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W.E.T. – Earthrage

FRONTIERS RECORDS/SOULFOOD

Unter dem Banner W.E.T. taten sich vor knapp zehn Jahren Musiker der Bands WORK OF ART (Robert Säll), ECLIPSE (Erik Mårtensson) und TALISMAN (Jeff Scott Soto) zusammen und kredenzten bald darauf ein bejubeltes, selbstbetiteltes Album. 2013 folgte mit »Rise Up« ein zweites Studiowerk, keine zwölf Monate später ein Livealbum. Das klingt jetzt zwar nicht unbedingt üppig, vielmehr ist aber wohl zeitmäßig für diese vielbeschäftigten Herrschaften bislang nicht drin gewesen. Gut, daß sich in den letzten Monaten ein wenig Zeit für W.E.T. beziehungsweise für »Earthrage« finden hat lassen, uns wäre ansonsten definitiv etwas entgangen!

Über die Klasse dieser Truppe (vervollständigt werden W.E.T. momentan durch Magnus Henriksson (g) und Robban Bäck (d)) braucht ohnehin nicht zu diskutiert werden, sehr wohl aber muß auf die Kompetenz der Protagonisten hingewiesen werden, denn auch wenn vor allem Erik Mårtensson, aber auch Jeff Scott Soto in den letzten Monaten an Veröffentlichungen unterschiedlicher Bands maßgeblich beteiligt waren, klingt »Earthrage« weder nach irgendeiner davon, und erst recht nicht nach etwaiger Resteverwertung.

Im Gegenteil, es scheint als ob man die gemeinsame Vorliebe für US-radiotauglichen AOR/Hard/Melodic Rock bei W.E.T. so richtig ausleben könnte, wodurch die Songs in erster Linie Assoziationen zu diversen nordamerikanischen Genre-Heroen hervorrufen. So lassen ›Watch The Fire‹, ›Burn‹ und auch ›Elegantly Wasted‹ sofort an JOURNEY denken, während ›Dangerous‹ ein Hauch früher FOREIGNER umweht und ›I Don't Wanna Play The Game‹ mit SURVIVOR-Schlagseite ausgestattet wurde. Das mag zwar nur bedingt originell klingen, hält man sich jedoch vor Augen, daß die besagten Formationen in dieser Nische seit gut 35 Jahren unerreicht geblieben sind, ist es durchaus legitim, sich als Band daran zu orientieren. Nicht zuletzt, weil W.E.T. obendrein ausnahmslos hochwertiges Material geliefert haben.

Und an der Tatsache, daß »Earthrage« jede Menge Ohrwürmchen enthält, die sich auf Anhieb ins Langzeitgedächtnis einfräsen, ändert das ebensowenig wie am Umstand, daß die Konkurrenz verdammt hart arbeiten wird müssen, um W.E.T. die "Krone" für das Album des Jahres 2018 in dieser Nische entreißen zu können!

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beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
W.E.T. im Überblick:
W.E.T. – Earthrage (Rundling-Review von 2018)
W.E.T. – W.E.T. (Rundling-Review von 2009)
W.E.T. – ONLINE EMPIRE 86-Interview
W.E.T. – News vom 25.09.2009
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