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BOUDREAUX – Fallen Angel

METALLIC BLUE RECORDS (Import)

Benannt ist diese Band nach dem an sich aus Utah stammenden, seit langen Jahren jedoch in Kalifornien ansässigen Chris Boudreaux. Der konnte sich zwar hierzulande bislang noch nicht wirklich einen Namen machen, verfügt aber auf dennoch über reichlich Erfahrung im Business. Sein Talent als Sänger wurde recht früh entdeckt, auch wenn der gute Mann zunächst als Drummer auf sich aufmerksam machte.

Mit Formationen wie SOLDIER und HUNTER konnte er sich als Vokalist zumindest in der Heimat einen ganz guten Namen machen. Nicht zuletzt deshalb, wurde er auch von RESTLESS BREED engagiert, denen eben der Frontmann abhandengekommen war. Dabei handelte es sich um niemand geringeren als Jeff Scott Soto, der sich gerade dem Troß von Yngwie Malmsteen angeschlossen hatte, um die Rockwelt mit seiner Stimme zu erobern.

Nach zig weiteren, mehr oder weniger erfolgreichen Kooperationen, verlegte sich Mister Boudreaux auf das Produzieren. Damit schien er ebenso wie mit seinem bestens gebuchten Studio erfolgreich gewesen zu sein, ganz auf das Musizieren verzichten wollte er aber doch nicht. So scharte er zu Beginn der 90er Jahre Musiker um sich, um unter dem Banner BOUDREAUX loszulegen. Doch auch diese Band ist zwar längst Geschichte, nicht aber die Freundschaft der Musiker untereinander, und noch weniger deren Aufnahmen unter diesem Bandnamen. Vor kurzer Zeit hat man einige der Tracks endlich veröffentlicht, und zwar unter dem, hoffentlich nicht allzu autobiographischen Titel »Fallen Angel«.

Damit scheint man bestrebt zu sein, die immer noch (oder eben durch die Ungnade der späten Geburt erst jetzt) auf typische 80er-L.A. Sounds spezialisierte Fangemeinde zu erfreuen. Ein Unterfangen, das durchaus von Erfolg gekrönt sein könnte, auch wenn BOUDREAUX definitiv keinen Innovationspreis erhalten werden.

Fans, die sich immer noch an Elaboraten von TRIXTER, DANGER DANGER, POISON oder PRETTY BOY FLOYD erfreuen, sollten sich »Fallen Angel« (aus der Zeit gefallen wirkt sogar das Cover!) aber auf jeden Fall zumindest einmal anhören. Schlecht macht die Formation ihre Sache nämlich definitiv nicht, selbst wenn mit ›Road To Nowhere‹ und ›Take The Money And Run‹ die Hits doch nur spärlich gesät sind.

Das wiederum wäre aber gar nicht so tragisch, würde nicht das Album von einem wahrlich grauenhaften Klangbild verunglimpft worden sein. Schon klar, daß man von Veröffentlichungen, die schon einige Jahrzehnte ein tragisches Dasein in irgendeinem Archiv fristen müssen, keine klangtechnische Abrißbirne erwarten darf. Ein klein wenig mehr Druck, Volumen, und vor allem ein nicht ganz so penetrant polterndes Schlagzeug, wird man wohl verlangen dürfen, oder?

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
BOUDREAUX im Überblick:
BOUDREAUX – Fallen Angel (Rundling)
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