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Marty Friedman – Tokyo Jukebox 3

THE PLAYERS CLUB/ROUGH TRADE

Seit fast 20 Jahren ist der US-Amerikaner nun schon in Tokio ansässig, und hat sich in dieser Zeit auch fernab der Rockszene einen guten Namen machen können. So wird er als Komponist von Werbejingles geschätzt und konnte auch durch diverse Fernsehproduktionen und Beiträge zu Kinofilmen Erfolge feiern. Seine Arbeit wird in der Tat wertgeschätzt, denn vor kurzer Zeit erst wurde Marty Friedman von der japanischen Regierung zu einem der "Botschafter des japanischen Kulturerbes" ernannt.

Kein Wunder also, daß der durch seine Stationen HAWAII, CACOPHONY und MEGADETH sowie diverse, von Mike Varney geförderte Soloalben seit fast 40 Jahren im Heavy Metal-Bereich verehrte Saitenakrobat das Land der aufgehenden Sonne längst zu seiner Wahlheimat gemacht hat.

Dieser zollt er nun in Form von »Tokyo Jukebox 3« erneut Tribut, zum - wenig überraschend - dritten Mal nach 2009 und 2011. Dafür hat er sich abermals japanische Songs vorgenommen und mit seinem technisch versierten Spiel interpretiert, oder besser gesagt in den harten Rock "übersetzt". Das mag auf den ersten Blick hin wenig spektakulär klingen, wirkt aber durch die teils ungewöhnlichen Melodien nicht nur eigenständig, sondern auch faszinierend. Selbst dann, wenn man die Originalversionen nicht kennt, schließlich wissen allein seine Kunstgriffe in die Saiten zu imponieren.

Für die Umsetzung selbst bedurfte es aber nicht nur der Fingerfertigkeit am Arbeitsgerät, sondern offenbar auch einer langwierigen Vorarbeit. Denn selbst so augenscheinlich "simple" Angelegenheiten, wie das Einholen der Erlaubnis, um Musik von japanischen Künstlern neu aufnehmen zu dürfen, laufen nach japanischem Recht wesentlich umständlicher und komplizierter ab als anderswo auf diesem Erdball.

Doch der gute Mann hat nicht lockergelassen und es erneut geschafft, vorwiegend in seiner neuen Heimat bekanntes Material, wie die Songs ›Makenaide‹ oder ›Shukumei‹ auf seine Art umzusetzen.

Als Besonderheit sind darüber hinaus noch die Kooperation mit dem "Tokyo Philharmonic Orchestra" im an den Schluß gestellten ›Japan Heritage Theme Song‹ sowie die Neuaufnahme des von Friedman schon vor einigen Jahren veröffentlichten ›The Perfect World‹ zu nennen. Letztgenannte Nummer ist übrigens auch die einzige mit Gesang, für die er sich mit Alfakyun eine der momentan angesagtesten J-Pop-Sängerinnen ins Boot holte. Ein interessantes, und alles andere als konventionelles Album!

http://www.martyfriedman.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
Marty Friedman im Ăśberblick:
Marty Friedman – Tokyo Jukebox 2/Bad D.N.A. (Rundling)
Marty Friedman – Tokyo Jukebox 3 (Rundling)
Marty Friedman – True Obsession (Rundling)
Marty Friedman – News vom 03.02.2007
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andere Projekte des beteiligten Musikers Gregg Bissonette:
CODE (S) – The Enemy Within (Rundling)
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Richard Marx – Inside My Head (Rundling)
Martin Motnik – Bass Invader (Do It Yourself)
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Overland – Break Away (Rundling)
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Soundcheck: David Lee Roth-Album »A Little Ain't Enough« im "Soundcheck Metal Hammer 02/91" auf Platz 5
siehe auch: Musicalversion von ›Just Like Paradise‹ von David Lee Roth im Film "Rock Of Ages"
Joe Satriani – UNDERGROUND EMPIRE 7-Special
SHADRANE – News vom 05.09.2008
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Playlist: John Wetton-Album »Sinister« in "Jahrescharts 2001" auf Platz 10 von Stefan Glas
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