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TRANSPORT LEAGUE – Twist And Shout At The Devil

RODEOSTAR/SOULFOOD

Zwar mußte sich die Formation nach ihrem letzten Dreher »Napalm Bats & Suicide Dogs« einmal mehr um einen neuen Business-Partner umsehen, vielmehr hat sich aber nicht geändert im Lager der Schweden. Warum auch? Frontmann und Oberhaupt Tony Jelencovich hat mit TRANSPORT LEAGUE seine Erfüllung gefunden und versteht es immer wieder aufs Neue, fette Grooves zu servieren, denen man sich nicht entziehen kann.

Ebenso unverändert ist auch sein Wortwitz, den er nicht nur im Albumtitel, sondern auch in einigen Songs zu kredenzen versteht. Unter anderem im furiosen Opener ›Destroy Rock City‹, bei dem überraschenderweise zumindest im Refrain das Original dezent mitschwingt. Das ist nicht nur mutig, sondern auch ungewöhnlich für TRANSPORT LEAGUE, aber nicht weiter bedenklich, sorgt doch schon das anschließende ›Power Of The Sloth‹ schnell wieder für Wohlbefinden bei den eingeschworenen Fans.

Logo, schließlich ist er ja dann doch wieder da, der für die Truppe typische "Boogie From Hell"! Von diesem (der zugegebenermaßen auch als dezent Sludge-getünchter Groove Metal mit präzisem Rhythmus-Spiel und gehöriger Neo-Thrash-Schlagseite bezeichnet werden kann) ist auch ›Cannibal Holobeast‹ geprägt, das sich obendrein als zukünftige Live-Dampframme der Sonderklasse entpuppt. Das gilt auch für das nicht minder groovende, jedoch vom Tempo her deutlich gedrosselt intonierte und dadurch sogar noch ein wenig heftiger klingende ›Swine To Shine‹ und diverse andere Exponate. Dadurch vergeht die Spielzeit nicht nur wie im Flug, das Hören wird auch zu einem Vergnügen, da die "Boogie-Men" ausnahmslos eingängige und mitreißende Kost am Start haben. Und selbst wenn der Rhythmus-betonte Stil des Quintetts nicht jedermanns Sache sein mag, ist es den Schweden gelungen, eine ganze Wagenladung an Ohrwürmern zu kredenzen.

Weitere Beispiele gefällig? Gerne: ›Dead And Awaken‹, das mit einer knackigen Classic Rock-Schlagseite überrascht, oder das von einem abgefahrenen Thrash-Riff eingeleitete ›Thousand Eyes & One‹. Aber auch das mächtige, im Uptempo und mit PANTERA-Gedächtnis-Gitarren-Passagen über den Hörer ausgewalzte ›Zulu Zombie Zodiac‹ weiß zu gefallen und ebenso das an den Schluß gestellte ›Winter War‹, das mit DOWN-Brachialität die letzten Reserven des Hörers fordert.

Inwiefern TRANSPORT LEAGUE mit derlei Sounds anno 2017 reüssieren können, bleibt zwar erst einmal abzuwarten, Fans der erwähnten US-Helden wie auch Anhänger der Pepper Keenan-Phase von CORROSION OF CONFORMITY und der letzten Scheiben von CHANNEL ZERO werden aber definitiv ihre Freude an »Twist And Shout At The Devil« haben. Thumbs up (and boogie for a while)!

http://www.facebook.com/transportleague

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
TRANSPORT LEAGUE im Überblick:
TRANSPORT LEAGUE – A Million Volt Scream (Rundling-Review von 2019)
TRANSPORT LEAGUE – Boogie From Hell (Rundling-Review von 2014)
TRANSPORT LEAGUE – Kaiserschnitt (Rundling-Review von 2021)
TRANSPORT LEAGUE – Twist And Shout At The Devil (Rundling-Review von 2017)
TRANSPORT LEAGUE – News vom 04.06.2001
TRANSPORT LEAGUE – News vom 27.07.2001
TRANSPORT LEAGUE – News vom 22.08.2001
TRANSPORT LEAGUE – News vom 30.11.2001
TRANSPORT LEAGUE – News vom 13.08.2005
TRANSPORT LEAGUE – News vom 21.08.2005
TRANSPORT LEAGUE – News vom 27.11.2008
TRANSPORT LEAGUE – News vom 05.05.2009
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