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  UE-Home → History → Online Empire 27 → Interview-Übersicht → MIND'S EYE (S, Stockholm)-Interview last update: 02.07.2017, 09:33:50  

MIND'S EYE (S, Stockholm)-Logo

Als ich im Jahre 1998 mit »Into The Unknown«, dem ersten offiziell er­hĂ€lt­lichen Album der schwedischen Proggies MIND'S EYE in Kontakt kam, war ich sofort Feuer und Flamme. Obwohl die damals als Quartett agierende Band aus heutiger Sicht betrachtet noch in ihrer Entwicklung steckte, konnten mich Kompositionen wie â€șWishes In The Windâ€č oder â€șWithout The Sunâ€č schwer beeindrucken. Auch der Nachfolger »...Waiting For The Tide«, der 2000 zur Auslieferung anstand und mit feinen Songs, wie dem unter die Haut gehenden â€șCalling (Father To Son)â€č aufwarten konnte, zeigte noch nicht die volle LeistungsfĂ€higkeit der Schweden. Erst als 2002 ĂŒber das mittlerweile ja bereits historisch zu betrachtende Label RISING SUN RECORDS »A Work Of Artâ€č veröffentlicht wurde, konnte man sich ein Bild ĂŒber die songschreiberische Kompetenz von MIND'S EYE machen. Da besagtes Label kurz nach dieser Veröffentlichung die Segel strich, schien es, als ob die Band zusammen mit ihrem ehemaligen Business-Partner untergegangen wĂ€re. Doch als im letzten Jahr besagtes Album ĂŒber LION MUSIC nochmals veröffentlicht wurde und bereits zu diesem Zeitpunkt auf ein kommendes Werk mit dem Titel »Walking On H2O« verwiesen wurde, war klar, daß Daniel Flores (d, k), Johan Niemann (b, g) und Andreas Novak (v) das Kapitel MIND'S EYE noch nicht zu den Akten gelegt hatten.
Besagtes "Comeback"-Album mit seinem bedeutungsschwangeren Titel war ebenso Anlaß mit Daniel ein GesprĂ€ch zu fĂŒhren, wie die Tatsache, daß »A Work Of Art« in der Zwischenzeit ebenso wie »...Waiting For The Tide« neu aufgelegt wurde.

MIND'S EYE (S, Stockholm)-Headline

Welchem Umstand haben wir die neuerliche Veröffentlichung von »A Work Of Art« ĂŒberhaupt zu verdanken?

Wir waren uns einig, daß dieses Album damals unter Wert verkauft wurde und es eine zweite Chance verdient hĂ€tte. Außerdem ging ja kurz nach der Veröffentlichung das Label bankrott, weshalb man die Scheibe auch weder in den USA, noch in Japan oder sonstwo außerhalb Europas erhalten konnte. So gesehen war es fast schon zwingend notwendig, »A Work Of Art« neu aufzulegen. Leider ist zwar das Album in den Staaten immer noch nicht zu erhalten, aber ich bin zuversichtlich, daß sich dieser Umstand Ă€ndern lassen wird.

War dies ausschließlich Eure Idee oder hat Euer neues Label die Idee aufgebracht?

Die Idee stammt zwar von mir, aber ich hatte schon sehr bald LION MUSIC davon in Kenntnis gesetzt. Da LION sowohl uns als auch das Album kannten, bedurfte es keinen langen Verhandlungen. Zudem war ich den Herren persönlich bekannt, da ich auf einem ihrer Tribute-Alben mitgewirkt hatte.

Wer trĂ€gt die "Schuld" daran, daß MIND'S EYE wieder im GeschĂ€ft sind? Ehrlich gesagt, dachte ich nicht mehr daran, jemals wieder ein Werk von Euch zu Gehör zu bekommen.

Tja, auch dieser Umstand ist mehr oder weniger mir zu verdanken. Um ehrlich zu sein, mußt du aber eher Lasse von LION MUSIC danken, da es seine Idee war und er mir quasi einen Vertrag fĂŒr ein neues Album unter die Nase gehalten hatte. ZunĂ€chst war ich sehr ĂŒberrascht, doch da der Vertrag ein guter war, hatte ich nichts dagegen einzuwenden. Da ich ohnehin schon reichlich Songs komponiert hatte, tat sich mir plötzlich eine ungeahnte Chance auf, die ich natĂŒrlich sofort beim Schopf packen wollte.

Wenn du die Geschichte von MIND'S EYE genauer betrachtest, welches waren die Höhepunkte in der Karriere der Band und was hÀtte besser nie sein sollen?

