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DEAD EMOTIONS – Pathways To Catharsis

BAD LAND RECORDS/POINT MUSIC

Im Umkreis MĂŒnchen zĂ€hlen DEAD EMOTIONS seit nunmehr gut zehn Jahren zu einem Fixstern am metallischen Firmament und zu einem besonders hell erleuchteten, wenn von Death Metal die Rede ist.

Durch ihre konstanten Leistungen konnten sich die Herrschaften aber auch ĂŒberregional bereits einen ganz guten Ruf erspielen, was sich mit »Pathway To Catharsis« weiter intensivieren lassen sollte. Nicht nur stilistisch lĂ€ĂŸt sich auf dem aktuellen Silberling der Truppe ein konsequentes Fortsetzen ihres eingeschlagenen Weges feststellen, sondern auch schon hinsichtlich der Aufmachung.

Wie schon fĂŒr ihre ersten Veröffentlichungen »Gates To The Unseen« (1999) und »The Genesis Behind« (2003) haben sich DEAD EMOTIONS auch fĂŒr ihr aktuelles Werk ein GemĂ€lde von Michael Schindler (DRAGON DESIGN) anfertigen lassen. Um die von dieser Band kredenzten KlĂ€nge auch visuell in Szene setzen zu können, hat sich der KĂŒnstler bislang immerzu auf relativ dunkle Blautöne festgelegt. Eine verdammt gelungene Auswahl, um die beim Zuhörer entstandene Emotionswelt und natĂŒrlich auch die dazugehörigen Death Metal-KlĂ€nge der Band farblich umzusetzen. Auch wenn DEAD EMOTIONS keinesfalls lediglich EiseskĂ€lte versprĂŒhen, sondern dem Hörer mit ihrer Musik durchaus auch "einzuheizen" imstande sind, bleibt es in erster Linie unterkĂŒhltes Dunkelblau, das vor den verschlossenen Augen entsteht, wenn man in »Pathways To Catharsis« eintaucht.

Geboten wird uns einmal mehr satter Death Metal der dezent schwedischen Machart, wobei die Bayern allerdings keine direkten Vergleiche zu GrĂ¶ĂŸen aus dem Drei-Kronen-Land zulassen, sondern viel eher eine Art "allumfassenden" Todesmörtel zelebrieren. Dieser reicht tempomĂ€ĂŸig von rasend ĂŒber gediegenes Midtempo, bis hin zum fast schon kriechend intoniertem Death der alten Schule. Zudem muß man erwĂ€hnen, daß es DEAD EMOTIONS auch sehr gut verstehen, ihre Songs abwechslungsreich zu gestalten. Brutalste Passagen werden harmonisch mit geradezu epischen Nuancen kombiniert und an atmosphĂ€rischen Passagen, die allesamt im dĂŒsteren Bereich anzusiedeln sind, wird ebenso nicht gespart.

Zudem ist auch ein gewisser Hang zur Melodramatik nicht zu ĂŒberhören, wodurch sich der Hörgenuß noch intensiver gestaltet. SĂ€nger Mosh wird nicht zu Unrecht als fĂŒr die "Vo-Kills" zustĂ€ndiger Mann erwĂ€hnt, er macht dieser "Stellenbeschreibung" wahrlich alle Ehre. Von abgrundtief, ĂŒber rĂ€udig, bis hin zu anklagend-keifend offenbart der Kerl ein sehr breites Sangesspektrum, das mit den ebenso intonierten Tracks zu einer, wenn auch die meiste Zeit ĂŒber sehr brutalen, atmosphĂ€rischen ungemein dunklen Melange harmonisch verschmolzen werden konnte und DEAD EMOTIONS perfekt zu Gesicht steht.

http://www.dead-emotions.de/

helmut@dead-emotions.de

gut 10


Walter Scheurer

 
DEAD EMOTIONS im Überblick:
DEAD EMOTIONS – Pathways To Catharsis (Rundling)
DEAD EMOTIONS – News vom 18.11.2009
DEAD EMOTIONS – News vom 23.02.2010
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