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HOLYLAND – L.I.F.E.

RISING WORKS RECORDS/CODE 7/PLASTIC HEAD MUSIC DISTRIBUTION Ltd.

Seit mehr als zehn Jahren existiert diese Band bereits und hat in dieser Zeit auch schon fĂŒnf Demos eingespielt. Dennoch muß ich gestehen, bislang noch keinen Ton von dieser, aus der Region Florenz stammenden Truppe vernommen zu haben. Das Quartett, das zumindest fĂŒr die Aufnahmen zum Quintett aufgestockt wurde, hat sich dem melodiösen Metal verschrieben und eben diesen lassen uns die Burschen auf ihrem Debutalbum »L.I.F.E.« auch zu Ohren kommen. Insgesamt zehn Tracks sind auf dem Album verewigt worden, wobei die Band den Titel offenbar als AbkĂŒrzung fĂŒr "Live Impulse Feeling Emotion" verstanden wissen will. An impulsiven KlĂ€ngen, die Emotionen erwecken, mangelt es HOLYLAND definitiv nicht, ebensowenig aber auch an eingĂ€ngigen, immerzu melodischen Metal-Anteilen. Wer von HOLYLAND nun erwartet, daß die Band eventuelle musikalische Neuerfindungen am Start hĂ€tte, wird wohl enttĂ€uscht sein, solide Arbeit in bekannter Machart ist hier nĂ€mlich eher Programm.

Die Jungs wissen aber durchaus zu gefallen, haben groovigen Hard Rock (â€șGive Me The Voiceâ€č) ebenso im Angebot, wie klassischen Melodic Metal, der jedoch zu keiner Sekunde an die "Hamburger Schule" angelehnt klingt, sondern vor allem hinsichtlich des Riffings eher an Vorbilder aus Großbritannien schließen lĂ€ĂŸt, wie in â€șThe Gameâ€č nachzuvollziehen ist. Aber auch sehr gefĂŒhlvoll intonierte Kompositionen gibt es zu bestaunen, so zum Beispiel das von einem Piano getragene â€șAngelâ€č, in dem sich SĂ€nger Gianni Miccinesi als sehr talentierter Vokalakrobat auszeichnen kann, was er sonst leider nicht immer in diesem Ausmaß schafft. Seine mitunter gezwungen wirkende Art und Weise in die Höhe zu trĂ€llern, kommt leider nicht immer passend, so muß die Band durch seinen Beitrag vor allem â€șVictim Of The Nightâ€č als Zwischenfall werten. Besser kommt der Knabe dann zur Geltung, wenn er sich auf seine natĂŒrliche Stimmlage verlĂ€ĂŸt und diese auch benutzt, wie im herrlichen, von Schenker-esken Gitarren geprĂ€gten â€șThe Sentenceâ€č zu vernehmen ist. In den nicht ganz so heftigen Momenten meine ich auch die StĂ€rken dieser Band, vor allem aber dieses Albums, ausmachen zu können, denn wenn die Jungs amtlich Gas geben wie in â€șVoices Of Persecutionâ€č, fĂ€llt auf, daß »L.I.F.E.« soundtechnisch leider recht dĂŒrftig ausgefallen ist. "Druck" ist nĂ€mlich definitiv etwas anderes und solcher kann in den Uptempo-Passagen auch ĂŒberhaupt nicht ausgeĂŒbt werden. Gut, daß sich die Band fĂŒr die Abschluß mit â€șFading Lightâ€č eine sehr vielschichtige, dezent progressiv anmutende, aber dennoch gefĂŒhlvolle Komposition aufgespart hat, die die StĂ€rken der Band ein weiteres Mal fett unterstreicht.

Auch wenn »L.I.F.E.« in Summe nicht unbedingt außergewöhnlich ausgefallen ist, konnten HOLYLAND damit zumindest beweisen, daß sie spieltechnisch ĂŒber jeden Zweifel erhaben sind und ein StĂŒck soliden, melodiösen Metal in vielschichtiger Machart anzubieten haben, das durchaus Freunde finden sollte.

http://www.holyland.it/

press@holyland.it

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
HOLYLAND im Überblick:
HOLYLAND – L.I.F.E. (Rundling)
HOLYLAND – News vom 12.03.2007
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