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LAMERA

Destruction Manual

(10-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Aus Mannheim schickt sich eine weitere Newcomer-Truppe an, die der Meinung ist, mit ihrem aktuellen Album weitere Hörer erreichen zu können. Auch wenn diese Intention zig andere Formationen verfolgen, sollte dieses Unterfangen fĂŒr LAMERA fraglos positiv ausgehen. Ihr ungemein vielfĂ€ltiger Stilmix, der in erster Linie Elemente aus dem modernen, groovigen Thrash Metal anzubieten hat, kommt regelrecht explosiv aus den Boxen. Kein Wunder, daß die Burschen bereits einen guten Ruf als Live-Band innehaben, wenn die Mischung schon auf Konserve gut losgeht und amtlich knallt. Wenn auch nicht wirklich innovatives Material auf »Destruction Manual« enthalten ist, so muß man der Truppe zumindest attestieren, nicht zu sehr an etwaige GrĂ¶ĂŸen der Szene zu erinnern, sondern eventuell "geliehene" EinflĂŒsse gekonnt in die Songs einzubringen, um daraus eine recht eigenstĂ€ndige und vor allem gelungene Variante von Metal zu stricken. In erster Linie kommen LAMERA zwar ziemlich heftig aus den Boxen, doch auch weniger brachial intonierte KlĂ€nge lassen uns die Jungs zu Gehör kommen. SĂ€nger Tom scheint seine Texte zumeist mit mĂ€chtiger Hingabe und teilweise auf einem verdammt hohen AggressivitĂ€tslevel eingesungen zu haben, doch auch er weiß mit melodischen Gesangspassagen fĂŒr Abwechslung zu sorgen und dabei ebenso zu gefallen. Nicht zuletzt dadurch haben es die Mannheimer geschafft, eine in sich homogene Melange zu kreieren, in deren abwechslungsreicher AusfĂŒhrung nicht nur heftiger Metal, sondern sogar Grunge-lastige Töne (â€șAnxietyâ€č) offenbart werden. Vor allem aber den brachialen Thrash Metal der 90er Jahre und das Stakkato-Riffing jener Epoche, scheinen diese Burschen regelrecht verinnerlicht zu haben. So dringt vor allem â€șNovocaineâ€č mit mĂ€chtiger Breitseite an das Ohr und lĂ€ĂŸt an diverse Heroen jener Phase denken und auch â€șWhat We Areâ€č kommt als amtlicher Groove-Thrasher angekrochen, um den Zuhörer zu zermalen.

Aber dennoch ist noch nicht alles perfekt, was uns die Burschen auf ihrem Debut anzubieten haben. Produktionstechnisch hĂ€tte die Sache durchaus druckvoller ausfallen können, vor allem was die Drums betrifft besteht Nachholbedarf fĂŒr weitere Veröffentlichungen, um die gediegenen Knaller auch mit dem entsprechenden "Wumms" in Szene setzen zu können. Hinsichtlich des Songwritings sind LAMERA aber definitiv auf dem richtigen Weg, denn neben den bereits erwĂ€hnten Knallern existieren noch einige weitere Beispiele, die ihre Kompetenz auf diesem Sektor unter Beweis stellen. WĂ€hrend emotionale Momente in â€șI Need Youâ€č abermals die eher gemĂ€ĂŸigte Seite der Formation hervorkehren, lĂ€ĂŸt uns die Band in â€șWar Machineâ€č, das den Hörer regelrecht in Grund und Boden bollert, wissen, daß sie einst im Musikunterricht beim Thema "Groove" besonders aufmerksam gewesen ist, denn es sind in erster Linie die zahlreichen "Groove-Thrash-Bretter", die dieses Album hörenswert machen.

http://www.lamera.org/

info@lamera.org

Groove-Thrash-Bretter


Walter Scheurer

 
LAMERA im Überblick:
LAMERA – Destruction Manual (Do It Yourself)
LAMERA – News vom 08.08.2010
LAMERA – News vom 06.07.2012
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