UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 33 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – »The Pain Of Creation«-Review last update: 29.11.2021, 20:53:00  

last Index next

SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – The Pain Of Creation

ARTIST STATION RECORDS/SOULFOOD

Wie auch immer man die Musik der Bayern von SILENT DECAY auch nennen mag, die Bezeichnung "moderner Metal" sollte die treffende, weil allumfassende, sein. Vom Nu Metal, über Modern Thrash und Melodic Death Metal bis hin zum Metalcore ist reichlich Stoff vorhanden, den man auf »The Pain Of Creation« ausmachen kann. Schon für ihr Debut »World Of Lies« konnten die fünf Jungs im Jahre 2005 durchaus wohlwollende Kritiken einheimsen, was ihnen mit Sicherheit auch für ihren aktuellen Longplayer widerfahren wird. Mit dem Einstieg in ihr brandaktuelles Werk könnte dem Quintett auch gleich ein ultimativer Chartbreaker gelungen sein, zumindest aber eröffnet ›Keep It Real‹ ein von immenser Hitdichte gekennzeichnetes Album und läßt erneut die Merkmale dieser Formation zum Vorschein kommen, die da lauten: Massives Riffing trifft auf brachiale Shouts und kulminiert in einem extrem eingängigen und melodischen Refrain. In den folgenden Tracks kommen dann zu diesen Ingredienzien auch noch Versatzstück aus dem Punk (›Good As Drink Is‹) und der Cavalera'schen SOULFLY-Schule (›Of Good And Bad‹), aber die Basis bleibt dennoch der Metal in der erwähnten Ausführung. ›What A Shame‹ offenbart dann eher die melodische, emotionsgeladene Seite der Band, schafft es aber gekonnt, nicht in Kitsch abzudriften, ehe uns SILENT DECAY mit ›Loved But Hated Dreams‹ ihre Vorliebe für modernes US-amerikanisches Riffing der melodiösen Art unter Beweis stellen und damit erneut voll punkten können. Immer wieder galoppiert die Rhythmusabteilung von locker-flockig nach hurtig, wie auch in ›Ghost‹, das zwar in ähnlicher Art durchaus auch von KILLSWITCH ENGAGE stammen könnte, aber durch die immense Eingängigkeit dennoch eindeutig die Handschrift der Bayern aufweist. Dazu weiß auch die Gitarrenabteilung über die gesamte Spielzeit durch abwechslungsreiches Spiel zu gefallen, und Sänger Tobi Sittenauer vermag ebenso mit variantenreichem Vortrag zu gefallen, nachzuhören im fetzigen ›Open Your Eyes‹ und dem verspielt eröffneten, dann zwar sehr wohl losgehenden, aber dennoch dezent experimentell gehaltenen ›My Jesus Mercy‹, den weiteren potentiellen Hitkandidaten auf »The Pain Of Creation«.

Mal sehen, was für diese Band in Bälde möglich ist, die Basis für einen Durchbruch auf breiter Ebene sollte mit diesem Album gelegt sein.

http://www.silentdecay.com/

gut 10


Walter Scheurer

 
SILENT DECAY (D, Holzkirchen) im Überblick:
SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – The Pain Of Creation (Rundling-Review von 2007)
SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – News vom 01.09.2005
SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – News vom 10.07.2008
SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – News vom 05.01.2010
SILENT DECAY (D, Holzkirchen) – News vom 15.04.2010
andere Projekte des beteiligten Musikers Stefan Hammer:
POISON SUN – Virtual Sin (Rundling-Review von 2010)
POISON SUN – News vom 22.09.2010
andere Projekte des beteiligten Musikers Florian "Flo" Schönweitz:
POISON SUN – Virtual Sin (Rundling-Review von 2010)
POISON SUN – News vom 22.09.2010
TENSIDE – News vom 21.05.2012
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Impressum, Haftungsausschluß, Datenschutzerklärung
Button: hier