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Klaus Schulze – La vie electronique 11 (3-CD-Digipak)

MIG/INTERGROOVE

1992 und 1993 hatte Klaus Schulze eine sehr kreative Phase, wobei jedoch ein Großteil der Musik nicht auf regulären Release erschien. Daher wurde Ende 1993 ein Set mit zehn CDs zusammengestellt, das den Titel »Silver Edition« erhielt. Zwei Jahre später folgte die »Historic Edition«, auf der er auf ebenfalls zehn CDs vornehmlich Aufnahmen aus den siebziger Jahren veröffentlicht wurden. 1997 folgte eine weitere Box, die gar 25 CDs enthielt und wie die beiden Vorgänger schon längst ausverkauft ist.

Daher wurde vor etwa drei Jahren begonnen, diese CDs in kleineren Häppchen mit dem Serientitel »La vie electronique« wiederzuveröffentlichen. Mittlerweile sind wir bei Nummer 11 angelangt, wobei in diesem Digipack drei ganz unterschiedliche CDs stecken: Auf der ersten CD befindet sich die Filmmusik, die Klaus zur 1993 entstandenen deutschen TV-Dokumentation "Spurensicherung. Baudenkmäler" beigesteuert hatte, während die zweite CD das 71-minütige Stück ›Narren des Schicksals‹ von 1992/'93 enthält, welches Klaus als seine erste Sinfonie bezeichnet. Hier nutzt er neben seinen Tasteninstrumenten auch solche Stilmittel wie einen klassischen Chor, so daß man hierbei also sehr wohl von moderner Klassik sprechen kann. Jedoch kann man beim Inhalt der ersten beiden Silberscheiben sicherlich nicht von "normalen" Songs sprechen, was sich allein aufgrund des Verwendungszwecks dieser Kompositionen im Grunde schon von ganz allein versteht. Am ehesten mit dem Terminus "Song" kann man bei der dritten CD hantieren, obgleich es sich hierbei auch um Beiträge zu Filmen oder zu einer Oper handelt. Im einzelnen sind das ›Der Schönheit Spur‹, 1993 für einen Film über den Potsdamer Platz in Berlin entstanden, und ›Ein schönes Audiodafé‹, im gleichen Jahr für die Oper "Totentag" komponiert aber letzten Endes nicht verwendet worden, sowie die Abschlußnummer ›Return In Happy Plight‹, die für einen Film bestimmt war, aber ebenfalls nicht zum Einsatz kam.

Doch ganz gleich, welchen Part von »La vie electronique 11« man persönlich bevorzugt, diese Zusammenstellung zeigt ohne Frage, welch ein vielseitiger Künstler Klaus Schulze ist, zumal ein gewisser Teil dieser Aufnahmen spontan improvisiert wurde. Wer sich für herausragende elektronische Musik interessiert, kommt an Klaus Schulze ohnehin nicht vorbei, dank »La vie electronique« hat er aber die Möglichkeit, noch tiefer in das Werk des Tastenvisionärs einzutauchen!

http://www.klaus-schulze.com/


Stefan Glas

 
Klaus Schulze im Überblick:
Klaus Schulze – Angst (Re-Release)
Klaus Schulze – La vie electronique 11 (Re-Release)
Klaus Schulze – La vie electronique 12 (Re-Release)
Klaus Schulze – ONLINE EMPIRE 36-"Living Underground"-Artikel
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