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  UE-Home → History → Online Empire 36 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → ABRASIVE – Â»Awakening Of Lust«-Review last update: 30.08.2018, 23:11:00  

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ABRASIVE – Awakening Of Lust

SEMEN DEMON PROD.

Schöngeister und Zeitgenossen, denen politische Korrektheit in Sachen musikalischer Veröffentlichungen wesentlich wichtiger ist, als die Musik selbst, sollten hier besser erst gar nicht weiterlesen, denn das was uns die Schwaben von ABRASIVE auf »Awakening Of Lust« zu offerieren haben, entspricht definitiv nicht ihren Vorstellungen. Hierbei haben wir es nĂ€mlich mit drei "Schweinderln" zu tun, die es sich zum Programm gemacht haben, ihren urwĂŒchsigen Mix aus deftigem, brutalen Death Metal und Grindcore der versauten Variante auch mit dem dementsprechend derb-perversen Konzept auszustatten. Begonnen beim nicht unbedingt jugendfreien Cover, ĂŒber diverse Abbildungen im Booklet, bis hin zu den Texten, die allesamt recht anrĂŒchig ausgefallen sind, fĂŒgt sich hier ein Puzzlestein mit dem nĂ€chsten zu einem eindeutig positionierten Kunstwerk zusammen. Hinsichtlich der Mucke selbst muß man den Jungs zunĂ€chst einmal attestieren, definitiv kein primitiv-rumpelndes Machwerk abgeliefert zu haben, sondern vielmehr durch abwechslungsreiche Sounds und Anleihen ein rundum ĂŒberzeugendes Brutalo-Album eingehĂ€mmert zu haben. Offenbar scheinen ABRASIVE trotz allem, in erster Linie auf das Songwriting Augenmerk gelegt zu haben, und das hört man dem Album auch an. Auch wenn die Basis ganz klar der uralte Death Metal geblieben ist, merkt man diesen Jungs, die mittlerweile, wenn auch in verĂ€nderter Besetzung, bereits seit fast zehn Jahren existieren, ihre langjĂ€hrige Erfahrung an. Satter Groove und Grindcore-Gemetzel sind nĂ€mlich in einem sehr ausgewogenen MischungsverhĂ€ltnis vorhanden und lassen zwar an EinflĂŒsse von unterschiedlichsten GrĂ¶ĂŸen beider Genres denken, allerdings sind ABRASIVE dermaßen sicher in ihrem Auftreten, daß man sich zu keinem Moment zu sehr in eine einzige Richtung (oder gar an eine Inspirationsquelle) erinnert fĂŒhlt.

»Awaiting Lust« sorgt zwar nur fĂŒr etwas mehr als eine knappe halbe Stunde Unterhaltung, doch was soll's, es ist doch noch immer so - um im Sinne der Band zu sprechen - daß ein intensiver Quickie verdammt geil ist.

http://www.semendemon.de/

abrasive@semendemon.de

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
ABRASIVE im Überblick:
ABRASIVE – Awakening Of Lust (Rundling)
ABRASIVE – Desire (Do It Yourself)
ABRASIVE – News vom 10.04.2006
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