UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 49 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → GENERATION KILL – »Red White And Blood«-Review last update: 22.01.2023, 19:09:57  

last Index next

GENERATION KILL – Red White And Blood

SEASON OF MIST/SOULFOOD

Auch wenn sich bei EXODUS jede Menge tut und die Mitglieder an sich reichlich zu tun haben, läßt es sich kein Mitglied nehmen auch mal "fremd" zu gehen. Mit GENERATION KILL präsentiert uns - der zwar noch immer nicht überall beliebte, jedoch immer mehr an Sympathie gewinnende - Sänger Rob Dukes seine "Nebenbaustelle". Zusammen mit dem ehemaligen PRO-PAIN- und M.O.D.-Bassist Rob Moschetti, den Gitarristen Jason Trenczer und Lou Lehman (unter anderem MUTILATION) und dem früheren MORTICIAN-Drummer Sam Inzerra kredenzt das Frontmonster ein wahrlich bemerkenswertes und überraschendes Album. Auf heftigste Kost dürfte man nicht nur aufgrund von Robs Gehabe und seiner Stimme ja durchaus vorbereitet sein, ein Eindruck, der sich in Anbetracht der Begleitmannschaft sogar noch intensivieren dürfte, doch einen solchen, vor Abwechslung nur so strotzenden Hammer vor dem Herrn werden wohl nur wenige Zeitgenossen erwarten haben.

Zu Beginn läßt man zwar sehr wohl den Hardcore-Knüppel in derbster Thrash-Manier kreisen, fast schon erwartungsgemäß wage ich hier einzuwerfen, denn genau solche Klänge hatte zumindest ich erwartet, doch mit Fortdauer der Spielzeit zeigen diese Amis eine überaus vielschichtige Vortragsweise.

So bekommt man mitunter gar ruhiges (!), fast schon verträumtes Material zu hören wie ›Self Medicating‹ oder ›Slowburn‹ und läßt phasenweise gar eher an Seattle-Heroen wie ALICE IN CHAINS denken wie in ›Dark Days‹ (mit einem Rob Dukes, wie man ihn noch nie zuvor gehört hat! Der Knabe kann in der Tat auch gefühlvoll singen!) Respekt!

Passenderweise hat man diese Tracks aber ganz gut in ballerndes Thrash/Core-Liedgut integriert, wodurch nicht nur ganz klar zu erkennen ist, daß hier mehr als bloß gnadenlose Nackenbrecher intoniert und losgelassen werden sollen, sondern daß hier vielmehr Musiker am Werk sind, die es verstehen, für Abwechslung und Überraschungen zu sorgen. Mich persönlich haben die Amis vor allem mit der Coverversion des NINE INCH NAILS-Oldies ›Wish‹ überrascht, denn GENERATION KILL zeigen dabei, daß man selbst aus schwermetallischen "Randthemen" Thrash-Abrißbirnen fertigen kann!

Experiment (und gesamtes Album!) gelungen, Patient quicklebendig!

http://myspace.com/officialgenerationkill

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
GENERATION KILL im Überblick:
GENERATION KILL – Red White And Blood (Rundling-Review von 2011 aus Online Empire 49)
GENERATION KILL – We're All Gonna Die (Rundling-Review von 2013 aus Online Empire 57)
GENERATION KILL – Online Empire 55-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2013)
GENERATION KILL – News vom 06.07.2009
GENERATION KILL – News vom 08.08.2011
GENERATION KILL – News vom 19.07.2012
GENERATION KILL – News vom 06.11.2014
© 1989-2023 Underground Empire


last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here