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HEAVY TEMPLE – Heavy Temple (CD-EP)

VÁN RECORDS/SOULFOOD

Drei Songs mit einer Gesamtspielzeit von einer knappen halben Stunde enthält diese Scheibe. Weiß man dazu auch noch, daß der Gesangsvortrag von einem weiblichen Wesen stammt, das die (zumindest meine, hüstel) Phantasie soweit anregt, so daß ich das holde Geschöpf auf einem Besen davonfliegen sehe. Dann dürfte in etwa klar sein, was hier gespielt wird. Wer also an diverse Okkult-Rock-Formationen mit Dame am Mikro denkt, liegt natürlich absolut richtig, wobei das aus Philadelphia stammende Duo auf einem massiven Fundament aufbaut, auf dessen Intensität Sängerin "High Priestess Nighthawk" ihre aufwühlende wie auch betörende Stimme erst so richtig zur Geltung bringen kann.

Besagter Unterbau kommt vorwiegend schwermütig, immerzu jedoch tiefschürfend und berührend aus den Boxen und besteht in etwa zu gleichen Teilen aus Doom, Stoner, Psychedelic und Space Rock-Zutaten, die alleine jedoch noch nicht die "Tiefenwirkung" ausmachen. Diese ist nämlich eindeutig dem Gesang zuzuschieben, der den Zuhörer förmlich an die Boxen fesselt und ihn jede einzelne Silbe des Vortrages schlicht genießen läßt. Schon klar, daß HEAVY TEMPLE bestimmt nicht das Rad neu erfinden, der Faszination ihrer Songs kann man sich aber dennoch nur ganz schwer entziehen. Schon der Opener ›Dirty Ghost‹, der nach epischem Beginn zu einer an sich nur wenig spektakulären, treibenden Rock-Nummer wird, entwickelt eine gewisse Anziehungskraft. Noch intensiver jedoch klingt ›Legendary Conversation With Ants‹, das von zahlreichen Tempowechseln und Breaks geprägt ist und über einen dramaturgisch spannenden Aufbau verfügt. Seinen Höhepunkt findet diese EP allerdings im magisch-hypnotischen Abschluß-Track mit dem unmißverständlichen Titel ›Unholy Communion‹.

Eben jener ist es dann, auch der mich endgültig zum "Heavy Templer" werden läßt, schließlich nimmt mich dieser Track von Beginn dermaßen gefangen, daß ich mich urplötzlich in einer Phantasiewelt befinde, die von bunten, diffusen Nebelschleiern geprägt ist, aus denen die Silhouetten von fliegenden Weibchen emporsteigen...

http://www.facebook.com/heavytemple

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
HEAVY TEMPLE im Überblick:
HEAVY TEMPLE – Heavy Temple (Rundling-Review von 2014)
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