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KELEBRA-CD-Cover

KELEBRA

Decay Inside

(7-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Nach dem Ende von ARMPIT HAIRY, bei denen Heiko Hein (Gitarre, Gesang) und Christoph Will (Baß, Gesang) von der Partie waren, legen diesen beiden Burschen nun zusammen mit Schlagzeuger Markus Hein unter dem Banner KELEBRA los.

Das Trio hat sich dem nicht n√§her spezifizierten, heftigen Rock mit Metal-Schlagseite verschrieben und mit ¬ĽDecay Inside¬ę ein sehr auff√§lliges Debut vorgelegt. Schon der optische Eindruck l√§√üt auf etwas nicht gerade Allt√§gliches schlie√üen, ein Naturphoto ist schlie√ülich alles andere als Usus. Dieses kommt noch dazu ungemein gut zur Wirkung und macht auf den Inhalt neugierig, das Auge h√∂rt ja bekanntlich auch mit. Insgesamt sieben Tracks lassen die Jungs vom Stapel, allesamt irgendwie recht minimalistisch wirkend und in Anbetracht der Spielzeit von insgesamt nur knapp √ľber 20 Minuten kann man sich in etwa ausmalen, was zu erwarten ist. KELEBRA wissen, worauf es ankommt, haben auf jedweden Schnickschnack verzichtet und lassen die Essenz von heftiger Rockmusik zur Geltung kommen, ohne jedoch zu sehr aufs Gaspedal zu treten. Es rockt und groovt zwar durchwegs, aber dennoch sind Melodien ein essentieller Bestandteil der Songs. Zudem ist auch der von heftig und rauh, hin zu melodisch-einpr√§gsam klingende Gesang passend und verleiht den Nummern zus√§tzlich Schmackes. An Inspirationen scheinen die Burschen ein nicht minder multiples Programm zu besitzen, weshalb sich in der donnernden Groove-Rock-Variante von KELEBRA auch Zitate des "traditionellen" Crossovers, des Nu Metals und sogar aus der World Music (wie zu Beginn von ‚ÄļBeautiful As A Rock In Your Face‚ÄĻ) finden lassen. Hinsichtlich der Musik gibt es bei diesem Trio kaum etwas zu meckern, die Burschen haben ein H√§ndchen f√ľr eing√§ngige Melodien und k√∂nnten damit bestimmt Fans von h√§rteren, aber dennoch gem√§√üigten Kl√§ngen unterschiedlichster Machart begeistern.

Mit ‚ÄļWanna Kill‚ÄĻ wagen sich die Jungs allerdings auf gef√§hrliches Terrain. In einem gesonderten Begleitschreiben weisen sie explizit darauf hin, da√ü sie keinesfalls rassistische Absichten verfolgen, diese Nummer aber dennoch als Metapher gegen die "Veramerikanisierung" Deutschlands gedacht haben. Nun gut, KELEBRA entschuldigen sich quasi daf√ľr, diesen Text verfa√üt zu haben und berufen sich lediglich auf die Verwendung der englischen Sprache als die geeignete f√ľr ihre Musik, doch die Tatsache, da√ü es in jenem Track darum geht, da√ü - Achtung, O-Ton: "ein Geb√§ude einer bekannten Fast Food-Kette in die Luft gesprengt wird", l√§√üt mich doch eher kopfsch√ľttelnd zur√ľck. Und zwar nicht nur bangend und deshalb, weil den Burschen, die sich hier "dezent" bei Kim Wildes Hit ‚ÄļKids In America‚ÄĻ bedient haben, damit an sich ein potentieller Chartbreaker (Entschuldigung die Herren, f√ľr die Verwendung dieses Begriffes in diesem Zusammenhang) gelungen ist, sondern, vor allem ob des Sinns. Gegen "Veramerikanisierung" durch einen Anschlag auf eine "Fast Food"-Kette? H√§? Klingt f√ľr mich irgendwie nach Doppelmoral, und daher nicht glaubw√ľrdig. Vielleicht liegt mein Unverst√§ndnis daf√ľr aber auch nur daran, da√ü ich wohl f√ľr das "Problem" der "Veramerikanisierung" nicht der geeignete Gespr√§chspartner bin, aber im Endeffekt ist das auch "Blunz'n" (hoffentlich meckert jetzt keiner √ľber eine "Ver√∂sterreichisierung"), denn die Musik der Band geht ja in Ordnung.

http://www.kelebra.de/

HeikoHein@gmx.net

Nu Metal-Crossover-Groove-Rock


Walter Scheurer

 
KELEBRA im √úberblick:
KELEBRA – Decay Inside (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



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