R├╝cken zum Publikum spielen, weil mir Tr├Ąnen in die Augen stiegen, weil ich an Randy dachte. Er war erst ein paar Tage tot und wir standen schon wieder auf der B├╝hne.

Kannten die anderen der damaligen URIAH HEEP-Mitglieder Randy auch?

Nein, sie kannten ihn nicht wirklich. Sie hatten ihn mal getroffen.

"Only the good die young" wie man auf Englisch zu sagen pflegt...

Scheint so. Darum werde ich sehr lange leben! Wie alt bist Du eigentlich?

31. Ich habe mich noch nicht einmal f├╝r Musik interessiert, als Randy starb. Ich habe etwas sp├Ąter nat├╝rlich st├Ąndig ÔÇ║Crazy TrainÔÇ╣ zu h├Âren bekommen, weil das Livevideo in fast jeder Musiksendung gelaufen ist. Aber ich mochte Ozzys Art zu singen nie.

Dar├╝ber gab es auch Witze: Egal ob das nun Randy und ich waren, oder Zakk Wylde oder Jake E. Lee: "Ich habe da diese tolle Idee, aber Ozzy wird singen und sie ruinieren"...

Viele Leute, die hier "The Osbournes" sehen, wissen gar nicht, was er die 30 Jahre davor gemacht hat, bevor er ein "Popstar" wurde.

Das ist so traurig. Die Mensche haben allen Respekt vor ihm verloren. Es ist wie ein Ausverkauf. Aber so ist Sharon. Du mu├čt wissen, Sharon w├╝rde alles f├╝r Geld tun.

Es ist ja ganz offensichtlich, da├č Du die beiden nicht magst. Warum bist Du dann so oft zu Ozzys Band zur├╝ckgekehrt?

Ich bin immer mit ihnen in Kontakt geblieben. Ich wu├čte nicht, da├č sie unsere Tantiemen bekommen hatten. Wir hatten zuerst die Plattenfirma und Don Arden, Sharons Vater und Ozzys urspr├╝nglicher Manager, verklagt. Wir wu├čten nicht, da├č Sharon and Ozzy die Rechte an den Songs von Don Arden gekauft hatten, und sie haben es uns nicht gesagt. Also habe ich weiterhin mit ihnen gearbeitet bis 1991 und ┬╗No More Tears┬ź. Dann haben wir herausgefunden, wo die Tantiemen hingingen, da├č sie sie bekamen. Etwa 1997 hatte ich einen Proze├č begonnen, um herauszufinden, wohin die Tantiemen gingen. Und so kam es heraus. Also haben wir begonnen, sie zu verklagen. Woraufhin sie uns von den Alben genommen haben...
Ich stelle gerade fest, da├č ich eigentlich schon vor sieben Minuten jemand anderes wegen eines Interviews h├Ątte anrufen sollen! Es war wirklich nett, mit Dir zu sprechen.

So endete das Gespr├Ąch zwischen Bob und Catrin ein wenig abrupt, aber nichts desto trotz hatte es gen├╝gend Details erbracht, um LIVING LOUD und das komplexe Business-R├Ąderwerk, das Einflu├č darauf genommen hatte, komplett zu durchleuchten.

