UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 47 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DISCOPOWERBOXXX – »Fucked By The Dead«-Review last update: 11.09.2022, 21:54:59  

last Index next
DISCOPOWERBOXXX-CD-Cover

DISCOPOWERBOXXX

Fucked By The Dead

(6-Song-CD-R: € 5,-)

Es ist schon beeindruckend, auf welche Namen so manche Jungspunde kommen, nur um mit ihrer Band für Aufsehen zu sorgen. Fünf Vorarlbergern ist dieses Vorhaben auf jeden Fall gelungen, denn wie auch immer man den Namen DISCOPOWERBOXXX persönlich finden mag, im Gedächtnis bleibt dieser auf jeden Fall. Doch man tut den Burschen unrecht, würde man behaupten, sie wollten damit bloß im Gerede bleiben und von ihrer musikalischen Darbietung ablenken. Diese kann sich nämlich durchaus hören lassen, auch wenn es selbstredend jede Menge Ansatzpunkte gibt, die von den Jungs bis zum nächsten Mal verbessert werden sollten.

Auffällig und ungemein authentisch wirkt zunächst einmal der ungehobelte Sound, der »Fucked By The Dead« geradezu auszeichnet. In Zeiten, wo jede noch so kleine Band bemüht ist, den Ansprüchen der Hörer gerechtzuwerden und auf möglichst saubere Arbeit (im wahrsten Sinne des Wortes) Wert legt, eine EP zu kredenzen, der man anhört, daß die Tracks eher eingerotzt wurden - und zwar live im Studio und noch dazu in gerade einmal anderthalb Tagen - ist nicht nur mutig, sondern auch überaus sympathisch und originell. Vor allem deshalb, weil der teilweise recht grobschlächtige Mix aus Heavy und Rotz Rock, Thrash Metal und Schweinerock sowie derbem Punk dadurch erst so richtig zur Geltung kommt. Das Quintett weiß loszulegen wie die Feuerwehr und kommt in den Tracks auch durchaus auf den Punkt, allerdings - und damit wäre ich beim Meckern angelangt - hätte ein wenig mehr Abwechslung dem Scheibchen durchaus gutgetan. Zwar schaffen es die Burschen, ihre Songs so zu strukturieren, daß man trotz aller Räudigkeit, die für derlei Sounds geradezu überdimensionierten Spielzeiten lückenlos zu füllen versteht, im Verlauf der Spielzeit wirkt die Chose aber dann doch ausreichend bekannt. Speziell für ein eventuell geplantes Langeisen muß sich die Truppe da dringend etwas einfallen lassen, auch wenn mir die dreckige und kompromißlose Vortragsweise durchaus zusagt.

Für den Fall, daß die DISCOPOWERBOXX einmal zufällig Station in meiner Nähe macht, werde ich mir die Truppe aber auf jeden Fall ansehen, denn wenn es diesen Jungs auch nur einigermaßen gelingen kann, ihre Energie auch auf der Bühne umzusetzen, wird wohl jedes Rind zum Flugobjekt...

http://myspace.com/discopowerboxxx

eingerotzt


Walter Scheurer

 
DISCOPOWERBOXXX im Überblick:
DISCOPOWERBOXXX – Fucked By The Dead (Do It Yourself-Review von 2011)
DISCOPOWERBOXXX – The Haunted And The Hunted (Do It Yourself-Review von 2013)
DISCOPOWERBOXXX – News vom 15.10.2013
© 1989-2022 Underground Empire



last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here