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"Night Of The Prog III"-Festival

St. Goarshausen, Loreley-Freilichtbühne

18.-20.07.2008

Zum dritten Mal ging 2008 das "Night Of The Prog"-Festival auf der Loreley über die Bühne, und zum zweiten Mal statteten wir der Veranstaltung einen Besuch ab. Wie schon im Jahr zuvor zeichnete sich das NOTP durch obergemütliche Atmosphäre und erstklassige Bands aus, so daß gelegentliche Wetterkapriolen (am Samstag gab es zwischenzeitlich das aprilmäßigste Wetter des Jahres, da innerhalb von drei Minuten erst die Sonne gnadenlos brannte, es dann stürmte und anschließend für einige Sekunden Regen herniederprasselte) die Stimmung nicht vermiesen konnten. Hier also unser Bericht über die langhaarige Schöne, die auf ihrem Felsen sitzt und Schiffer ins Verderben stürzt und Progger in Verzückung versetzt.
Auch in diesem Jahr ist das "Night Of The Prog" um einen Tag angewachsen: Hatte man 2006 mit einer eintägigen Veranstaltung begonnen, waren im letzten Jahr zwei Tage lang Prog-Festivitäten angesagt gewesen, und 2008 beginnt die Action bereits am Freitagabend. Elektronikabend heißt das Motto, bei dem man begutachten kann, wie vielseitig diese Musikart ist. Somit soll das "Night Of The Prog"-Festival um eine weitere Facette bereichert werden; ebenso begrüßenswert ist die Entscheidung, in diesem Jahr erstmals metallischer orientierte Bands ins Billing aufzunehmen, was der Abwechslung äußerst dienlich sein soll!

SOLAR MOON [D]-Liveshot

Den Anfang machen die Kölner SOLAR MOON, die nicht nur aufgrund ihres barfüßigen, in einen knallroten Overall gekleideten Geigers auffallen. Vielmehr gefällt vor allem die extrem ruhige und langsame Mucke der Truppe; man kann fast schon von Atmo-Ambient-Prog-Doom sprechen. Ein gelungener Start in ein Festivalwochenende der ganz anderen Art!

HIPGNOSIS-Liveshot

Es folgt die erste von zwei polnischen Bands, die 2008 beim NOTP zu Gast ist: HIPGNOSIS, die der Einfachheit halber ihr Backdrop einfach auf den Stufen vor der Bühne ausgebreitet haben. Die 2003 gegründete Truppe soll hier ihren ersten Auftritt in Deutschland absolvieren. Übrigens ist auch bei HIPGNOSIS - wie bei allen Bands an diesem ersten NOTP-Abend - in Gestalt von Sängerin KuL eine Frau an Bord.

ISILDURS BANE-Liveshot

Anschließend geht die Reise mit ISILDURS BANE weiter nach Schweden. Die bereits seit 1976 existierende Gruppe kann mittlerweile auf 10 CDs verweisen und ist eine feste Institution in der Szene. Entgegen dem Motto des Abends begeistert die Truppe mit einem sehr organischen Sound, wobei vor allem der Einsatz des E-Cellos von Linnea Olsson der Gruppe eine ganz eigene Klangfarbe verleiht. Schade nur, daß die Band über weite Strecken instrumental operiert, denn ihre äußerst wohlklingende Stimme kann die Hörer wahrlich in Verzückung versetzen.

