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AM TUAT – Inmotion

MY KINGDOM MUSIC (Import)

Ein ungemein vielschichtiges, atmosphĂ€risches Album hat diese niederlĂ€ndische Formation mit »Inmotion« abgeliefert, wobei gleich eingangs erwĂ€hnt werden muß, daß hinsichtlich der IntensitĂ€t wohl noch viel mehr gegangen wĂ€re, durch die eigenartige und farblos wirkende Produktion die stimmungs- und emotionsgeladenen Tracks aber leider ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Damit habe ich aber auch schon wieder ausreichend gemeckert, denn die Kompositionen selbst erweisen sich sehr wohl als ĂŒberaus gehaltvoll. Die momentan lediglich als Trio agierende, nach einem zweiten Gitarristen suchende Formation existiert seit dem Jahr 2003 und hat bisher ein Album namens »Illusions Of Time«, sowie das Demo »Secunda ante meridiem« vorzuweisen. Die auf dem aktuellen Dreher zu vernehmende Melange aus Progressive Metal, Doom und Death Metal in atmosphĂ€rischer und tiefschĂŒrfender Version scheint sich aber erst im Laufe der Zeit entwickelt zu haben, denn in der Vergangenheit war die Truppe deutlich Thrash Metal orientierter unterwegs. Auf »Inmotion« offerieren uns AM TUAT insgesamt gut 66 Minuten an IntensitĂ€t, wobei fĂŒr mein DafĂŒrhalten vor allem der immer wieder zu vernehmende Wechsel von deftigen, extrem langsamen Passagen, hin zur verspielten, rockigen Progressive-Gangart gelungen ist. Aber AM TUAT hĂ€tten auch als reine Death Metal-Band durchaus ihre Berechtigung und das nicht nur, weil Bauke Valstar ein begnadeter Grunz-Gurgler ist, sondern weil sie auch diesbezĂŒglich durchaus beeindruckend zur Sache gehen, dabei aber logischerweise niemals Gefahr laufen, "Radarstrafen" einzuheimsen.

Um die Essenz dieses Albums erfassen zu können, sollte man sich an das gut 18-minĂŒtige Epos â€șA Cry: The Sound Of A Tragedyâ€č heranwagen, denn in diesem wissen die Oranges, ihre gesamte Palette imposant zu prĂ€sentieren. Nach einem riffbetonten Todesmörtel-Einstieg gedeiht in Folge ein fast schon einschmeichelnd schönes, atmosphĂ€rische StĂŒck Musik, das durch vereinzelte, eingestreute gesprochene Textpassagen zusĂ€tzlich an Tiefe gewinnt, die perfekt integriert werden konnten und fĂŒr ruhige Momente sorgen, ehe harsche Gitarrenriffs erneut das Kommando ĂŒbernehmen und gegen Ende hin das Tempo erneut gen Null gedrosselt wird und AM TUAT mit "klassischem" Doom/Death dieses musikalische Monument ausklingen lassen.

Eine wirklich imposante und gelungene Vorstellung, die fĂŒr Fans von Ă€lteren ANATHEMA und MY DYING BRIDE ebenso von Interesse sein sollte, wie fĂŒr die AnhĂ€ngerschaft von KATATONIA oder OPETH.

http://www.amtuat.com/

am_tuat@hotmail.com

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
AM TUAT im Überblick:
AM TUAT – Inmotion (Rundling)
AM TUAT – News vom 10.05.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers Sander Bosscher:
HER ENCHANTMENT – Darkest (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Arno Rensink:
GRAVEN IMAGE (NL) – News vom 06.06.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers Bauke Valstar:
MONDVOLLAND – News vom 04.10.2013
MONDVOLLAND – News vom 01.06.2015
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