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ALLTHENIKO – Back In 2066 (Three Head Mutant Chronicles)

PURE STEEL RECORDS/H'ART

Eine respektable Entwicklung hat dieses Trio aus dem Piemont hingelegt. Mit ersten - eher durchwachsenen - Versuchen (»We Will Fight« von 2006 und »Devasterpiece« von 2008) konnten sie sich mit ihrem zwar schon damals schnörkellos dargebotenen, aber doch noch etwas holprig umgesetzten Heavy Metal in der Szene zu etablieren. Dann war auf ihrem letztjährigen Album »Millenium Re-Burn« zu erkennen, daß man in Sachen Songwriting wie auch bei den Arrangements ordentlich nachgebessert hat. Auf dem nun vorliegenden vierten Langeisen zeigt sich der Dreier weiter gereift, wobei man aber immer noch weit entfernt davon ist, etwaige "Kunststücke" vorzuführen oder gar "Experimente" zu wagen. Keineswegs, bei ALLTHENIKO regiert immer noch Traditionssound, der ganz klar von den frühen teutonischen Speed-Helden inspiriert ist und ebenso reichlich klassischen britischen Metal, aber auch eine amtliche Schippe Heavy Rock intus hat.

Durch den Umstand, daß Frontmann David Nightflight wie eine Mischung aus einem zornigen Kai Hansen und dem jungen "Peavy" klingt, lassen sich selbstverständlich weder GAMMA RAY noch RAGE als Inspirationsquelle verleugnen, dennoch fällt auf, daß die "Hamburger Schule" rein stilistisch nicht wirklich auf das Klangbild abgefärbt hat und die Italiener weniger auf Melodien bedacht sind als auf pures, unverfälschtes Riffing in zum Teil an JUDAS PRIEST angelehnter Machart. Technisch über jeden Zweifel erhaben, ambitioniert und mit viel Herzblut kredenzt das Trio seine Nummern, die hinsichtlich der Texte zwar im Science Fiction-Bereich anzusiedeln sind, dabei aber dennoch in erster Linie unter Beweis stellen, daß wir es bei ALLTHENIKO mit einer bodenständigen, knietief im Traditionsmetal verankerten Band zu tun haben, die ihre bislang reifste Leistung bietet. Weiter so!

http://www.allthenikometal.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
ALLTHENIKO im Überblick:
ALLTHENIKO – Back In 2066 (Three Head Mutant Chronicles) (Rundling-Review von 2012)
ALLTHENIKO – Devasterpiece (Rundling-Review von 2008)
ALLTHENIKO – Devasterpiece (Rundling-Review von 2008)
ALLTHENIKO – Fast And Glorious (Rundling-Review von 2014)
ALLTHENIKO – We Will Fight! (Rundling-Review von 2007)
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