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  UE-Home → History → Online Empire 57 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → EARTHLESS – Â»From The Ages«-Review last update: 27.01.2021, 10:43:12  

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EARTHLESS – From The Ages

TEE PEE RECORDS/AL!VE

Schon fĂŒr ihr 2007er Album »Rhythms From A Cosmic Sky« konnte diese Formation aus San Diego mehr als nur beachtenswertes Feedback einheimsen und wurde fĂŒr den instrumental vorgetragenen Mix aus Stoner und Doom Rock, einer gehörigen Dosis Metal und diversen psychedelischen Einsprengseln nicht nur von der Presse entsprechend gewĂŒrdigt. DarĂŒber hinaus konnte sich die Truppe vor allem in der Heimat durch ihre energiegeladenen Liveshows einen verdammt guten Ruf erspielen, wodurch die in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden durchgezogenen Live-Performances den Fans die an sich verdammt lange Wartezeit von fĂŒnf Jahren auf ein neues Album deutlich kĂŒrzer erscheinen ließen.

Mit »From The Ages« sorgt "California's loudest band" nun aber endlich fĂŒr Nachschub. Schon der Einstieg mit dem ViertelstĂŒnder â€șViolence Of The Red Seaâ€č macht klar, daß sich die drei Amis keinen Millimeter von ihrer Marschrichtung entfernt haben. Außerdem beweisen sie damit auch Mut, denn es gehört wohl einiges dazu, ein Album mit einem Epos zu eröffnen, das eher verstörend anmutet und zu Beginn mit Riffs auffĂ€hrt, die eher mantra-mĂ€ĂŸig dargeboten werden. Leichter macht man es dem Hörer erst ab jenem Moment, an dem sich Gitarrist Isaiah Mitchell (der unter anderem auch mal bei NEBULA an der Klampfe war) nach Herzenslust austoben darf und sich dabei als Huldiger von Heroen wie Jimi Hendrix und Uli Jon Roth und dadurch wohl auch als Geheimtip fĂŒr alle Classic Rock-Sechssaiten-Fetischisten erweist. Noch ein wenig schrĂ€ger klingt das anschließende â€șUluru Rockâ€č in dem Basser Mike Eginton und Drummer Mario Rubalcaba (ROCKET FROM THE CRYPT) zwar unglaublich fett grooven und fĂŒr ZugĂ€nglichkeit sorgen, das Gesamtkunstwerk aber dennoch eher abgefahren anmutet, da Sounds kredenzt werden, die irgendwo zwischen FrĂŒh-70er Krautrock und schwerem Psychedelic-Sound einzuordnen sind. Unglaublich energiegeladen wirkt dann â€șEquus Octoberâ€č, das fĂŒr EARTHLESS-VerhĂ€ltnisse kurz und knackig daherkommt, dabei aber dennoch amtlich rockt und groovt wie Sau. GĂ€be es eine Radiostation, die mutig genug wĂ€re, auch derlei KlĂ€nge zu spielen, wĂ€re EARTHLESS reichlich Airplay sicher. Mit dem abschließenden Titelsong entfĂŒhren uns die drei Herren dann auf einen wahren "Trip", in dessen Verlauf man bemerkt wie facettenreich die Mixtur von EARTHLESS angelegt ist. Schließlich lassen sich von BLACK SABBATH ĂŒber HAWKWIND bis hin zu BLUE CHEER ganz alten UFO eine halbe Generation an "frĂŒhen Helden" als Inspirationen vernehmen. Chapeau!

Als Fazit lĂ€ĂŸt sich festhalten, daß das Gehörte die gesamte Spielzeit sehr intensiv rĂŒberkommt, manchmal sogar dermaßen heftig und durchdringend, daß vor dem magischen Auge des Zuhörers nicht nur ein unglaublich breites Farbspektrum erscheint, sondern dieser auch Gefahr lĂ€uft, urplötzlich auf Ă€hnliche Individuen zu treffen, wie sie auf dem Cover verewigt sind...

Also bitte, meine Lieben, geht behutsam mit »From The Ages« um!

http://www.facebook.com/pages/earthless/117307888322324

gut 11


Walter Scheurer

 
EARTHLESS im Überblick:
EARTHLESS – Black Heaven (Rundling)
EARTHLESS – From The Ages (Rundling)
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