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DEAD LORD – Head Held High

CENTURY MEDIA RECORDS/UNIVERSAL

Das Thema ist nicht neu. Wenn eine Band ein Hammer-Debut abliefert, hat sie es verdammt schwer. Denn wie wir alle wissen, ist es nicht erst einmal vorgekommen, da├č mit sp├Ąteren Werken nie wieder die Klasse des Erstlings erreicht werden konnte. Auch die Schweden DEAD LORD haben sich mit ihrem Erstversuch ┬╗Goodbye Repentance┬ź die Me├člatte unglaublich hoch gelegt und liefern nun, knapp mehr als zwei Jahre sp├Ąter den hei├čersehnten Nachfolger.

Doch das von Hakim Krim angef├╝hrte Quartett erweist sich als offenbar bereits erfahren genug, um sich nicht blind auf die Erfolgsformel zu verlassen und versucht sich aber auch erst gar nicht an etwaigen Experimenten, geschweige denn an kommerziell "verwertbaren" Trend-Anbiederungen. Zwar ist sehr wohl festzustellen, da├č die Truppe bestrebt war, exakt dort fortzufahren beziehungsweise anzusetzen, wo sie mit dem Debut aufgeh├Ârt hat - und das war eben in jenem traditionellen Hard Rock-Bereich, der von feinen Harmoniegitarren gepr├Ągt ist und desweiteren jede Menge anderer, fr├╝herer NWoBHM-Inspirationen offenlegt - dennoch wird nicht blind daran festgehalten.

THIN LIZZY-infiltrierte Harmonien und Leads dominieren immer noch das Geschehen, weil sich die Band genau dort einfach pudelwohl zu f├╝hlen scheint und auch erst gar kein Hehl aus ihren Einfl├╝ssen macht, dennoch kann man der Formation eine ureigene Note nicht absprechen. Und das, obwohl sich Hakim in Bezug auf seinen Gesang und die nunmehr deutlich tiefgr├╝ndigeren Texten offenbar sogar noch ein wenig intensiver mit dem Schaffen des unvergessenen Phil Lynott besch├Ąftigt haben d├╝rfte.

Der trotz allem hohe Wiederkennungswert sowie die auf Anhieb vernehmbare eigene Duftnote l├Ą├čt sich in erster Linie auf die immense Dichte an zwingenden Hooks und einpr├Ągsamen - um nicht zu sagen regelrecht "penetranten" - Refrains zur├╝ckf├╝hren. Eben jene machen deutlich, welche talentierte Formation DEAD LORD eigentlich sind, denn in diesen Punkten hat sich die Band im Vergleich zum Debut sogar noch gesteigert, der ├ťberraschungseffekt ist dagegen nicht mehr vorhanden.

Keine Ahnung, wie gro├č diese Band tats├Ąchlich werden kann, mit Songs wie dem fulminanten Opener ÔÇ║FarewellÔÇ╣, dem vom Grundriff her dezent an LIZZY's ÔÇ║SarahÔÇ╣ erinnernden ÔÇ║No RegretsÔÇ╣, sowie dem mit einer zum Hinknien sch├Ânen, gef├╝hlvollen Einleitung gesegneten ÔÇ║The Bold MoveÔÇ╣ haben die Schweden jedenfalls mehrere potentielle Ohrw├╝rmer am Start, die sowohl auf Konserve, noch viel intensiver aber in schwei├čtriefenden Clubs und mit Sicherheit auch auf diversen gro├čen Open Air-B├╝hnen ihre Wirkung nicht verfehlen. Bravissimo!

http://www.deadlord.com/

super 14


Walter Scheurer

 
DEAD LORD im ├ťberblick:
DEAD LORD – Goodbye Repentance (Rundling)
DEAD LORD – Head Held High (Rundling)
DEAD LORD – In Ignorance We Trust (Rundling)
DEAD LORD – News vom 14.08.2013
DEAD LORD – News vom 10.05.2020
Playlist: DEAD LORD-Album »Heads Held High« in "Jahrescharts 2015" auf Platz 7 von Walter Scheurer
andere Projekte des beteiligten Musikers Adam Lindmark:
MORBUS CHRON – News vom 04.09.2015
andere Projekte des beteiligten Musikers Martin Nordin:
LUCIFER (International) – News vom 27.02.2018
LUCIFER (International) – News vom 20.10.2019
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