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BASILISK (D)

Dark Seasons

(13-Song-CD: € 12,-)

Es hat in der Tat sehr lange, genauer gesagt fünf Jahre, gedauert, ehe uns BASILISK aus Donaueschingen abermals mit einem neuen Album die Ehre erweisen. Selbiges wurde »Dark Seasons« genannt und wer mit den Klängen dieses Fünfers vertraut ist, dem wird klar sein, daß der Begriff "Dark" hier nicht von ungefähr kommt, sondern geradezu programmatisch zu verstehen ist. Scheinbar ebenso überzeugt wie von ihrer Musik, die stilistisch übrigens kaum merklich verändert klingt, sondern "nur" kompositorisch weiterentwickelt wurde und dadurch auf einem höherem Niveau steht als auf dem Vorgänger »...Between Light And Shadow«, sind die Jungs auch von ihrer Arbeitsweise, denn auch das aktuelle Album von BASILISK wurde von der Band selbst produziert und erscheint als Eigenproduktion. Ob es an mangelndem Interesse seitens eines Labels liegt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber sicher ist, daß BASILISK dadurch unabhängig geblieben sind und genau das tun und lassen können, was ihnen beliebt.

Und das scheint gut für diese Band zu sein, denn wohl nicht zuletzt dadurch bleibt die Einzigartigkeit von BASILISK erhalten. Hinsichtlich der Musik des Quintetts muß angemerkt werden, daß keinerlei Einschränkungen in stilistischer Art und Weise vorliegen, weshalb man auf »Dark Seasons« vom sogenannten Dark Metal über Death und Black bis hin zum Doom und Gothic Metal ein reichhaltiges Programm offeriert bekommt, das es wahrlich in sich hat. BASILISK wissen aber nicht nur, stilistisch variabel zu agieren, sondern auch gesangstechnisch. Sänger Sixten kann sowohl im abgrundtiefen Sangesbereich überzeugen, aber auch mit seiner klaren, mittelhohen Gesangsstimme. Zudem haben BASILISK ein Faible für ungemein eingängige Melodien und lassen diese vor allem in mitunter geradezu schmissigen Refrains zum Vorschein kommen. Zudem muß auch noch angemerkt werden, daß die Texte zum Teil in deutscher Sprache vorgetragen werden und BASILISK es schaffen, die gerade in diesem Bereich immer wieder drohende Grenze zum Kitsch gekonnt zu umschiffen. Klar, mit reichlich Pathos dröhnen einem Songs wie ›Bis in den Tod‹ oder ›Seelenlos‹ schon entgegen, aber so lange die Musik dermaßen mannigfaltig und vor allem mächtig aus den Boxen quillt, sollte es außer Frage stehen, daß BASILISK auf »Dark Seasons« alles richtig gemacht haben.

http://www.basilisk.de/

band@basilisk.de

Pathos ohne Kitsch


Walter Scheurer

 
BASILISK (D) im Überblick:
BASILISK (D) – ...Between Light And Shadow (Do It Yourself-Review von 2002)
BASILISK (D) – Dark Seasons (Do It Yourself-Review von 2007)
BASILISK (D) – Empor (Do It Yourself-Review von 2007)
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