UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 38 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DESTRUCTIVE BEHAVIOR – Â»The Fear Within«-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

last Index next

DESTRUCTIVE BEHAVIOR

The Fear Within

(10-Song-CD-R: € 5,-)

Ein sehr ĂŒppiges, abwechslungsreiches Death Metal-Album liefern uns die aus Dinslaken stammenden Jungs von DESTRUCTIVE BEHAVIOUR. »The Fear Within« ist bereits die dritte Veröffentlichung des Quintetts, das zunĂ€chst unter dem Banner VANGELIUS mit tiefschwarzem Metal am Start war, in Folge aber nicht nur den Namen des Unternehmens Ă€nderte, sondern sich auch stilistisch umorientierte.

Schon die ersten beiden Veröffentlichungen (»City Of Sin« (2005) und »Decay And Death Of Anima« (2006)) waren offenbar vom mehr oder weniger melodiösen Death Metal geprĂ€gt, was auch auf ihrem aktuellen Dreher zu vernehmen ist, der durch die Kombination von unterschiedlichen Anleihen des Death Metals geprĂ€gt ist. Man merkt den Jungs zu jeder Sekunde an, daß sie nicht erst seit gestern zur Spezies der Metaller gehören, denn DESTRUCTIVE BEHAVIOUR orientieren sich zwar durchaus auch an der "Göteborger Schule", haben sich diesbezĂŒglich aber eher die Ahnen jener Szene als Inspirationshilfen herausgepickt und lassen zudem auch andere GrĂ¶ĂŸen der schwedischen Szene wie UNLEASHED als Einflußquellen erkennen. Dazu weiß das Duo Jens Bushuven/Christoph Stockheim obendrein mit einer gehörigen Portion Riffs aufzuwarten, die noch ein wenig weiter in der metallischen Historie zurĂŒckreichen und traditionellen Heavy Metal der 80er Jahre offerieren. Dadurch kommt die Melange im Endeffekt nicht nur ungemein effizient und von Hooks geprĂ€gt, sondern mitunter regelrecht zwingend aus den Boxen. Ab und zu kommen mir zwar durchaus Bands wie AMON AMARTH in den Sinn, aber man muß den Burschen sehr wohl attestieren, zumindest bestrebt zu sein, eine eigene Linie zu finden.

Christoph Engels sorgt dafĂŒr, daß die melodiösen Parts nicht zu sehr dominierend wirken und grunz-gurgelt sich durch die insgesamt zehn Tracks der Formation. Damit lĂ€ĂŸt er keinerlei Gedanken an sogenannte "zeitgeistige" KlĂ€nge aufkommen und macht dabei auch alles andere als schlechte Figur. Ein klein wenig mehr Abwechslung hĂ€tte »The Fear Within« aber dennoch gutgetan, zumal seine Mitstreiter sehr wohl dafĂŒr zu sorgen wissen, wie man variantenreich aufspielt. Wirklich gut zur Geltung kommt der Gesang aber in den ungemein wuchtigen, groovelastigen Passagen, die auch das Werk und Wirken des Herrn TĂ€gtgren in dessen frĂŒher Phase als Einfluß erkennen lassen. Nicht zuletzt dadurch kommt die Chose in Summe ungemein druckvoll daher und sollte ausschließlich wild bangende Zuhörer hinterlassen. Zwar kommen DESTRUCTIVE BEHAVIOUR noch nicht ganz an die Klasse der genannten Referenzformationen heran, befinden sich aber auf einem durchaus gangbaren Weg, um demnĂ€chst zumindest den Sprung aus den Untiefen des Undergrounds heraus zu schaffen.

http://www.destructive-behavior.de/

jens@destructive-behavior.de

solides Schweden-Brett made in TschörmÀny


Walter Scheurer

 
DESTRUCTIVE BEHAVIOR im Überblick:
DESTRUCTIVE BEHAVIOR – The Fear Within (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



last Index next

Einen Link zu UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE schalten? Kein Problem! Infos:
Button: hier