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WOLFHEART feat. THE MALAVITA ANTISOCIAL CLUB – Morphean Empires (Doppel-CD)

WOLFBLOOD PRODUCTIONS (Import)

Mit diesem Werk erfüllt sich die österreichische Szene-Legende Wolfgang Süssenbeck den langgehegten Traum eines Soloalbums. Der Name des Projekts ist zwar seiner Aussage nach als Tribut an MOONSPELL zu betrachten, doch wer "Sü" kennt, weiß, daß er unendlich viel an Herzblut in jedes einzelne seiner Projekte fließen läßt (und das schon seit über 30 Jahren!) und man daher den Projektnamen sehr wohl auch autobiographisch betrachten darf.

Als Alleinunterhalter mußte der DARKSIDE-Fronter jedoch keineswegs agieren, im Gegenteil, einige seiner (aktuellen und früheren) Mitstreiter unterstützen ihn tatkräftig. Allen voran der in Anlehnung an den "The Buena Vista Social Club" benannte "The Malavita Antisocial Club", zu dem sein slowakischer DARKSIDE-Kollege Jaroslav Lukac an der Gitarre sowie der aus Italien stammende Drummer Alessandro Vagnoni (den "Sü" unter anderem von einigen Shows mit DEMOLITION sowie dem - leider bis dato noch nicht veröffentlichten - MARGINALIA-Projekt her kennt) zählen. Der "Club" versteht es, die Tracks durch Fingerfertigkeit und spielerische Kompetenz die Ideen des Mastermind umzusetzen, der seinerseits einmal mehr für eine variantenreiche Gesangsperformance sorgt und die nicht minder abwechslungsreich angelegten Songs komponiert hat.

Als herausragend erweist sich das achtteilige, knapp 27-minütige ›Parthenopean Shores‹, das zu recht auf einer eigenen CD verewigt ist. Die sich stetig steigernde, dramaturgisch perfekt umgesetzte musikalische Darbietung evoziert durchaus Gedanken an ein Album, das mit zu den persönlichen Favoriten des Initiators zählt: »Operation: Mindcrime«.

Doch auch der erste Dreher hat es in sich und weiß mit einem breiten Spektrum an (vorwiegend) Death Metal-Klängen zu gefallen. Von derb-old schoolig bis hin zu atmosphärisch-verträumt wird so ziemlich alles geboten, was man als Genre-Fan erwarten darf. Mehr sogar, denn an eine Coverversion von THE DOORS wagen sich nicht viel heran. Noch weniger schaffen es deren Tracks, auf derart intensive Weise wiederzugeben wie es WOLFHEART mit ›5 2 1‹ gelungen ist. Sich der darin enthaltenen Lyrik von Jim Morrison annähernd, erweisen sich auch die Texte der Scheibe (wie für Wolf längst Usus) - trotz diverser fiktiver Ansätze - als (leider) sehr, sehr realitätsnah.

Auch soundtechnisch konnte das Album gut umgesetzt werden. Die Scheibe kommt druckvoll und ausgewogen daher, was auch optisch für das Gesamtkunstwerk »Morphean Empires« zutrifft, denn die Chose gibt auch diesbezüglich einiges her. Zum Konzept passend haben die von "Sü" ins Boot geholten Joachim Luetke (Band-Pics) und Björn Goosses (Artwork) feine Arbeit geleistet und ihre Kunst mit den durchdachten und bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Stories aus Wolfs Feder abgestimmt. Respekt!

http://www.facebook.com/wolfheartmac/

gut 11


Walter Scheurer

 
WOLFHEART feat. THE MALAVITA ANTISOCIAL CLUB im Überblick:
WOLFHEART feat. THE MALAVITA ANTISOCIAL CLUB – Morphean Empires (Rundling-Review von 2016 aus Online Empire 67)
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