Der Höhepunkt war mit Sicherheit »A Work Of Art«, denn wir erhielten ausschließlich positive RĂŒckmeldungen auf diese Scheibe. Darauf bin ich auch heute noch sehr stolz. Absolutes "Lowlight" war mit Sicherheit der Konkurs unserer Plattenfirma, wir waren damals psychisch wahrlich am Ende. Aber wird sind zurĂŒck und mit dem neuen Album haben wir ein weiteres Highlight abgeliefert.

Ihr wart trotz positiver Kritiken noch nie so etwas wie ein "Megaseller". Woher stammt die Intention, derlei abgefahrene KlÀnge zum besten zu geben?

Wir sind noch nie Kompromisse eingegangen. Im Vordergrund sollte immer die Musik stehen und genau danach haben wir uns orientiert. Dadurch hat sich zwar unsere Musik im Laufe der Zeit auch ein wenig verĂ€ndert, aber auch so etwas ist legitim. Wir mĂŒssen niemandem etwas beweisen. In den Jahren konnten wir uns allesamt einen guten Namen als Musiker machen und zudem konnten wir durch Teilnahme an unterschiedlichen Projekten sogar eine nicht zu verachtende Anzahl an CDs absetzen. Dadurch gehen wir unter einer anderen Voraussetzung an unsere Arbeit bei MIND'S EYE heran. Wir können uns ausschließlich auf die Musik konzentrieren und brauchen uns keineswegs um das GeschĂ€ft kĂŒmmern.
FĂŒr diese Art von Musik zu interessieren begonnen habe ich mich schon sehr frĂŒh. Damals waren es vor allem GENESIS mit Phil Collins, die ich verehrte. Durch Phil begann ich auch mit dem Schlagzeugspiel und schon bald war ich regelrecht sĂŒchtig danach. Den Begriff "Progressive Rock" mag ich aber dennoch nicht. Ich liebe zwar solche Musik, mag es aber gar nicht, daß Bands in irgendwelche Schubladen gesteckt werden. Mir ist schon klar, daß solche Bezeichnungen notwendig sind, um Musik auch vermarkten zu können, anfreunden kann ich mich aber dennoch nicht damit. Ihr könnt unsere Musik bezeichnen, wie ihr wollt, wichtig ist nur, daß ich mich in Ruhe um die Musik kĂŒmmern kann. [lacht]

Alles klar. Wenn ich Eure Alben untereinander vergleiche, vermeine ich auf dem aktuellen Silberteller, Àhem, mehr progressiven Rock und weniger Metal zu hören. Kannst Du das nachvollziehen?

Ja, wir sind nĂ€mlich absolut keine Metal-Fanatiker. Um ehrlich zu sein kann ich mit Klassik wesentlich mehr anfangen als beispielsweise mit METALLICAs letztem Album. Ich wĂŒrde unsere Entwicklung am ehesten mit dem Begriff "unerwartet" beschreiben. Es ist unheimlich wichtig, sich persönlich weiterzuentwickeln, denn wenn einem das nicht gelingt, wĂŒrde es wohl auch mit der Musik, oder womit du auch immer gerade beschĂ€ftigt bist, nicht klappen. Egal, was du im Sinn hast, wichtig ist, daß du es zumindest versuchst und nicht von Beginn an aufsteckst. Als Musiker versuchten wir von Anfang an immer besser zu werden, was uns wohl auch gelungen ist. Zudem sind wir Perfektionisten, die sich geradezu verbessern mĂŒssen, um zufrieden zu sein. Deshalb hat es wohl auch so lange gedauert, bis das neue Album fertig war. [lacht]

MIND'S EYE (S, Stockholm)-Photo 1

Du hast schon Deine Mitarbeit an einigen Projekten angesprochen. Gibt es besondere Beziehungen zu anderen Musikern, oder lÀuft so eine Zusammenarbeit nur als "Job" ab?

Leider lĂ€uft hier in Schweden einiges schief, was Zusammenhalt oder dergleichen betrifft. Es besteht eine gewisse Eifersucht und ich zĂ€hle nur sehr wenige schwedische Musiker zu meinen Freunden. Allerdings bin ich meinen Kumpels gegenĂŒber ganz und gar offen und quasi zu jeder Tat bereit. Mein "Partner In Crime" Johan Niemann ist so ein ganz besonderer Freund von mir, er war immer loyal und korrekt, ebenso wie ich es war. Zu meinem Freundeskreis zĂ€hle ich aber dennoch hauptsĂ€chlich Musiker, mit denen ich bereits gearbeitet habe, denn dadurch habe ich so manchen Typen auch von anderen Seiten kennen gelernt. Mit den Herren Goran Edman, Benny Jansson, Hubi Meisel, Andreas Novak, Aldo Lonobile, Vivien Lalu, Joop Wolters, Chris Catena oder Tommy Denander verbindet mich mittlerweile viel mehr als nur Musik, sie sind zu meinen engsten Freunden geworden.

