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HEADCHARGER – The End Starts Here

XIII BIS RECORDS/SOULFOOD

Bereits zum dritten Mal geben sich die Franzosen HEADCHARGER die Ehre, doch wirklich viel hat man außerhalb ihrer Landesgrenzen bislang noch nicht von den Herrenschaften mitbekommen. Vielleicht klappt es ja mit »The End Starts Here« zumindest einigermaßen, ganz unverdient wĂ€re es mit Sicherheit nicht, denn diese Jungs haben eine ĂŒberaus facettenreiche schwermetallische Melange anzubieten.

Als Beschreibung lĂ€ĂŸt sich fĂŒr die Chose wohl der Einfachheit halber der Term Heavy Rock nennen, dieser ist im Prinzip aber eher als Summe sĂ€mtlicher Zutaten des GebrĂ€us zu betrachten. Das Quintett versteht es nĂ€mlich hervorragend, brachialen Death'n'Roll zu intonieren, weiß aber als Kontrapunkt auch mit dezenten Grunge-Referenzen zu imponieren. Zudem kann der FĂŒnfer neben wirklich heftigen Metal-Zitaten auch Blues-getrĂ€nkte Momente vorweisen und versucht sich durchaus kompetent an Classic Rock. Noch nicht einmal vor neuzeitlichem Thrash oder gar Hardcore in derber Variante schrecken HEADCHARGER zurĂŒck, im Gegenteil, die Franzosen wissen auch derlei Deftigkeiten gut unterzubringen, ohne dabei konstruiert zu klingen.

Klingt wirr und unvereinbar? Ist es keineswegs, denn zum einen haben die Jungs insgesamt 14 Songs zur VerfĂŒgung, um sĂ€mtliche Nuancen ihrer Musik auch in voller Pracht entfalten zu lassen und auf der anderen Seite verstehen es HEADCHARGER sehr wohl immerzu, die Essenz der jeweiligen Stilistik so herauszuarbeiten, daß von einer homogenen Mischung gesprochen werden kann. Allerdings ist diese Tatsache auch das eigentliche Manko der Scheibe, denn trotz der ĂŒppigen Spielzeit mangelt es »The End Starts Here« im Endeffekt an Höhepunkten. Will sagen, so interessant das Album in AnsĂ€tzen auch klingt, von den Tracks bleibt auch nach unzĂ€hligen Versuchen nicht wirklich viel hĂ€ngen. Offenbar haben sich die Burschen zu sehr auf die vielfĂ€ltige Gangart ihrer Kompositionen versteift und es dabei verabsĂ€umt, diese auch mit markanten Hooks und zwingenden Momenten auszustatten, so daß ihre ungemein abwechslungsreiche Vorstellung trotz allem als noch nicht ganz ausgereift zu bezeichnen ist.

http://www.headcharger.com/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
HEADCHARGER im Überblick:
HEADCHARGER – The End Starts Here (Rundling)
HEADCHARGER – The End Starts Here (Rundling)
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