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PUSSY SISSTER – Arrogance

BORILA REKORDS

Vier Jahre haben diese Burschen benötigt, um uns ein neues Album aufzutischen. An sich nicht unbedingt karrierefördernd eine solche Zeitspanne, im Falle der Sleaze/Glam/Hard Rocker PUSSY SISSTER aber nicht weiter tragisch, zumal zwischen dem selbstbetitelten letzten Dreher und dessen Vorgänger »City Of Angels« ähnlich viel Zeit verstrichen ist, und die Fans längst wissen, was sie zu erwarten haben. Von daher werden alle PUSSY SISSTER- Affinniciados auch die lange Pause zwischen den letzten beiden Veröffentlichungen problemlos wegstecken können. Genauer gesagt wird die Formation nicht einen einzigen ihrer Anhänger vergraulen, sondern viel eher weitere dazugewinnen, schließlich gibt es abermals exakt das, wofür die Karlsruher seit ihrem Debut geliebt (oder eben nicht) werden. Dieses Mal jedoch hat man ein zusätzliches Quentchen mehr an Ohrwürmchen zu bieten, womit die einzigen Änderungen schon einmal festgehalten wären.

Grundsätzlich regiert immer noch die alte Sleaze-Schule in Machart von MÖTLEY CRÜE und Konsorten, wie schon mit dem Startschuß ›Monster‹ nachzuvollziehen ist. Die Nummer versprüht in der Tat ein ähnliches Feeling wie die späteren Werke der in Bälde ihren verdienten Ruhestand antretenden Herren aus den USA und sollte den Badenern nun endgültig die große, weite Rockwelt öffnen. Nicht minder zwingend kommen aber auch ›Freak Show‹, das hinsichtlich der Hooks eher von den frühen SKID ROW inspiriert klingt) sowie das an QUIET RIOT gemahnende ›Rockinferno‹ aus den Boxen. Doch nicht nur an Idolen aus den US of A orientieren sich diese Burschen, sie scheinen sich auch an skandinavischen Truppen zu orientieren, wie das locker-lässige, an frühere HARDCORE SUPERSTAR erinnernde ›Vampires Of Death‹ unter Beweis stellt. Da Balladen in diesem Genre seit langen Jahren Usus sind, passen auch ›Memories‹ sowie das mit Piano und Streichern bombastisch umgesetzte ›Legends Never Die‹ gut in den Album-Kontext, denn die Jungs wissen auch, mit derlei Kompositionen zu punkten und qualifizieren sich spätestens mit dem letztgenannten sogar für Einsätze bei ansonsten nicht wirklich Rock-affinen Radiosendern. Chapeau!

Zum Schluß sei noch erwähnt, daß auch PUSSY SISSTER - wie es für Sleaze/Glam-Rocker seit jeher zum guten Ton gehört - eine gewisse Affinität zum Punk haben. Von daher überrascht die fetzige umgesetzte Version des Frank Sinatra-Gassenhauers ›My Way‹ nicht wirklich. Zwar kommt ihre Version nicht ganz so schräg rüber wie jene von Sid Vicious, doch auch die PUSSIES lassen der Welt unmißverständlich wissen, wie man derlei Kompositionen umzusetzen hat. Respekt!

http://www.pussy-sisster.de/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
PUSSY SISSTER im Ăśberblick:
PUSSY SISSTER – Arrogance (Rundling)
PUSSY SISSTER – Hot Like Hell (Do It Yourself)
PUSSY SISSTER – Pussy Sisster (Rundling)
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