Ist auch die Zusammenarbeit mit Lasse Mattsson und LION MUSIC ĂŒber Freundschaft entstanden?

Ich war von der Arbeit des Labels schon immer sehr angetan. Vor allem ihre Arbeit mit TEARS OF ANGER hat mich schwer beeindruckt. Nachdem ich mich mit den Herren in Verbindung gesetzt hatte, waren sie Feuer und Flamme von meiner Idee, unser zweites und drittes Album neuerlich zu veröffentlichen. Sie haben zwar mittlerweile fast schon zu viele KĂŒnstler und Bands unter Vertrag, schaffen es aber fĂŒr sĂ€mtliche Veröffentlichungen, perfekte Arbeit zu leisten. Auch fĂŒr MIND'S EYE haben Lasse und Andy Craven, der Promo-Mann von LION MUSIC, gute Arbeit geleistet, weshalb ich sagen kann, daß ich geradezu glĂŒcklich bin ĂŒber diese Zusammenarbeit, da sowohl geschĂ€ftlich, aber in erster Linie persönlich alles perfekt lĂ€uft. Es wird wohl das erste Mal in unserer Karriere sein, daß wir zwei Alben ĂŒber ein Label veröffentlichen können. [lacht]

Na, dann hoffen wir, daß sich diese auch entsprechend verkaufen. Gehe ich recht in der Annahme, daß ihr in Europa bekannter seid als anderswo auf der Welt?

Ja, "zu Hause" lĂ€uft es wohl am besten fĂŒr uns. Zwar können wir inzwischen auch auf eine beachtliche Fangemeinde in den Staaten blicken, absatzmĂ€ĂŸig geht jedoch nicht wirklich viel. Auch in Japan scheint man mittlerweile die Band entdeckt zu haben, denn ich wurde erst vor Kurzem informiert, daß unser neues Album ĂŒber MELLOW MUSIC in Japan auf den Markt kommt und auch im BURRN!-Magazin soll eine Wahnsinnskritik gestanden sein. Wundervoll! Zwar bekommen wir auch mitunter Post aus SĂŒdamerika, doch bekannt können wir dort nicht wirklich sein. Ich denke Deutschland ist unser Hauptabsatzmarkt.

Laß' uns nun ein wenig auf das neue Album eingehen. Wie dem Promo-Zettelchen zu entnehmen ist, basiert »Walking On H2O« auf einem Konzept. Worum geht es denn im speziellen?