TANGERINE DREAM-Liveshot

Denkt man an elektronische Musik aus Deutschland so wird man zwangsläufig auf einen Namen stoßen: TANGERINE DREAM - und die Combo hatte auf der Loreley keine Probleme zu beweisen, daß sie auch mehr als 40 Jahre (!) nach Gründung immer noch der Platzhirsch auf diesem Sektor ist. Obgleich meinereiner die Band zuvor lediglich oberflächlich kannte, bin ich sofort gefesselt von der in allen Belangen stimmigen und packenden Live-Inszenierung. Die sphärischen Melodien kombiniert mit den mitreißenden Beats, die nahezu völlige Bewegungslosigkeit auf der Bühne kontrastiert durch das energiegeladene - in positivem Sinne - Gezappel von Percussionistin Iris Camaa, die Lasershow - alle Zahnrädchen greifen perfekt ineinander und machen den Auftritt von TANGERINE DREAM-Boß Edgar Froese mit seinen langjährigen Gastmusikern zu einem Erlebnis jenseits von Raum und Zeit, so daß man nach zwei Stunden meint, aus einem farbsprühenden Traum zu erwachen. Es ist nicht zu übersehen, wieviel sich die Macher von elektronischer Musik - bis hin zu den aktuellen Dance-Krepierern - in den letzten Jahrzehnten meist mehr schlecht als recht bei dieser Band abgeschaut haben. Doch beim "Night Of The Prog" hat man das Original erlebt. In Perfektion.

Klaus Schulze-Liveshot

Klaus Schulze war von 1969 bis '70 Mitglied von TANGERINE DREAM gewesen und ist auf deren erster Platte »Electronic Meditation« zu hören. Doch seither haben sich die Wege beider Parteien deutlich getrennt: Während bei TANGERINE DREAM Rhythmus und Drive extrem wichtig sind, setzt Klaus Schulze hauptsächlich auf ruhige und sphärische Musik; während TANGERINE DREAM sicherlich mit der Zeit gehen und die neuen Möglichkeiten der Technik ausloten, verläßt sich Klaus Schulze auf eine turmhohe Wand aus schon etwas betagterer Technik. Im Gegensatz zu TANGERINE DREAM, die erst vor der Zugabe verbal mit dem Publikum kommunizierten, unterhält sich Klaus Schulze viel mit dem Publikum und war nie um einen Scherz verlegen ("Eigentlich wollte ich nur etwas leiser werden, aber wenn Ihr jetzt schon applaudiert, kann ich den Song ja auch beenden...") Bei seinem ersten Auftritt in Deutschland seit sieben Jahren hatte Klaus Ex-DEAD CAN DANCE-Sängerin Lisa Gerrard mitgebracht, da die beiden gerade ein gemeinsames Album namens »Farscape« veröffentlicht haben. Lisa bereicherte den Auftritt durch ihre Chöre um eine weitere Klangfarbe. Ein schöner Ausklang für den ersten NOTP-Abend!

CENTRAL PARK-Liveshot

Den zweiten Tag eröffnet die Münchner Formation CENTRAL PARK, deren CD »Unexpected« uns schon gewaltig überzeugen konnte - kein Wunder bei 23 Jahren Reifezeit. :-) Doch auch live verstehen CENTRAL PARK, die Hörer umgehend auf ihre Seite zu ziehen, was bestimmt nicht nur an der herzlichen Begrüßungsrede von Drummer Artur Silber liegt - und definitiv auch nicht daran, daß man für das Epos ›Don't Look Back‹ eine ausgesprochen hübsche Gastsängerin im grünen Kleid und gefährlichen Stöckelschuhen zu sich auf die Bühne bittet.

MAGENTA [GB]-Liveshot

Ebenfalls mit Frauenpower operieren die Waliser MAGENTA; allerdings ist es hier nicht der dekorative Farbtupfen, sondern Frontdame Christina Booth zählt zu den Hauptsongschreibern und drückt zudem mit ihrer Stimme den Songs den Stempel auf. Wie schon auf den Studioalben ist eher poppig angehauchter Prog angesagt, der sehr gut ankommt und einen guten Kontrast zur nachfolgenden Band darstellt.

PRISMA-Liveshot

Mit Popappeal haben die Schweizer PRISMA nämlich gerade mal gar nix am Hut, sondern orientieren sich bekanntlich an TOOL und Konsorten. Demzufolge ist nun erstmals Heavyness beim "Night Of The Prog" angesagt, der aber ob der vertrackten Strukturen dennoch nicht zum Bangen einlädt. Auf jeden Fall sorgt das NOTP 3 weiterhin für eine schicke Schaukelpolitik, denn die nächste Band soll wieder mehr auf Eingängigkeit setzen.

