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OUTWORLD – Outworld

REPLICA RECORDS (Import)

Zwar scheint "Progressive Power Metal" nicht mehr ganz so alltäglich zu sein, wie es vor einigen Jahren noch der Fall gewesen ist, doch meiner Meinung nach ist dieser Umstand nicht zwingend auf eine schwindende Anzahl an Bands zurückzuführen, die sich jener Stilistik verschrieben hat, als vielmehr darauf, daß diese Bezeichnung nunmehr wesentlich seltener gebraucht wird als noch vor einigen Jahren. Als wahres Vorzeigeexemplar dieses Subgenres könnten sich OUTWORLD etablieren, denn die Herrschaften liefern auf »Outworld« eine überaus beeindruckende Vorstellung ab. Angeführt von Gitarrenhexer Rusty Cooley, der zwar im Verlauf der Spielzeit sehr wohl unter Beweis stellen kann, welch' begnadeter Saitenflitzer er ist, zumeist aber angenehm songdienlich agiert, hat die Formation ausschließlich Songs auf höchstem Niveau anzubieten und weiß diese auch so darzubieten, daß es nicht erst eines Kurzstudiums an der Musikhochschule bedarf, um OUTWORLD auch begreifen zu können. Im Gegenteil, trotz zahlreicher technischer Finessen und jeder Menge an Gustostückerl der Instrumentalisten, regiert auf »Outworld« in erster Linie die Kompaktheit der Songs selbst.

Insgesamt acht Tracks (plus einem kurzem Zwischenspiel mit dem Titel ›Prelude To Madness‹) haben die Herren in knapp einer Stunde anzubieten und lassen dabei den Zuhörer zumeist mit geöffneter Kinnlade vor den Boxen erstarren. Über weite Strecken legen OUTWORLD mächtig temporeich los und wissen, mit ihrer sehr homogenen und überaus druckvoll intonierten Melange zu imponieren. Daß dabei durchaus an verschiedene Helden des Progressive Metal und filigranen Power Metal gedacht werden kann, sollte den Hörgenuß jedoch keineswegs schmälern, denn das Ergebnis ist überaus gehaltvoll ausgefallen und wird selbst etwaigen Vergleichen zu ganz großen Bands gerecht. Das i-Tüpfelchen setzt den Kompositionen zumeist Barde Kelly Carpenter auf, der schon auf dem BEYOND TWILIGHT-Album »Section X« (2005) durchaus gute Figur abgegeben hat und sein Talent unter Beweis stellen durfte, allerdings offenbar nicht dermaßen gefordert wurde, wie es hier Fall ist. Auf »Outworld« geht der gute Mann nämlich dermaßen aus sich heraus, daß der Zuhörer nur noch ungläubig den Kopf schütteln kann und das nicht nur deshalb, weil der Stoff trotz aller technischer Finessen zum Bangen animiert, sondern in erster Linie aus bloßer und ungläubiger Erfurcht.

Bangen ist aber hier aber dennoch Programm, denn OUTWORLD gehen ab wie Nachbars Dackel auf Speed und genauso wird es auch dem geneigten Zuhörer ergehen. Killer-Scheibe!

http://www.outworldband.com/

outworld@charter.net

super 15


Walter Scheurer

 
OUTWORLD im Überblick:
OUTWORLD – Outworld (Rundling-Review von 2007 aus Online Empire 30)
OUTWORLD – News vom 27.08.2006
OUTWORLD – News vom 09.10.2006
OUTWORLD – News vom 05.03.2008
OUTWORLD – News vom 21.03.2008
Soundcheck: OUTWORLD-Album »Outworld« im "Soundcheck Heavy 102" auf Platz 17
Soundcheck: OUTWORLD-Album »Outworld« im "Soundcheck Heavy 99" auf Platz 17
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