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UNIFIED-CD-Cover

UNIFIED

Welcome To The Shadowland

(4-Song-CD-R: € 5,- plus Porto & Verpackung)

SphĂ€rische GitarrenklĂ€nge, gefĂŒhlvoll dargeboten und von entsprechender Wirkung, leiten diese Scheibe ein, um uns im "Shadowland" willkommen zu heißen. Noch wĂ€hrend des Willkommensgrußes steigert die Band aber binnen kurzer Zeit gehörig das Tempo, und der Opener gedeiht zu einer heftigen Komposition, die neben derben Gesangspassagen Melodiebögen in skandinavischer Bauart, aber auch feine melancholische Untertöne zu bieten hat. Das erst im letzten Jahr gegrĂŒndete Quartett aus dem Frankenland kredenzt damit auch gleich den lĂ€ngsten Track ihrer ersten EP. Ein Wagnis zwar, doch die vier Burschen zeigen sich nicht nur ambitioniert, sondern auch bereits durchaus versiert und lassen weder grobe MĂ€ngel, noch etwaige "Löcher" im Soundgewand erkennen.

Melodischer Metal wird uns vorwiegend kredenzt, getragen von den zumeist gefĂŒhlvollen, gleichzeitig aber auch kraftvollen Gitarren, die an Inspirationen sehr wohl die "alte Schule" des Heavy Metal erkennen lassen, allerdings auch eine Vorliebe fĂŒr zeitgemĂ€ĂŸere Truppen wie ARCH ENEMY. UNIFIED können ihre Kompetenz aber auch als Arrangeure beweisen, so entpuppt sich vor allem das folgende â€șTurn On Your Heartâ€č diesbezĂŒglich als gelungen, auch wenn mir der eher gesprochene Gesang in den Strophen weniger gefĂ€llt. In Bridge und Refrain rĂŒckt Markus Hager, SĂ€nger und Klampfer in Personalunion, aber wieder alles zurecht und kratzt mit einer Gesangsmelodie, die ein wenig an frĂŒhere RAGE erinnert, die Kurve.

Mit â€șTyrantâ€č folgt dann der heftigste Track der EP, hier zeigt sich, daß es die Burschen bereits ganz gut verstehen, Tempo zu machen, auch wenn die Growl-Passagen vielleicht ein wenig ĂŒbertrieben auf HĂ€rte getrimmt wirken und man sich offenbar an Vorbildern der Marke IN FLAMES (zu deren FrĂŒhzeit wohlgemerkt!) orientiert. Mit â€șLand Of Feelingsâ€č beendet das Quartett den Reigen zwar auch schon wieder, beweist jedoch noch, daß auch das Komponieren von Balladen schon durchaus gelingt, und zwar ohne Kitsch und Firlefanz. Emotional und ergreifend ist diese Nummer auf jeden Fall, an Ausdruckskraft darf Markus aber gerne noch ein wenig zulegen. Kein schlechter Einstand also fĂŒr diese Franken!

Das von der Band fĂŒr nĂ€chstes Jahr angekĂŒndigte erste Langeisen darf meinetwegen gerne serviert werden, denn auf »Welcome To The Shadowland« zeigen UNIFIED weniger Schatten als vielmehr Licht.

http://www.unified-metal.de/

info@unified-metal.de

Licht im Schattenland


Walter Scheurer

 
UNIFIED im Überblick:
UNIFIED – Welcome To The Shadowland (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



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Unser CoverkĂŒnstler von Ausgabe 5 war ICE AGE-Gitarristin Pia Nyström. Die zugehörige Homepage findet Ihr
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