IT BITES-Liveshot

IT BITES standen nämlich schon in den Achtzigern für äußerst melodischen Prog, woran sich nach dem Comeback nichts geändert hat - obgleich man vorderster Front hatte einen Wechsel vornehmen müssen: Der ehemalige Frontmann Francis Dunnery steht nicht mehr zur Verfügung, so daß sich die beiden verbliebenen Originalmitglieder John Beck (k) und Bob Dalton (d) für ARENA-Gitarrist John Mitchell als neue IT BITES-"Kühlerfigur" entschieden haben. Außerdem ist Bassisten Lee Pomeroy hinzugekommen. Doch an der musikalischen Ausrichtung von IT BITES hat sich nichts geändert, so daß nun auch mal kräftig mitgesungen werden darf.

THE FLOWER KINGS-Liveshot

Und wieder das absolute Gegenteil bitte! Neben dem verhältnismäßig gradlinigen Prog von IT BITES, kamen nun die Könige der Dreieinhalbstundenepen: THE FLOWER KINGS. Da die Band allerdings nicht so viel Spielzeit hat, zocken sie schnell ihren kürzesten Song runter und verlassen die Bühne wieder... Ernsthaft: Roine Stolt und seine Mannen zelebrieren die hohe Kunst der Instrumentenverknotung auf derart mitreißende Weise, daß sie zweifelsohne einer der Höhepunkte des Festivals sind!

PAIN OF SALVATION-Liveshot

Pech für PAIN OF SALVATION: Kaum hat die Band die Bühne betreten, beginnt es, wie aus Eimern zu schütten, was auch meine Wenigkeit vorübergehend mal zum Rückzug "überredet". Als die Großwetterlage wieder etwas "kamerafreundlicher" ist, erstürme ich mutig den Photograben, wo ich fast von POS-Fronter Daniel Gildenlow über den Haufen gerannt werde, der fröhlich den gesamten Parcours auf und vor den Bühne nutzt - und die Instrumentalparts sind ja ausgedehnt genug, daß genügend Zeit für einen kleinen Spaziergang bleibt...

BARCLAY JAMES HARVEST feat. Les Holroyd-Liveshot

Nach dieser exzellenten Show folgt dann der einzige Tiefschlag des Festivals: BARCLAY JAMES HARVEST feat. Les Holroyd. War die Performance der Truppe beim letztjährigen "Rock Of Ages"-Festival schon mehr als lahm, so kommt in diesem Jahr hinzu, daß sich Les Holroyd stimmlich deutlich verschlechtert hat oder einen besonders katastrophalen Tag erwischt hat, denn er trifft im Verlauf der gesamten Show kaum einen einzigen Ton. Ein Trauerspiel - vor allem wenn man bedenkt, welch' großartige Band BARCLAY JAMES HARVEST früher mal gewesen war!

Fish-Liveshot

Leider kann Headliner Fish nicht an seine überirdische Leistung aus dem letzten Jahr anknüpfen, sondern spielt "nur" eine gute Show, die übrigens den letzten Auftritt von Bassist Steve Vantsis in der Band des Schotten markiert. Sicherlich macht sich Fish durch die Entscheidung, enorm viele Songs des aktuellen Albums »13th Star« zu spielen, das Leben nicht leichter, aber es kann ja auch nicht an jedem Abend eine solche Magie in der Luft liegen wie im letzten Jahr. Ein würdiger Headliner war Fish auf der Loreley allemal - mußte sich aber den beiden anderen Tagestopacts, TANGERINE DREAM und Roger Hodgson, letztendlich geschlagengeben.

KNIGHT AREA-Liveshot

Der dritte "Night Of The Prog"-Tag startet gleich mit einem Highlight: Die Holländer KNIGHT AREA haben mit ihrem symphonisch-eingängigen ProgRock das richtige Mittel parat, um einen durchweg hochwertigen, stilistisch sehr vielfältigen Abschlußtag in Schwung zu bringen. Neben der hochklassigen Musik ist es vor allem die sympathische Ausstrahlung des komplett in Weiß gekleideten und meist mit Umhängekeyboard bewaffneten Sängers Mark Smit, der KNIGHT AREA zu einer gewinnenden Erscheinung werden läßt.

