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  UE-Home → History → Online Empire 32 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → GODSPLAGUE – »Triumph«-Review last update: 20.11.2022, 22:24:48  

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GODSPLAGUE – Triumph

MELSCENE RECORDS (Import)

Trotz der musikalischen Vielfalt die Finnland in den letzten Jahren hervorgebracht hat, fällt es dem Zuhörer schwer zu glauben, daß die für »Triumph« verantwortliche Band GODSPLAGUE tatsächlich aus dem Land der 1000 Seen kommt. Aber bei Nico Hartonen (v), Euge Valovirta (g), Arska Hietala (b) und O.J. (d) handelt es sich in der Tat um Finnen. Der Stil, den uns GODSPLAGUE auf ihrer mittlerweile sechsten (zugegeben, zwei davon waren nur Singles) Veröffentlichung zu offerieren haben, kommt jedoch schwer nach Künstlern aus den US of A tönend aus den Boxen. Vor allem das immerzu verdächtig nach Zakk Wylde klingende, ungemein druckvolle Spiel von Euge trägt sehr viel zu diesem Empfinden, zeitgleich aber auch zum Gelingen dieses Albums bei. »Triumph« erinnert mitunter gar an Ozzys Soloalben jüngeren Datums, aber auch dort war ja Meister Wylde nicht ganz unbeteiligt und zudem hat Nico seinen Ozzy auch ganz gut gelernt. Vor allem die nasale Ausdrucksweise, die er sich angeeignet hat und mit er teilweise vorträgt, läßt den von der Band als "Friday Night Boozin' Heavy Metal" bezeichneten Stil perfekt und authentisch rüberkommen. Vom europäischen Kontinent kommen mir am ehesten noch HELLFUELED als Vergleich in den Sinn. Doch anders als bei jenen Schweden, an deren Sänger Andy Alkman mich Nico mitunter erinnert, haben GODSPLAGUE noch mehr dreckigen Rock in ihre Kompositionen einfließen lassen, weshalb sie in Summe auch amerikanischen Bands wie DOWN näherstehen als eben diesen Schweden. Die Musik der Finnen funktioniert aber nicht nur im Up- oder Midtempo-Bereich, die auf dem Album vorherrschen, sondern auch dann, wenn das Tempo gedrosselt wird. Der Groove bleibt nämlich auch dann in Massen vorhanden und läßt eine Nummer wie ›War Sign‹, von der uns GODSPLAGUE am Ende von »Triumph« auch noch ein Bonusvideo zu bieten haben, zu einem der Highlights der Scheibe gedeihen. Zudem scheut das Quartett auch vor Experimenten nicht zurück, so wurde ›Good As Hell‹ mit einem sehr unterhaltsamen Country-Intro ausgestattet, ehe auch diese Nummer zum satten Rocker gedeiht und mit dezenter New Orleans-Schlagseite aus den Boxen kommt.

Abschließend läßt sich feststellen, daß GODSPLAGUE in erster Linie Musik machen, um ihre Fans zu unterhalten, was heutzutage nicht mehr alltäglich ist. Mit »Triumph« ist ihnen das fraglos gelungen und nicht zuletzt durch das im Booklet verewigte Motto "No Ear Protection & No Hard Hats Allowed Beyond This Point" wird der Unterhaltungsfaktor von GODSPLAGUE manifestiert.

http://www.godsplague.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
GODSPLAGUE im Überblick:
GODSPLAGUE – H8 (Rundling-Review von 2008)
GODSPLAGUE – Triumph (Rundling-Review von 2007)
GODSPLAGUE – News vom 25.08.2007
GODSPLAGUE – News vom 12.01.2009
GODSPLAGUE – News vom 05.02.2009
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