Ich versuche, mich kurz zu fassen, was aber bestimmt nicht einfach wird, um das gesamte Konzept mitzuteilen. Die Geschichte beginnt in einer Schulklasse, als die Lehrerin versucht, ihren SchĂŒlern die Evolutionslehre nĂ€herzubringen. Sie beginnt fĂŒr sich selbst, den Stoff zu hinterfragen und gerĂ€t dabei in Zweifel, ob denn tatsĂ€chlich sĂ€mtliche Daten korrekt sein können. Genau hier setzt die Geschichte an. Welche LĂŒge war denn bislang die wohl am meisten irrefĂŒhrende der Menschheit? Beispiele gĂ€be es ja wohl genĂŒgend. Die Medien gaukeln den Menschen Geschichten vor, die man niemals verifizieren kann. Welche Geschichte davon ist wohl die bedeutendste? Vielleicht die von der Landung auf dem Mond? Genau da haken wir ein. Nach dem Intro, das ĂŒbrigens einen Teil der Berichterstattung ĂŒber die erste Mondlandung aus einem Radiosender enthĂ€lt und ungemein schwierig zu organisieren war, geht es im ersten Song â€șA Rabbit In The Hatâ€č ĂŒber jenen Menschen, der in seinem Mondfahrtsanzug steckt und als Pionier den ersten Schritt auf dem Mond machen durfte. Im zweiten Song â€șEqually Immortalâ€č beschĂ€ftigen wir uns mit den schrecklichen Ereignissen des 11. September, dann folgt â€șMrs. Clair Voyanceâ€č, in dem ich mich damit beschĂ€ftige, daß wir einen wichtigen Teil der Evolutionstheorie, die telepathische und psychische Entwicklung, immer wieder außen vor lassen, obwohl es dabei um einen nicht unerheblichen Teil der gesamten Entwicklung geht. â€șSahara In An Hourglassâ€č handelt von den Pyramiden von Gizeh, bis heute eines der grĂ¶ĂŸten Wunder der Menschheitsgeschichte. Ein ArchĂ€ologe verliebt sich in das Bauwerk, bildet sich ein, selbst ein Pharao zu sein und wird am Ende wahnsinnig, wie es eben so ist, wenn einem die Liebe nicht erwidert wird. â€șOut Of My Systemâ€č handelt von Drogenproblemen. Der Mensch macht es sich immer viel zu einfach, indem er seine Probleme durch Drogen zu lösen versucht, nur um fĂŒr kurze Zeit ein wenig in "anderen SphĂ€ren" zu schweben. â€șUmbrellas Under The Sunâ€č handelt davon, wie sehr wir unserer Mutter Erde Leid zufĂŒgen, indem wir derart skrupellos mit der Umwelt umgehen. Als Reaktion darauf reagiert die Erde mit Naturkatastrophen jeder Art, ĂŒber die sich die Menschheit dann wundert, obwohl wir im Prinzip diese Katastrophen zu verantworten haben. In â€șSacred Rulesâ€č habe ich mich damit auseinandergesetzt, daß der Menschheit die Ehrlichkeit abhanden gekommen ist, was in der Tat ein trauriger Umstand ist. Mit â€șThe Nazca Linesâ€č beginnt ein in sich zusammenhĂ€ngendes Konzept, das sich bis zum Rausschmeißer â€șPoseidon Saysâ€č durchzieht. Es geht dabei um vier Charaktere, die sich nicht kennen, aber im Endeffekt durch ihre innige Beziehung zum Leben selbst und vor allem dem Sinn am Leben irgendwie zusammengehören. Hintergrund dieser Geschichte im speziellen, aber eigentlich des gesamten Albums, ist es aufzuzeigen, daß das Leben an sich wunderschön und dennoch tragisch gleichzeitig sein kann, auf der anderen Seite aber, bei aller Pein, die man erfahren muß, man aber dennoch nie aufgeben soll.

Was inspiriert einen KĂŒnstler zu derlei nachdenklichen Texten?

Es ist uns wirklich wichtig, daß sich die Leute eingehend mit unserer Musik beschĂ€ftigen und dazu gehören in jedem Fall auch die Texte. Im Prinzip erfinde ich keine Geschichte, sondern erzĂ€hle in mehr oder weniger lyrischer Art von alltĂ€glichen Ereignissen. Daraus werden zwar oft eher fiktive Geschichten, basierend sind diese aber immer auf realen Ereignissen. Außerdem mĂŒssen die Texte zu jeder Zeit mit der Musik und den Arrangements harmonieren, was auch nicht immer so einfach ist. Bei einer MIND'S EYE-Scheibe sollten sowohl die Musik als auch die Texte ein unmittelbar zusammenhĂ€ngendes Bild ergeben, fĂŒr »Walking On H2O« denke ich, daß mir dieses Unterfangen abermals geglĂŒckt ist. Fans unterstĂŒtzen mich immer wieder in meiner Intention, wenn sie mir mitteilen, daß unsere Alben mehr sind als bloß Ansammlungen von verschiedenen Songs. Sie sehen darin eher musikgewordene BĂŒcher oder dergleichen.

Zudem scheint auch das Cover perfekt auf das Konzept abgestimmt zu sein.

Das war mit Ausnahme von unserem ersten Albums immer so, deswegen will ich dieses auch hier nicht berĂŒcksichtigen. Wir arbeiten mit Mattias NorĂ©n von PROGART zusammen, der es wirklich drauf hat, Cover perfekt auf die Musik abzustimmen. Es gibt viele KĂŒnstler auf diesem Gebiet, die hervorragende Arbeit verrichten, aber Mattias ist meiner Meinung nach der Allerbeste. FĂŒr das nĂ€chste Album möchte ich die Zusammenarbeit noch weiter intensivieren, in dem ich ihn bereits in den Entstehungsprozeß einbinden werde. Ich habe bereits sechs Songs fertiggestellt und ab Mitte Januar werde ich verstĂ€rkt daran weiterarbeiten. Weitere sechs Songs sollten in kurzer Zeit spĂ€ter zusammen mit Johan entstehen können. Wir wollen nĂ€mlich schon im Sommer mit den Aufnahmen beginnen. Erwartet ein noch nie da gewesenes Album einer schwedischen Band! [lacht]

Diese Band scheint im Moment aber lediglich aus drei Personen zu bestehen. Wie soll das auf der BĂŒhne aussehen?

