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  UE-Home → History → Metal Hammer 17-18/90 → Interview-Übersicht → DEATHROW (D)-Interview last update: 11.09.2022, 21:54:59  

”Y-Files”-Datasheet

Contents:  DEATHROW (D)-Interview

Date:  17.07.1990 (created), 18.10.2009 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  METAL HAMMER

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue possibly still available, check here!

Comment:

Leider sollten DEATHROW aber nicht mehr richtig in die Gänge kommen, sondern nur nochmal 1992 veröffentlichungstechnisch in Erscheinung treten: Vorab veröffentlichte man die starke 3-Song-EP »Towers In Darkness«, der dann die letzte DEATHROW-Platte »Life Beyond« folgen sollte. Später sollte ich lediglich nochmal den Weg von Drummer Markus und dessen neuer Band RESEACH kreuzen.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

DEATHROW (D)-Logo

DEATHROW (D)-Headline

Drei Platten hatten sie in der deutschen Szene bekannt gemacht - die Düsseldorfer DEATHROW. »Riders Of Doom« und »Raging Steel« etablierten die Band als solide Thrashband in der deutschen Szene. Auf dem Nachfolger »Deception Ignored« waren deutlich progressivere Tendenzen auszumachen, die dem Songmaterial mehr Niveau verliehen. Doch - plötzlich und unerwartet, wie man so sagt - wurde nach einem Gig im Heidelberger "Schwimmbad"-Club vor etwa einem Jahr von der Band die Auflösung bekanntgegeben, was für viele eine unerklärliche Entscheidung war.

Drummer Markus Hahn versucht mit etwas größerem zeitlichen Abstand nochmals, dies zu erklären.

"Viele Einzelgründe führten dazu, daß sich DEATHROW Mitte 1989 auflösten. Der gravierendste war wohl, daß man sich nicht über den weiteren musikalischen Verlauf einigen konnte. Hier teilten sich alle vier Ansichten wirklich so stark, daß absolut keine Einigung zu ersehen war - auch auf längere Sicht. Dazu kam noch, daß Milo nicht mehr Baß spielen, sondern nur noch singen wollte. Auch hatte er zu dieser Zeit sehr große persönliche Schwierigkeiten, die total auf sein Verhalten abfärbten und somit seiner Person in der Band sehr schadeten - durch manchmal unakzeptable Reaktionen und Äußerungen. Auch spielte eine unglückliche Situation in mehreren Angelegenheiten mit der damaligen Plattenfirma eine nervenaufreibende Rolle. Na ja, das Ende vom Lied: Nach mehrmaligem Aussprechen gelangte man in gegenseitigem Einverständnis dazu, daß jeder nun das machen sollte, was er vorhatte und niemand wollte dem anderen mehr im Wege stehen. Damit war DEATHROW aufgelöst."

DEATHROW (D)-Bandphoto 1

Somit schien die Karriere einer aufstrebenden deutschen Band ein frühzeitiges Ende genommen zu haben. Die Musiker starteten neue Projekte, die aber nicht besonders für Furore sorgten, so daß das, was ich am Anfang der Underground-Seiten im vorletzten METAL HAMMER verkündete förmlich in der Luft lag - eine DEATHROW-Reunion. Im Mai war es dann soweit! Markus erläutert:

"In der Zeit nach dem DEATHROW-Split versuchte zwar jeder, so gut es ging, sein eigenes Ding durchzuziehen, doch irgendwie war klar, daß irgendwann das Thema "Reunion von DEATHROW" auftauchen würde. Nach der knapp siebenmonatigen "Denkpause" hatten einige der Bandmitglieder einen gewissen Abstand zu der damaligen Sache bekommen, sahen einige Mißverständnisse ein und kamen zu dem Punkt, ihr Verhalten und Denken in der Band zu ändern oder anzupassen, so daß eine totale Einigung in der Band stattfinden könnte. Auch standen die anderen Zeichen nicht schlecht, denn nach dem damaligen endlosen Suchen nach einem geeigneten Manager, ist man nun fündig geworden. Also war eine Basis geschaffen, die die Situation in und um die Band in ein anderes Licht rückte. Außerdem traf man sich auch nach dem Split immer mal wieder gegenseitig und beim ersten großen gemeinsamen Besäufnis..., äh..., Treffen wurde beschlossen, mit DEATHROW weiterzumachen. Mehrere Plattenfirmen haben inzwischen Interesse an der "neuen alten" Band bekundet. Auch werden Tourneenangebote überprüft und neues Material gibt's auch schon genug. Besser kann ein Neubeginn wohl nicht laufen, oder?!?"

Zu wünschen wäre es der Band, daß sie sich ihre alte Position schnell zurückerobern werden und ausbauen können. Ich habe da durchaus Vertrauen in das Potential der Band.

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

DEATHROW (D) im Überblick:
DEATHROW (D) – Life Beyond (Rundling-Review von 1994)
DEATHROW (D) – Towers In Darkness (Rundling-Review von 1991)
DEATHROW (D) – UNDERGROUND EMPIRE 2-"Requiem"-Artikel
DEATHROW (D) – UNDERGROUND EMPIRE 5-"Known'n'new"-Artikel
DEATHROW (D) – UNDERGROUND EMPIRE 7-Special
DEATHROW (D) – METAL HAMMER 17-18/90-Interview
DEATHROW (D) – METAL HAMMER 10/91-"Living Underground"-Artikel
DEATHROW (D) – ONLINE EMPIRE 5-"Shirt Story"-Artikel
DEATHROW (D) – News vom 10.05.1990
DEATHROW (D) – News vom 04.06.2008
DEATHROW (D) – News vom 18.03.2015
Playlist: DEATHROW (D)-Album »Deception Ignored« in "Playlist Heavy, oder was!? 59" auf Platz 5 bei den Alltime-Faves von Stefan Glas
unter dem ehemaligen Bandnamen SAMHAIN (D):
SAMHAIN (D) – News vom 18.03.2015
andere Projekte des beteiligten Musikers Sven "Fluge Svensson" Flügge:
RESEARCH – Guilty (Demo-Review von 1994)
andere Projekte des beteiligten Musikers Markus "Hanelainen" Hahn:
RESEARCH – Guilty (Demo-Review von 1994)
WITCHBOARD – Witchboard (Do It Yourself-Review von 2001)
andere Projekte des beteiligten Musikers Uwe "Ulf Ostersen" Osterlehner:
CRASH MUSEUM – Crash Museum (Rundling-Review von 1993)
CRASH MUSEUM – Crash Museum (Rundling-Review von 1994)
END AMEN – UNDERGROUND EMPIRE 7-Special
RESEARCH – Guilty (Demo-Review von 1994)
andere Projekte des beteiligten Musikers Milo "Markko Kukko" van Jaksic:
RESEARCH – Guilty (Demo-Review von 1994)
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