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MANDAGROUND – Enlightenment

GRAZIL RECORDS (Import)

Zugegeben, der Einstieg ins Geschehen mit ›Dense Walls‹ fällt alles andere als leicht verdaulich aus, und sorgt bei schwächelnder Tagesverfassung wohl sogar für beängstigende Zustände. Dabei ist es weniger der kalt wirkende, derb-brachiale Sound, den die drei Burschen aus dem oststeirischen Weiz da von sich geben, der dafür zuständig ist, als vielmehr der Gesang. Doch auch an diesen kann man sich gewöhnen, und außerdem ist das Thema schon im anschließenden ›Follow Them‹ vom Tisch. Schließlich ist dieser Track von anklagenden Klargesangspassagen gekennzeichnet.

Spätestens dadurch wird deutlich, daß MANDRAGROUND auf »Enlightenment« in erster Linie bemüht sind, ihre Emotionen ganzheitlich in Musik umzumünzen und zum Ausdruck zu bringen. Und genau das gelingt dem Trio auf seinem Debutalbum vorzüglich. Die Mixtur aus Sludge, derbem Stoner und Progressive Rock erweist sich nämlich als permanente Achterbahnfahrt der Gefühle. Daß die Jungs eine solche einwandfrei zu bewältigen wissen, liegt nicht zuletzt daran, daß sie offenbar handwerklich überaus versiert sind. Auch das stellen sie mehrfach unter Beweis, speziell aber in ›Fool Song‹, in dem sie sich als filigrane Techniker zu präsentieren wissen.

Ein mehr als nur respektabler Szeneeinstand also, den die Steirer in einem farblich stimmigen Cover ausliefern.

http://www.facebook.com/mandaground

gut 11


Walter Scheurer

 
MANDAGROUND im Überblick:
MANDAGROUND – Enlightenment (Rundling-Review von 2020)
andere Projekte des beteiligten Musikers Michael Schmuck:
THOSAR – Omega (Rundling-Review von 2021)
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