UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 79 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → ATHROX (I) – »Through The Mirror«-Review last update: 10.04.2019, 06:10:39  

last Index next

ATHROX (I) – Through The Mirror

REVALVE RECORDS (Import)

In ihrer Heimat scheint diese Band bereits über ein durchaus beeindruckendes Gefolge zu verfügen, schließlich durften ATHROX schon für Größen wie ICED EARTH oder Ross The Boss das Publikum bei deren Auftritten in der Toskana in Stimmung bringen. Dabei wird man bis vor kurzer Zeit zwar wohl vorwiegend Material des Debuts »Are You Ready« zu hören bekommen haben, seit einigen Monaten mit Sicherheit aber auch Songs des vorliegenden zweiten Drehers »Through The Mirror«.

Der wurde produktionstechnisch und auch optisch wirklich gut in Szene gesetzt und entpuppt sich sowohl als Eye- wie auch als Ear-Catcher. Der transparente, drückende Sound läßt speziell die teils recht komplexen Arrangements sowie die progressiven Versatzstücke verdammt gut zur Geltung kommen. Hier wurde gute Arbeit verrichtet, keine Frage.

Das läßt sich aber auch für die Songs an sich attestieren, denn »Through The Mirror« klingt in allen Belangen in sich stimmig. Als Basis läßt sich traditioneller Heavy/Power Metal mit dezentem US-Einschlag heraushören, der immer wieder durch eine gehörige Dosis Tempo in Richtung Thrash getrimmt wird. Doch auch an Melodien mangelt es nicht. Allen voran versteht es Sänger Giancarlo Picchianti mit seiner Stimme, diesbezüglich für Akzente zu sorgen, und zudem läßt er ab und an Andy B. Franck denken. Keine schlechte Referenz, oder?

Auch für Abwechslung wird gesorgt, unter anderem durch unterschiedliche Atmosphäre. So kommt etwa das Anti-Kriegs-Epos ›Ashes Of Warsaw‹ erst durch eingespielte Sprach-Sequenzen und Background-Growls entsprechend düster daher und sorgt für Gänsehaut. Dem gegenüber steht unter anderem die bluesig angehauchte Ballade ›Imagine The Day‹, für die man sich allerdings ein klein wenig zu sehr an der Grundstruktur von ›Nothing Else Matters‹ orientiert hat. Mit dem auf einem fesselnden Baßlauf basierenden, fett groovenden ›Sadness N' Tears‹, dem bereits als Video veröffentlichten ›Fallen Apart‹ sowie dem sich von einer jazzig-eleganten Einleitung zu einem brachialen Stampfer entwickelnden Titelsong hat ATHROX auf jeden Fall feine Ohrwürmer am Start und sollte nicht zuletzt deshalb auch bei einigermaßen aufgeschlossenen Metalheads auf reges Interesse stoßen. Empfehlenswert!

http://www.athroxofficial.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
ATHROX (I) im Überblick:
ATHROX (I) – Through The Mirror (Rundling-Review von 2019)
© 1989-2022 Underground Empire


last Index next

Rockendes Filmreview gefällig?
Button: hier