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SPELLBINDER

Fractured Mirror ... A Twisted Tale

(7-Song-CD: Preis unbekannt)

Bereits für ihre bisher veröffentlichten Scheiben »Under The Spell« (1999), » An Invalidated Dream Pt. 1« (2000) und »Seal The Fate« (2004) konnte das US-amerikanische Quintett SPELLBINDER ausschließlich positive, wenn nicht gar euphorische Kritiken einheimsen. An Vergleichen wurden diesbezüglich immer wieder die Namen CRIMSON GLORY, QUEENSRYCHE in deren jungen Jahren und LETHAL genannt und schon nach den ersten Durchläufen der neuen CD »Fractured Mirror ... A Twisted Tale« kann man diese Vergleiche nur zu gut nachvollziehen. Vor allem Sänger Mike Blair läßt immer wieder Erinnerungen an den jungen Geoff Tate und Tom Malicoat (LETHAL) aufkommen, aber auch musikalisch sind SPELLBINDER, vor allem durch die immerzu sehr intensiven Gitarrenklänge von Jim Springer, der zusammen mit Mike zuvor bei DESCENDING FATE aktiv war, aus denen im Endeffekt SPELLBINDER hervorgegangen sind, sehr nahe an den genannten Referenzbands.

Nach einem mehr oder weniger unspektakulärem Intro mit dem Titel ›The Unknown‹ steigen die Amis in ›Twisted Man‹ zum ersten Mal so richtig ins Geschehen ein. Getragen von einem sehr episch intonierten Gitarrenthema ist es vor allem der Gesang von Mike, auf dem diese Nummer aufgebaut ist. In Folge steigert sich aber auch die Instrumentalisten-Abteilung schwer in diesen Song hinein und läßt den Zuhörer geradezu mit gen Erdmittelpunkt geklappten Kauleisten stehen. Im Titelsong stellen SPELLBINDER dann nachdrücklich unter Beweis, daß ihre Songs nicht zu Unrecht mit jenen von CRIMSON GLORY verglichen werden, auch auf »Transcendence« wäre ›Fractured Mirror‹ ein Highlight gewesen. Das von einem lässig intonierten Baßthema eröffnete ›Shattered‹ deutet dann die Fähigkeit der Band an, auch Uptempo-Banger komponieren zu können, bevor ›Never Ending Pain‹ balladesk beginnt und in Summe mit zu den atmosphärisch dichtesten Nummern gezählt werden muß, die ich in letzter Zeit hören durfte. ›The Black‹ nennen SPELLBINDER ein kurzes und intensiv aus den Boxen tönendes Instrumental, ehe mich die Amis nach dem kurzen und ungemein gefühlvoll und balladesk intonierten Akustik-Track ›Somewhere‹ unmittelbar nach der Repeat-Taste suchen lassen.

Wenn sich ein Label für derlei Klänge finden läßt, und die Band in Zukunft ein wenig mehr Augenmerk auf den mitunter doch recht dünnen Drumsound legen würde, steht einem Durchbruch auf breiter Ebene wohl nichts mehr Wege.

underthespell101@hotmail.com

intensiv und atmosphärisch


Walter Scheurer

 
SPELLBINDER im Überblick:
SPELLBINDER – Fractured Mirror ... A Twisted Tale (Do It Yourself-Review von 2007)
SPELLBINDER – ONLINE EMPIRE 26-"Rising United"-Artikel
SPELLBINDER – News vom 22.03.2010
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