Das sollte kein Problem werden. Klar werden wir uns verstĂ€rken mĂŒssen, zumindest zwei Gitarristen und ein Keyboarder sollten es schon sein, um unseren Sound auch auf der BĂŒhne wiedergeben zu können. Aber das eigentliche Problem diesbezĂŒglich beginnt ja schon bei uns dreien. Es ist nicht unbedingt einfach Johan, Andreas und mich zur selben Zeit in den Proberaum rufen zu können, da jeder von uns mit unzĂ€hligen anderen Projekten eingedeckt ist. Sollte es aber ein ernstgemeintes Angebot fĂŒr eine Tournee geben, wĂŒrden wir unsere PrioritĂ€ten anders setzen und mit Sicherheit mit Vollgas dieses Projekt in Angriff nehmen.

Dann wird man wohl noch ein wenig warten mĂŒssen, bis Eure kĂŒnstlerisch anspruchsvollen Songs auch in den hiesigen Clubs zu hören sind. Kunst scheint ja generell ein wichtiger Aspekt von MIND'S EYE zu sein: Beginnt das schon beim Cover, oder ist Mattias lediglich "jobmĂ€ĂŸig" mit Euch in Verbindung?

Kunst ist und bleibt Kunst, egal welcher Art. Ich habe mich immer als "musikalischer Maler" betrachtet. Schon seit Kindheitstagen bin ich mit der Malerei vertraut, da mein Onkel ein recht angesehener KĂŒnstler hier in Schweden ist. Ich habe ihn schon von klein auf verehrt und auch als ich begonnen hatte, Musik zu komponieren, war er mein großes Vorbild. Mit meiner Musik möchte ich den Leuten ein Ă€hnliches GefĂŒhl vermitteln, das sie ansonsten nur beim Betrachten eines Kunstwerks haben.
Ich möchte den Menschen Freude bringen, indem sie unsere Musik hören, auch wenn sie gerade in relativ schlechter Verfassung sein sollten. Trotzdem ist ein KĂŒnstler immer nur das Werkzeug einer höheren Macht, aber nicht unbedingt eines Gottes, oder wie auch immer man so etwas bezeichnen will. Damit meine ich, daß ein KĂŒnstler nie genau weiß, was er eben abgeliefert hat und die Konsequenzen erst viel spĂ€ter zum Tragen kommen. Er braucht nur seine "Arbeit" im Sinne der kreativen Gestaltung eines Kunstwerkes zu verrichten, alles andere wird mehr oder weniger fĂŒr ihn erledigt. Diese Tatsache sollte man sich als KĂŒnstler immer vor Augen halten, denn nur so können wahre Kunstwerke entstehen.

Re-Releases, kĂŒnstlerische Einstellung, Konzept und eine eventuell stattfindende Tournee, sowie nĂ€chstes Album hĂ€tten wir besprochen. Was darf der geneigte Fan ansonsten noch erwarten?

Das mit der Tournee wÀre fein, ist aber alles andere als sicher. Ein neues Album erscheint definitiv in absehbarer Zeit. Allerdings haben wir vor, nicht nur ein herkömmliches Studioalbum abzuliefern, sondern den Fans als Kaufanreiz auch eine DVD mitzuliefern, die MIND'S EYE von einer bisher unbekannten Seite zeigt und ein wenig Einblick in die Band gewÀhrt. Es lohnt sich als durchaus, das nÀchste Album zu kaufen und nicht aus dem Netz zu saugen.

Man darf getrost gespannt sein, was da auf uns zukommen wird!

http://www.roundrec.com/

mindseye@roundrec.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

MIND'S EYE (S, Stockholm) im Überblick:
MIND'S EYE (S, Stockholm) – ...Waiting For The Tide (Re-Release)
MIND'S EYE (S, Stockholm) – ...Waiting For The Tide (Re-Release)
MIND'S EYE (S, Stockholm) – A Work Of Art (Re-Release)
MIND'S EYE (S, Stockholm) – A Work Of Art (Rundling)
MIND'S EYE (S, Stockholm) – Into The Unknown (Rundling)
MIND'S EYE (S, Stockholm) – Walking On H2O (Rundling)
MIND'S EYE (S, Stockholm) – ONLINE EMPIRE 27-Interview
unter dem ehemaligen Bandnamen AFTERGLOW (S):
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CRY OF DAWN featuring Göran Edman – Cry Of Dawn (Rundling)
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MINDCAGE – News vom 28.10.2008
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MURDER MY SWEET – News vom 26.08.2008
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THE MURDER OF MY SWEET – ONLINE EMPIRE 44-Interview
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