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ANTHROPIA – The Ereyn Chronicles (Part 1 - The Journey Of Beginnings)

MAGNA CARTA/ROUGH TRADE

Die Basis dieses Albums, dem noch zwei weitere Teile folgen werden, stellt eine Geschichte aus dem Fantasy-Bereich dar, die ein junger Franzose namens Quentin Borderie geschrieben hat. Quentin plant demnächst die Sache auch als Buch zu veröffentlichen, sein Busenkumpel Hugues Lefebvre hat zumindest einmal den ersten Teil unter dem Banner ANTHROPIA vertont. Dabei hat es "Hugo", wie sich Hugues nennt, noch nicht versucht eine Band zusammenzustellen, sondern zeigt sich als ambitionierter Musiker, der nicht nur sämtliche Songs komponiert hat, sondern auch für die Arrangements verantwortlich zeichnete und darüber hinaus auch noch den eine Großteil der Gesangsparts übernommen hat. Obendrein hat Hugo auch noch im Alleingang alle Saiten- und Tasteninstrumente auf »The Ereyn Chronicles (Part 1 - The Journey Of Beginnings)« eingespielt. Dafür gebührt dem Franzosen erst einmal reichlich Respekt!

Unterstützung erhielt er aber dennoch und zwar am Schlagzeug von Damien Rainaud, sowie von einer jungen Dame namens Marie-Eve Orengo, die durch ihren Gesangsbeitrag einige der Songs veredelt. Hinsichtlich der musikalischen Ausrichtung hat sich Hugo, der an der "École de Musique d'Antibes" studiert hat, offenbar dem symphonisch angelegten Prog Metal hingegeben. So ist es auch nicht verwunderlich, daß manche Passage von »The Ereyn Chronicles (Part 1 - The Journey Of Beginnings)« mehr als deutlich die Handschrift ihrer offenkundig gewordenen Inspirationsquellen tragen. Neben Yngwie Malmsteen, dessen Gitarrenkünste Hugo auf eine sehr pfiffige Weise und in harmonischer Art reproduzieren konnte, ohne dabei zu nahe am Original zu sein, sind es vor allem DREAM THEATER, die seine musikalische Entwicklung geprägt haben. Vor allem in den immer wieder auftretenden Instrumentalpassagen und den Instrumentalkompositionen sind die Amis allgegenwärtig. Zudem läßt sich auch der klassisch getünchte Metal aus der Spätphase von SAVATAGE auf diesem Album immer wieder heraushören, wodurch dieses Album auch ein sehr abwechslungsreiches geworden ist. Vom spieltechnischen Aspekt her betrachtet, muß Hugo ohnehin keinerlei Vergleiche scheuen, aber auch die Kompositionen an sich sind, ebenso wie die Arrangements, als gelungen zu betrachten. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Tatsache, daß es Hugo vermeidet, sich an irgendeinem Instrument zu sehr in den Vordergrund zu solieren. Hier spricht die Musik als solche für sich, ein Umstand, den nicht viele Solokünstler, und als solchen kann man Hugo sehr wohl betrachten, auch wenn das Album unter dem Namen ANTHROPIA erscheint, berücksichtigen. Derart zurücknehmen an einem prägenden Instrument können sich nur wenige seiner Zeitgenossen, die in ähnlicher Manier aufspielen. Zuletzt muß man noch erwähnen, daß es Hugo in der Zwischenzeit gelungen ist, ein Line-up zusammenzustellen, um ANTHROPIA nun auch zu einer Band wachsen zulassen - man darf also gespannt auf die Fortsetzung von »The Ereyn Chronicles« sein.

http://www.anthropia.org/

gut 11


Walter Scheurer

 
ANTHROPIA im Überblick:
ANTHROPIA – The Chain Reaction (Rundling-Review von 2009)
ANTHROPIA – The Ereyn Chronicles (Part 1 - The Journey Of Beginnings) (Rundling-Review von 2007)
ANTHROPIA – News vom 24.09.2008
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