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FILII NIGRANTIUM INFERNALIUM – Fellatrix Discordia Pantokrator

PRO-CON MEDIA (Import)

"Au weia!!", war mein erster Gedanke. Erstens wegen des äußeren Erscheinungsbildes der CD: In Black Metal-Kreisen mag es ja gang und gäbe sein, daß man ein schön verschnörkeltes, wenn auch nicht zu entzifferndes Logo hat. Kein Problem soweit. Problematischer wird es dann aber schon für den lieben Leser, wenn da ein kreativer Kopf meint, er habe die Idee der Ideen, indem man sowohl den Albumtitel als auch die Liednamen und Teile des Booklets einfach mal in Spiegelschrift abdruckt. Und dies natürlich nicht in einer handelsüblichen Druckschrift, sondern einer altertümlichen, nur schwer zu identifizierenden Schriftart. Prima, da beschäftigt man sich zumindest mal rein äußerlich etwas mit der CD! Erstes Ziel erreicht! Aber hey, das muß vielleicht ja auch so sein, denn es handelt sich bei den Portugiesen um "the children of the hellish darkness", wie sie sich in ihrer englischen Übersetzung nennen. Also will ich mal nicht so kleinlich sein. Als der Frontmann dann aber zum ersten Mal den Mund aufmacht, kann ich mich spontan nicht so recht entscheiden, ob ich eher lachen oder dann doch besser weinen soll. Denn der Gesang klingt so, als ob der große Meister entweder fürchterliche Halsschmerzen hat oder aber gerade abgemurkst wird. Okay, auch das gehört sich wohl so bei einer "Satanic AnarcoBlack-Metal Band", wie sich die vier Portugiesen auf ihrer Internetseite selbst beschreiben. Was sie uns damit wohl sagen wollen, bleibt zumindest mir verschlossen. Aber gut, wurschtel ich altes Lästermaul mich jetzt mal durch diese schwer verdaulich Kost hindurch. Ganz objektiv, versteht sich!

Von der instrumentalen Seite betrachtet, ist »Fellatrix Discordia Pantokrator« gar nicht mal so übel. Keinesfalls überragend und erst gar nicht besonders einfalls- und abwechslungsreich, aber halt irgendwie typisch im Stil des 80er Jahre-Black Metals. Mal handelt es sich hierbei um etwas schnellere, mal um schwerfälligere Stücke. Hellhörig werde ich dann zum ersten Mal überhaupt bei Lied Nummer 6, erst einmal, weil eine Frau im Hintergrund wie ein geschlagener Hund jault. Dann werde ich aber auch zum ersten und einzigen Mal positiv überrascht, weil der Song ab der Mitte plötzlich ein echt nettes, melodisches Thema in Form eines Gitarrensolos bringt, so schön, daß man fast zu träumen beginnt (Anm.: Hier hält der Sänger ja auch glücklicherweise seinen Mund!). Über die restlichen Titel erspare ich mir jeglichen Kommentar, denn da kommt nichts wirklich Neues oder etwas, das einen so richtig vom Hocker reißen könnte. Hinzu kommt dann leider auch immer wieder dieses unsägliche, kaum zu ertragende Gekreische, was eben wie gewollt und nicht gekonnt klingt. Bleibt mir nur zu sagen, daß ich wirklich froh bin, dieses Review endlich hinter mir zu haben, da ich mit dieser Gruppe einfach nicht warm werde. Aber jeder kann sich ja sein eigenes Urteil bilden!

http://www.infernalium.com/

schwach 3


Tanja Schwarz

 
FILII NIGRANTIUM INFERNALIUM im Überblick:
FILII NIGRANTIUM INFERNALIUM – Fellatrix Discordia Pantokrator (Rundling-Review von 2007)
andere Projekte des beteiligten Musikers Rick "Helregni" Thor:
IRONSWORD – ONLINE EMPIRE 19-"Living Underground"-Artikel
RAVENSIRE – The Cycle Never Ends (Rundling-Review von 2016)
RAVENSIRE – News vom 17.01.2016
RAVENSIRE – News vom 31.01.2016
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