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  UE-Home → History → Online Empire 78 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → FREEDOM HAWK – »Beast Remains«-Review last update: 20.11.2022, 22:24:48  

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FREEDOM HAWK – Beast Remains

RIPPLE MUSIC (Import)

In den letzten Monaten hat sich einiges getan bei diesen Rockern aus Virginia. Nahezu zeitgleich mit den Neuauflagen ihrer früheren Scheiben »Sunlight« und »Freedom Hawk« (die beide vom aktuellen Label der Band erstmals auch als Vinyl-Edition veröffentlicht werden) begab sich die Formation nämlich abermals ins Studio, um an neuen Songs zu basteln. Mit dabei war zum ersten Mal Brendan O'Neil, der als zweiter Gitarrist zu FREEDOM HAWK gestoßen ist. Gut so, denn mit ihm ist der offensichtliche Plan des Kern-Trios definitiv aufgegangen. Mit dem zweiten Saitendehner konnte man das Klangspektrum nämlich tatsächlich gehörig erweitern.

Auf ihrem fünften Langeisen zeigen sich die US-Amerikaner verspielter als zuletzt, haben dafür ihre immer noch irgendwo in der Schnittmenge aus Doom und Stoner Rock fundamentierte Basis keineswegs verlassen. Von daher lassen sich bei so manchen Nummern - wie etwa im auf Anhieb zündenden Ohrwurm ›Solid Gold‹, oder dem ebenfalls sofort zum Mitmachen animierenden ›Darkness And The Light‹ - neben den für die Band längst obligatorischen BLACK SABBATH-Parallelen (die sich aufgrund des schwer an Ozzy erinnernden Gesang von T.R. Morton auch unabhängig vom instrumentalen Vortrag ergeben) und KYUSS-Anliehen nun auch Vergleiche zu anderen Heroen der Rockwelt wie etwa UFO herstellen.

Zu ›Brutal Winds‹ etwa, aus dessen Soloteil man sogar meint, Michael Schenker persönlich bei der Arbeit zuhören zu dürfen. Oder zum lässigen Titelsong, der sich als Classic Rock-Hammer mit schwerer Metal-Schlagseite entpuppt, dessen Groove von fein-ziselierten Gitarrenmelodien konterkariert wird.

Mit dem knapp sechsminütigen, vom Groove her an SOUNDGARDEN zu »Badmotorfinger«-Zeiten erinnernden ›Champ‹ beendeen FREEDOM HAWK den Reigen und könnte damit durchaus das Bandprogramm für die Zukunft manifestiert haben. Denn wer ein dermaßen mitreißendes Album veröffentlicht, muß schließlich ein solcher sein. Well done, guys!

http://www.freedomhawkband.com/

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
FREEDOM HAWK im Überblick:
FREEDOM HAWK – Beast Remains (Rundling-Review von 2019)
FREEDOM HAWK – Freedom Hawk (Re-Release-Review von 2017)
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