http://www.livingloud.com/

Vorbereitung & Interviews:
Catrin Thul

Bearbeitung:
Catrin Thul + Stefan Glas

LIVING LOUD im ├ťberblick:
LIVING LOUD – Living Loud (Rundling)
LIVING LOUD – ONLINE EMPIRE 22-Interview
LIVING LOUD – ONLINE EMPIRE 24-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Live Sydney Fox Studios 2004┬ź
LIVING LOUD – News vom 10.02.2004
unter dem ehemaligen Bandnamen THE RAGE:
THE RAGE – News vom 20.10.2003
THE RAGE – News vom 27.10.2003
unter dem ehemaligen Bandnamen THE MEEK:
THE MEEK – News vom 27.10.2003
andere Projekte des beteiligten Musikers Don Airey:
Don Airey – News vom 16.12.2007
ALASKA (GB) – Live (Rundling)
ALASKA (GB) – ONLINE EMPIRE 21-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Alive┬ź
BEGGAR'S BRIDE – From The Wardrobe Of My Soul (Rundling)
BEGGAR'S BRIDE – On A Trip To L.A. (Rundling)
CROSSBONES (I) – Demo '91 (Demo)
CROSSBONES (I) – News vom 23.03.2008
DEEP PURPLE – Now What?! (Rundling)
DEEP PURPLE – Rapture Of The Deep (Tour Edition) (Rundling)
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 26-"Living Underground"-Artikel
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 28-"Living Underground"-Artikel
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 62-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Live In Verona┬ź
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 65-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗From The Setting Sun... - In Wacken┬ź
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 66-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗...To The Rising Sun - In Tokyo┬ź
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 68-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Live At The NEC┬ź
DEEP PURPLE – News vom 13.03.2002
EMPIRE (D, Remscheid) – Hypnotica (Rundling)
EMPIRE (D, Remscheid) – Trading Souls (Re-Release)
EMPIRE (D, Remscheid) – News vom 13.10.2002
FASTWAY – On Target - Reworked (Rundling)
GLASGOW – News vom 18.12.2007
Roger Glover – If Life Was Easy (Rundling)
Hardin & York – ONLINE EMPIRE 24-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Wind In The Willows - The Concert┬ź
HOLLYWOOD MONSTERS – Big Trouble (Rundling)
HOLLYWOOD MONSTERS – News vom 19.10.2013
Jorn – The Duke (Rundling)
Oni Logan – News vom 29.03.2005
Bernie Marsden – The Friday Rock Shows Sessions (Rundling)
MILLENIUM (US, FL) – Hourglass (Rundling)
Gary Moore – Corridors Of Power/Run For Cover (Re-Release)
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Ozzy Osbourne – Blizzard Of Ozz (Re-Release)
Ozzy Osbourne – Diary Of A Madman (Re-Release)
Ozzy Osbourne – Speak Of The Devil (Re-Release)
Ozzy Osbourne – Tribute (Re-Release)
Ozzy Osbourne – News vom 14.07.2002
Ozzy Osbourne – News vom 23.10.2003
siehe auch: Musik von Ozzy Osbourne im Film "Ghost Rider"
siehe auch: Musik von Ozzy Osbourne im Film "Megamind"
siehe auch: Ozzy Osbourne-Logo als "Requisite" in einer Episode der vierten Staffel der TV-Serie "A-Team"
siehe auch: ÔÇ║Crazy TrainÔÇ╣ als Titelmusik f├╝r die Sendung "Roast Of Charlie Sheen"
PHENOMENA (GB) – The Complete Works (Re-Release)
Cozy Powell – Over The Top (Re-Release)
Cozy Powell – The Drums Are Back (Re-Release)
Cozy Powell – Tilt (Re-Release)
QUATERMASS II – Long Road (Rundling)
siehe auch: Review zu ┬╗RAINBOW - Das Hoerbuch┬ź
Uli Jon Roth – Legends Of Rock - Live At Castle Donnington (Rundling)
Uli Jon Roth – ONLINE EMPIRE 15-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Legends Of Rock - Live At Castle Donnington┬ź
Uli Jon Roth – News vom 14.08.1998
MICHAEL SCHENKER GROUP – A Decade Of The Mad Axeman (Rundling)
MICHAEL SCHENKER GROUP – Michael Schenker Group (Re-Release)
MICHAEL SCHENKER GROUP – Michael Schenker Group (Re-Release)
MICHAEL SCHENKER GROUP – News vom 06.12.2007
MICHAEL SCHENKER GROUP – News vom 10.12.2007
MICHAEL SCHENKER GROUP – News vom 16.12.2007
SCHUBERT IN ROCK – Schubert In Rock (Rundling)
SCHUBERT IN ROCK – ONLINE EMPIRE 76-Interview
SCHUBERT IN ROCK – News vom 26.06.2013
SILVER (D) – Intruder (Rundling)
THE COMPANY OF SNAKES – Here They Go Again (Rundling)
THE COMPANY OF SNAKES – News vom 20.02.1999
THE KICK – News vom 09.04.2008
Will Wallner & Vivien Vain – The Battle Of Clyst Heath (Rundling)
WHITESNAKE – 1987 (30th Anniversary Edition) (Re-Release)
WHITESNAKE – 1987/Slip Of The Tongue (Re-Release)
WHITESNAKE – 1987/Slip Of The Tongue (Re-Release)
Playlist: WHITESNAKE-Album »1987« in "Playboylist Underground Empire 5" auf Platz 4 von Thomas Heyer
siehe auch: Musicalversion von ÔÇ║Here I Go AgainÔÇ╣ von WHITESNAKE im Film "Rock Of Ages"
siehe auch: Musik von WHITESNAKE im Film "Bad Teacher"
siehe auch: Musik von WHITESNAKE in einer Episode der zweiten Staffel der TV-Serie "American Dad!"
siehe auch: WHITESNAKE als Bestandteil der Storyline einer Episode der achten Staffel der TV-Serie "Smallville"
siehe auch: WHITESNAKE als Bestandteil der Storyline einer Episode der vierten Staffel der TV-Serie "21 Jump Street"