GAZPACHO-Liveshot

Sehr viel introvertierter geht es dann mit den Norwegern GAZPACHO weiter. Die Truppe, die sogar MARILLION überzeugen konnte, so daß sie auf deren Label gelandet sind, spielt extrem ruhigen Artrock, der über weite Strecken begeistern kann, gelegentlich aber doch etwas mehr Dynamik vertragen könnte.

QUIDAM-Liveshot

Mit klassischem ProgRock und den Polen QUIDAM geht es weiter, die ebenso wie die anderen Bands am Nachmittag mehr Spielzeit zur Verfügung haben. Da SIEGES EVEN aufgrund der Handverletzung von Gitarrist Markus Steffen sowohl den Auftritt beim "Night Of The Prog" als auch beim "Rock Of Ages" kurzfristig absagen müssen, ist es für die NOTP-Veranstalter unmöglich gewesen, in dermaßen kurzer Zeit einen Ersatz zu beschaffen, so daß die Spielzeit unter den anderen Band aufgeteilt wird. Mit ihrem Auftritt auf der Loreley beweisen die 1991 gegründeten QUIDAM, die bis 1995 noch unter dem Namen DEEP RIVER operiert hatten, warum sie mittlerweile zu den größten Prog-Bands ihrer Heimat gehören und ernten kräftig Applaus dafür.

Neal Morse-Liveshot

Zeit einen Frevel zu begehen: Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, daß die Trennung von SPOCK'S BEARD und Neal Morse ein Glücksfall war. Denn: Die Bartträger haben seither nichts von ihrem Reiz verloren (und gefallen mir persönlich sogar besser als zuvor), sind live enorm stark wie sie beim letztjährigen "Rock Hard Festival" beweisen konnten. Und nach diesem herrlichen Auftritt von Neal Morse beim NOTP zähle ich mich endgültig auch zu den uneingeschränkten Anhängern seines solistischen Schaffens. Dabei geht es zunächst gar nicht wie geplant los: Mit viel Jubel begrüßt, haut Neal in die Tasten, doch nach nur wenigen Takten ist plötzlich Totenstille angesagt - ganz egal wie sehr er auch die Tasten in die Mangel nimmt. Doch anstatt in - sicherlich berechtigte - Panik zu verfallen, verhält sich Neal ganz wie ein Profi: Mit einem schrägen Lächeln auf dem Gesicht kommentiert er den Vorfall mit "Oops, there's a ghost in the machine..." und erzählt davon, wie ihm der Händler in seinem angestammten Musikladen von diesem neuen Computersystem vorgeschwärmt hatte, das alles so viel einfacher machen würde - und so viel leiser, hüstel... Ich kann mir lebhaft vorstellen, was Neal nach seiner Rückkehr dem Händler seines - bisherigen - Vertrauens zu erzählen hatte... Um der Crew Zeit zu geben, den Wurm im Computersystem zu fangen, schwenkt Neal stattdessen mit seiner Band auf einen anderen Song um, für den Neal sich die Akustikgitarre umhängt, die gottlob auch ohne Computerunterstützung fein klingt: die TRANSATLANTIC-Nummer ›We All Need Some Light‹. Dann kann der Gig ohne weitere technische Pannen seinen Weg nehmen, bei dem Neals christliche Gesinnung immer wieder zum Vorschein kommt, er jedoch nie zu aufdringlich im Stile eines Predigers vorgeht. Die Musik steht stets weit im Vordergrund, für die Neal, wie zuvor schon erwähnt, mehr Zeit als ursprünglich geplant zur Verfügung steht, so daß er hocherfreut für eine weitere ungeplante Zugabe auf die Bühne zurückkehrt: "They just asked us to play another song. What a wonderful day!" Perfektes Statement, guter Neal - sowohl über Deine Show als auch über das dritte "Night Of The Prog"-Festival im allgemeinen!

