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Split – SPACE CHASER/DISTILLATOR

THIS CHARMING MAN RECORDS

Auf dieser Split-CD präsentieren zwei überaus aktive Underground-Thrash-Formationen ihre aktuellsten Songs. Für die Eröffnung sorgen DISTILLATOR mit Homebase Enschede. Nach einem kurzen, atmosphärischen Intro legt die Truppe mit ›Perceiving Presence‹ amtlich los und läßt erkennen, daß der eingeschlagene Weg, sich vornehmlich an den technisch versierten Szene-Heroen zu halten, beibehalten wird.

Wie schon auf dem letzten Album »Summoning The Malicious« läßt Fronter "Desecrator" seine Stimmbänder immer wieder in gewagte Höhenregionen vordringen, zumeist jedoch legt er eine aggressive Vortragsweise in Manier des jungen Schmier an den Tag. Das Trio legt einmal mehr ein mörderisches Tempo vor und versteht es, auch bei den neuesten Nummern durch zahlreiche Breaks und Tempowechsel für Abwechslung zu sorgen. Aber auch für akute Gefahr der Nackenmuskulatur, denn so manche Wendung läßt die Wirbel beim Bangen bedrohlich knacken. Mit einer satten Version von ›Black Magic‹ beenden DISTILLATOR die Vorstellung und übergeben an die Kollegen SPACE CHASER aus Berlin.

Auch die starten zunächst mit einem Intro, das in diesem Fall jedoch eher einer Verschnaufpause gleichkommt, ehe es mit dem neuen Track ›Virus‹ in die Vollen geht. Ultra-Speed auf technisch hohem Niveau wird geboten, eingebettet in eine atmosphärisch ansprechende Untermalung. Das fein produzierte Material läßt - nicht zuletzt aufgrund der Stimme von Frontmann Siegfried Rudzynski - einmal mehr an einen Bastard aus früheren OVERKILL und EXODUS denken, der obendrein auch noch ein Verhältnis mit FORBIDDEN hat. In Form einer fett krachenden Version von ›Tied Down‹ stellen die Berliner zudem unter Beweis, daß sie auch NEGATIVE APPROACH zu schätzen wissen und werden erneut ihrem guten Ruf gerecht.

Kurzum, ein absolut gelungenes Split-Album, das schon jetzt Lust auf weiteres Material dieser beiden Formationen macht. Abgesehen davon: Wäre denn eigentlich eine gemeinsame Tour keine Idee, Jungs?


Walter Scheurer

 
© 1989-2022 Underground Empire


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