siehe auch: WHITESNAKE als Bestandteil der Storyline von zwei Episoden der zehnten Staffel der TV-Serie "Smallville"
ZENO – Zeno (Re-Release)
andere Projekte des beteiligten Musikers Jimmy Barnes:
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Jimmy Barnes – News vom 11.09.2006
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COLD CHISEL – News vom 10.06.2007
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HOOCHIE COOCHIE MEN – News vom 22.08.2002
KAHVAS JUTE – News vom 04.02.2005
Gary Moore – Corridors Of Power/Run For Cover (Re-Release)
Gary Moore – Victims Of The Future (Re-Release)
MOTHER'S ARMY – Fire On The Moon (Rundling)
Ozzy Osbourne – Bark At The Moon (Re-Release)
Ozzy Osbourne – Blizzard Of Ozz (Re-Release)
Ozzy Osbourne – Diary Of A Madman (Re-Release)
Ozzy Osbourne – No More Tears (Re-Release)
Ozzy Osbourne – News vom 14.07.2002
Ozzy Osbourne – News vom 23.10.2003
siehe auch: Musik von Ozzy Osbourne im Film "Ghost Rider"
siehe auch: Musik von Ozzy Osbourne im Film "Megamind"
siehe auch: Ozzy Osbourne steuert ÔÇ║Party With The AnimalsÔÇ╣ zum "Buffy der Vampir Killer"-Soundtrack bei
siehe auch: Ozzy Osbourne-Logo als "Requisite" in einer Episode der vierten Staffel der TV-Serie "A-Team"
siehe auch: ÔÇ║Crazy TrainÔÇ╣ als Titelmusik f├╝r die Sendung "Roast Of Charlie Sheen"
PLANET ALLIANCE – Planet Alliance (Rundling)
PLANET ALLIANCE – News vom 17.01.2006
RAINBOW – Live In Munich 1977 (Rundling)
RAINBOW – ONLINE EMPIRE 30-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Live In Munich 1977┬ź
SILVER (D) – Intruder (Rundling)
STREAM (US) – Chasin' The Dragon (Re-Release)
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Jeff Watson – Around The Sun (Re-Release)
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Ozzy Osbourne – News vom 14.07.2002
Ozzy Osbourne – News vom 23.10.2003
siehe auch: Musik von Ozzy Osbourne im Film "Ghost Rider"
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siehe auch: ÔÇ║Crazy TrainÔÇ╣ als Titelmusik f├╝r die Sendung "Roast Of Charlie Sheen"
THE GODS (GB) – News vom 17.03.2007
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URIAH HEEP – Easy Livin' - The Singles A's & B's (Rundling)
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 12-"Living Underground"-Artikel
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 13-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗The Magician's Birthday Party┬ź
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 19-"Living Underground"-Artikel
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 20-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Gypsy┬ź
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 23-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Classic Live┬ź
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 24-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗The Ultimate Anthology┬ź
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 25-"Living Underground"-Artikel
URIAH HEEP – ONLINE EMPIRE 28-"Living Underground"-Artikel
URIAH HEEP – News vom 01.02.2007
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ANGELFIRE (US, FL) – News vom 14.07.2010
Tommy Bolin & FRIENDS – Great Gypsy Soul (Rundling)
DEACON STREET – II (Rundling)
DEEP PURPLE – Now What?! (Rundling)
DEEP PURPLE – Purpendicular (Rundling)
DEEP PURPLE – Rapture Of The Deep (Tour Edition) (Rundling)
DEEP PURPLE – Total Abandon - Australia '99 (Re-Release)
DEEP PURPLE – ONLINE EMPIRE 26-"Living Underground"-Artikel
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DEEP PURPLE – News vom 13.03.2002
DEEP PURPLE – News vom 13.03.2002
Playlist: DEEP PURPLE-Liveshow Luxemburg, Place Guillaume 13.10.2000 in "Jahrescharts 2000" auf Platz 5 von Stefan Glas
DIXIE DREGS – News vom 20.09.2006
FLYING COLORS (US, TX/OH/CA/NY) – Second Flight: Live At Z7 (Rundling)
FLYING COLORS (US, TX/OH/CA/NY) – Second Nature (Rundling)
FLYING COLORS (US, TX/OH/CA/NY) – News vom 11.01.2012
Ian Gillan – Gillan's Inn (Rundling)
G3 – News vom 23.03.2012
G3 – News vom 23.04.2012
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Carmine Appice's GUITAR ZEUS – News vom 13.09.2009
KANSAS – UNDERGROUND EMPIRE 5-"It's No Metal... But I Like It"-Artikel
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Playlist: Jon Lord-Album »Concerto For Group And Orchestra« in "Jahrescharts 2012" auf Platz 3 von Stefan Glas
siehe auch: Musik von Steve Morse im Film "Zahnfee auf Bew├Ąhrung"
STEVE MORSE BAND – News vom 20.09.2006
siehe auch: Musik von STEVE MORSE BAND in einer Episode der zweiten Staffel der TV-Serie "Miami Vice"
SCHOOL OF THE ARTS – School Of The Arts (Rundling)
SEVENTH KEY – Seventh Key (Rundling)
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siehe auch: Steve Morse & Dave LaRue & Neal Morse & Mike Portnoy & Casey McPherson gr├╝nden neue, noch unbenannte Band
┬ę 1989-2019 Underground Empire


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