Ray Wilson & STILTSKIN-Liveshot

Zugegeben: STILTSKIN waren mir nie sonderlich abgegangen, und bei GENESIS fand ich Ray Wilson fehl am Platze. Demzufolge sind meine Erwartungen an die nun folgende Show minimal, doch ich sollte schwerstens überrascht werden! Zwar halten sich die GENESIS-Nummern in Grenzen - meinereiner kann sich nur noch an eine gelungene Version von ›Follow Me, Follow You‹ erinnern - und auch die einzige STILTSKIN-Hitsingle ›Inside‹ ist eher eine Randnotiz, aber gerade das macht die Stärke des Gigs aus: Ray Wilson hat seinen eigenen Weg gefunden, den er zumeist mit einer Akustikgitarre und eher schlichten Arrangements beschreitet, wodurch seine unbestritten großartige Stimme besser denn je zu Geltung kommt. 75 Minuten lang darf man großartige Rockmusik ohne jegliches Muskelspiel belauschen, was in ein großartiges Hörerlebnis mündet. Daher waren Ray Wilson & STILTSKIN - so die offizielle Bezeichnung, unter der man derzeit durch die Lande zieht - die positive Überraschung des "Night Of The Prog" 2008!

Roger Hodgson-Liveshot

Doch das alles überstrahlende Highlight soll noch ausstehen. 25 Jahre sind vergangen, seit Roger Hodgson SUPERTRAMP verlassen hat und damit der Band de facto den Todesstoß versetzte; die hilflosen Zuckungen, die die Restband seither unternommen hat, sind leider nicht weiter der Rede wert. Roger indes hat seither vier grandiose Soloalben veröffentlicht, die sich hinter keinem der SUPERTRAMP-Werke zu verstecken brauchen. Kein Wunder also, daß Roger bei seinen Soloauftritten nicht nur von seiner Vergangenheit zehren muß, sondern seinen späteren Kompositionen ordentlich Platz in der Setlist einräumt, so daß neben den großen Hits wie ›Breakfast In America‹, ›Dreamer‹, ›Give A Little Bit‹ oder dem unvergleichlichen ›Logical Song‹ sehr viel persönlichere Nummern wie ›Lovers In The Wind‹ oder ›Love Is A Thousand Times‹ stehen. Roger spult dabei nicht stumpf sein Programm ab, sondern legt viel Wert auf Kommunikation mit dem Publikum und weiß auch auf äußere Umstände einzugehen: Als nämlich plötzlich wieder der Regen einsetzte, zieht er mit einem verschmitzten "We have to play this now..." auf den Lippen ›It's Raining Again‹ vor und schiebt an dessen eigentlicher Stelle in der Setlist kurzerhand einen Bonussong ein, den das Publikum bestimmen darf. Die Wahl fällt dabei auf ›Babaji‹, das Roger schon lange nicht mehr gespielt hatte, was er mit "Let's see if I can remember this..." kommentiert. Das macht einen guten Entertainer aus! Und wenn er dann auch noch derart geniale Musik in der Hinterhand hat, fällt es zu keinem Zeitpunkt auf, daß auf der Bühne neben zwei Teppichen und einigen Grünpflanzen lediglich ein Piano, ein Keyboard und zwei Akustikgitarren stehen, während Roger nur von seinem langjährigen Gastmusiker, dem Kanadier Aaron McDonald, der für allerlei Blasinstrumente zuständig ist, begleitet wird. Rogers Stimme und seine beseelte Vortragsweise reichen aus, um die gesamte Bühne auszufüllen. Natürlich wäre es schön, alles nochmal im kompletten Bandumfeld zu hören, was durchaus passieren könnte, wenn die von Roger in Interviews auf den Tisch gebrachte SUPERTRAMP-Reunion stattfinden würde, zu der er unter den richtigen Rahmenbedingungen bereit wäre, doch so lange können wir sehr gut mit Roger Hodgson solo leben. Jenem Mann, der dem 2008er "Night Of The Prog" einen traumhaften, nicht zu überbietenden Abschluß beschert.


Stefan Glas

Photos: Stefan Glas


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